März 2020 Andalusien-Deutschland

Von San Juan de los Terreros fahren wir Richtung Heimat. Mitte März haben wir dort Termine, was sich im Nachhinein als Glücksfall darstellt. So sind wir noch vor den Corona-Grenzschließungen in Deutschland. Auf dem Weg nach Norden fahren wir nochmal einige unserer Lieblingsorte an: Los Alcázares am Mar Menor mit dem bequemen Womo-Stellplatz von Sally:Torrevieja:

Playa de Pucol:Ein Abstecher ins ‚Hinterland‘ nach El Palomar (GPS: 38.857601, -0.50325).

Und nach Barcelona. Die Kinder sind gerade dort, da wollen wir uns natürlich treffen. Allerdings ist Barcelona eine Stadt, in die man mit dem Wohnmobil lieber nicht fährt: zuviel Verkehr, zu wenig Parkplätze, zuviel Einbrüche. Wir nehmen deshalb einen Campingplatz außerhalb (GPS: 41.272499, 2.04257).

Von dort geht es in nur 20 Minuten mit dem Linienbus ins Zentrum. Hier steht das Familientreffen im Vordergrund – Bilder von Sehenswürdigkeiten gibt es deshalb wenig  😉

Noch ein Zwischenstopp in Frankreich, dann sind wir in der Heimat. Gute 2 Wochen haben wir uns für die Strecke Andalusien-Freiburg Zeit gelassen.

Auf der Wintertour haben wir in den letzten 5 Monate insgesamt 5.784km zurückgelegt bei einer Fahrzeit von 95 Stunden. Die Durchschnittgeschwindigkeit betrug 60 km/h, der Verbrauch 12,1 Liter/100km.

Bewährt hat sich die LPG-Gastankflasche. Wir brauchen im HobbyT Gas für den Herd, den Kühlschrank und die Standheizung nebst Boiler.  In Spanien gibt es ein dichtes Netz an LPG-Tankstellen, mit der App ‚myLPG.eu‘ kann man diese auch direkt ansteuern. Wichtig ist, dass man einen spanischen LPG-Adapter mitführt. Wir hatten in den letzten 5 Monaten einen Durchschnittsverbrauch von 1,3 Liter Gas pro Tag. Theoretisch reicht die 24 Liter-Flasche damit 18 Tage. In der Praxis haben wir aber fast jede Woche Gas getankt, meist zwischen 7-15 Liter. So war die Flasche nie leer, und man musste sich keine Gedanken machen, ob der Kühlschrank noch läuft, oder evtl. die Heizung in der Nacht ausgeht.

Unser Plan, in den Sommermonaten durch Osteuropa zu reisen, lässt sich im Hinblick auf Corona kaum verwirklichen. So warten wir ab, wie es weitergeht. Die Prioritäten verschieben sich in diesen Zeiten. Danke für Euer Interesse an unserem Blog, wir melden uns wieder, bitte bleibt gesund!

Februar 2020 Málaga-San Juan de los Terreros

Nach dem Ausflug nach Antequera zieht es uns nochmal nach Málaga. Der Platz am Stadtstrand ist einfach top.

Von Bauarbeitern wird uns eine Schildkröte in die Hand gedrückt. Sie wurde bei Erdarbeiten ausgegraben und soll Richtung Fluß ausgesetzt werden.

Klar, machen wir. Noch schaut sie etwas skeptisch….

… aber der von uns erwählte Ort findet volle Zustimmung.

Immer wieder fahren wir mit den Rädern kreuz und quer durch Málaga.

Die Alcazaba wird natürlich auch besucht, sonntags ist der Eintritt übrigens kostenlos – so wie in vielen Museen und staatlichen Einrichtungen Spaniens.

Ein toller Blick von der Festung auf die Altstadt, rechts sieht man den Plaza.

Im Straßenverkehr sind die Spanier kreativ. Parken in 2. Reihe ist normal, Blinken eher nicht. Eines ist jedoch Gesetz: am Zebrastreifen wird gehalten, unbedingt! Das wird auch von den Radfahrern erwartet:

Nach rund 2 Wochen Málaga geht es zur Tropfsteinhöhle bei Nerja.

Ein lohnendes Ziel, die Höhle ist beeindruckend, erstaunlich warm und trocken. Ein Audioguide versorgt einen mit allen möglichen Informationen.Die Höhle schaffte es mit dem dicksten Stalagmiten ins Guiness Buch der Rekorde.Nach dieser Exkursion fahren wir nach Los Banjos de Guardias Viejas (GPS: 36.698952, -2.842733)

Auch hier finden wir einen super Platz direkt am Strand (GPS: 36.698952, -2.842733).

Die nächste Ortschaft Almerimar mit schickem Yachthafen.

Der Radweg dorthin ist alle 50 Meter mit Zebrastreifen inklusive Tempolimit versehen. Ob während der Saison auch geblitzt wird? 😀Nächster Halt: das Naturschutzgebiet Cabo de Gata.

Das Übernachten im Wohnmobil wird dort nicht gerne gesehen und nur an wenigen Stellen toleriert. Wir wollen sowieso mal wieder einen Waschtag einlegen und quatieren uns auf dem Campingplatz ein (GPS: 36.801998, -2.2444)

Dann zieht es uns wieder in die Freiheit. Der Platz bei San Juan de los Terreros ist im Vergleich zu unserem letzten Besuch recht voll. Trotzdem steht man längst nicht so beengt wie auf offiziellen Camping- oder Stellplätzen. (GPS: 37.363068, -1.651948) Abendrot = Gutwetterbot.

Und so ist das Wetter auch. Tagsüber gute 20 Grad, nachts über 10. An der Steilküste lässt sich gut klettern.

Hier ein Blick auf San Juan de los Terreros, die nette andalusische Gemeinde an der Grenze zur Provinz Murcia.

Ein paar hundert Meter weiter finden wir den nächsten Platz am Meer.

Spaziergänge führen uns zu ‚Lost Places‘ zwischen Palmen und Kakteen.

Und weiteren Stränden. An einigen sind Wohnmobile verboten, in den Wintermonaten wird das in der Regel nicht verfolgt. Wir meiden trotzdem diese Plätze.

Wobei die direkte Umgebung wirklich wunderschön ist. Man kann diese aber auch prima erwandern.

Alte Felsenwohnungen…

… mit geringer Stehhöhe…

… aber einer fantastischen Aussicht.

Route: Antequera-Málaga-San Juan de los Terreros

 

 

 

Februar 2020 La Linea-Antequera

Schön ist es in Tarifa, aber auch sehr windig. Weiter nach Westen zu fahren macht wettertechnisch keinen Sinn, der Atlantikwind bläst im Februar recht frisch. Unseren ursprünglichen Plan, auf die Kanaren überzusetzen, haben wir verworfen: der Hobbyt ist nicht autark genug, vor allem stromtechnisch müssen wir updaten. Dazu haben wir einen Termin ist Deutschland, also geht es langsam zurück. Nochmal ein Blick auf die Straße von Gibraltar:

Und dann blicken wir auf deren namensgebenden Felsen. Ein toller Platz bei La Linea de la Concepción GPS: 36.207901, -5.32641).

Hinter dem Fahrzeug der Torre Nueva, davor unser Balkon.Morgenstimmung….Hier war einmal eine Hotelanlage oder ähnliches geplant, die üppige Promenade ist fertiggestellt.Die Nebenwege führen allerdings ins Nichts bzw. in die Wildnis.Tagsüber ist wenig Betrieb, abends schon etwas mehr und am Wochenende wird es laut durch jede Menge Quads und Geländemotorräder. Bis dahin aber, alles bestens – mit schönem Blick auf Gibraltar.

Bis eines Tages… Wo ist denn der Felsen? Sollte der Brexit….?

Da schauen wir direkt vor Ort mal nach. Es ist aber noch alles beim Alten…

Die Cappuccini dürfen wahlweise in Pfund oder Euro bezahlt werden.

Touristisch bietet La Linea nicht viel, dafür gibt es einen guten und günstigen Waschsalon, das nutzen wir aus.

Und dann geht es wieder einmal nach Málaga. Vor 3 Wochen standen wir noch direkt am Strand, jetzt sind hier Bauarbeiten. Der Bereich wird wohl neu strukturiert. Vielleicht hängt das mit den schicken Appartementhäuser zusammen, die nebenan hochgezogen werden.

Nur ein paar hundert Meter weiter westlich gibt es eine Alternative zum Freien Stehen. Mal schauen, wie lange noch…

Jetzt genießen wir aber die Zeit. Die Sonne scheint bei über 20 Grad und nachts bleibt die Standheizung aus. So stellt man sich das Überwintern in Spanien eigentlich vor.

Direkt nebenan liegt ein Naturschutzgebiet, noch ist es für Besucher nicht vollständig erschlossen, die Brücke dazu ist wohl bald fertig.

Málaga ist immer wieder schön und wir bleiben eine ganze Zeit. Immer mal wieder besuchen wir das quirlige Zentrum.

Einer unserer Lieblingsplätze: der Plaza de la Merced…

… mit Alhambra Cerveza & Tappas 🙂

An einem bewölkten Tag machen wir einen Ausflug ins Hinterland zur Laguna de Fuente de Piedra, wo sich ab Februar Flamingos zum Brüten niederlassen.

Vom Besucherzentrum blickt man auf die Lagune und sieht in der Ferne, aber wirklich sehr weit in der Ferne, die Vögel im Wasser.

Wir fahren entlang der ausgeschilderten Wegen am See entlang.

Eine nette Radtour, die Flamingos bleiben allerdings sehr weit entfernt.

Auch vom Mirador sieht man ohne gutes Fernglas nicht viel von den Vögeln. So können die ungestört brüten und wir legen eine Vesperpause ein.

Auf dem Besucherparkplatz ist nicht viel los, hier könnte man theoretisch auch gut übernachten… (GPS: 37.133202, -4.74321).

… in der Praxis ist das aber nicht erlaubt. Parken darf man hier nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Drum fahren wir noch ein Stück weiter bis nach Antequera. Der offzielle Wohnmobilstellplatz ist nicht hübsch, aber für eine Nacht ok. Der Platz ist sehr beliebt, was vermutlich auch daran liegt, dass er kostenlos ist, inklusive Ver- und Entsorgung (GPS: 37.0214, -4.57218).

Klar, schauen wir uns auch das kleine Städtchen an…

Von der Alcazaba aus hat man eine tollen Weitblick.Rechts hinten am Horizont sieht man die Ausläufer des El Torcal.

Route: Tarifa-La Linea-Malaga-Antequera

 

 

Januar 2020 Málaga-Tarifa

Von Almeria fahren wir auf der kostenfreien A7 Richtung Richtung Süden. Wir waren die letzten Monate nie alleine auf einem Übernachtungsplatz, jetzt wird es aber teilweise richtig voll. Auf dem Campingplatz bei Castell de Fero ist noch genau 1 Platz frei. (GPS: 36.7201, -3.36471).

Auf den Parkplatz beim Castillo de Curchuna passen sowieso nur 3-4 Mobile. Immerhin hatten wir bisher das Glück, immer einen Platz zu finden.

Das Castillo liegt eingebettet in Gewächshäuser, hat einen schönen Palmenstrand und einen Trinkwasserbrunnen (GPS: 36.695798, -3.435241)

Auf der Weiterfahrt entlang der kleinen Küstenstraße sind dann alle Plätze, die wir angesteuern, von Camper belegt. So landen wir abends am Stadtstrand von Málaga. Den kennen wir schon vom letzten Jahr, hier gibt es noch genügend Platz.

Málaga ist immer wieder toll und verfügt über ein für spanische Verhältnisse gut ausgebautes Radwegenetz.Die Altstadt in gut 6km Entfernung ist damit bequem und sicher zu erreichen. Schickes Pflaster, hübsche Häuser:

Die Markthalle:Geschmückte AltstadtNette Parks mit rießigen Bäumen…

… und Picasso-Skulpturen. Picasso wurde in Málaga geboren und ist gut vertreten.

Auf dem Placa de la Merced wartet Pablo in Bronze.

In einer Bäckerei werden Fartóns bestellt – lecker!

Und nicht weit vom Strandparkplatz gibt es in einem Café bis 13 Uhr die legendären Churros.

Das gehöret zum Pflichtprogramm. Dazu eine Tasse heiße Schokolade zum Eintunken und ein Cappuccino zum Nachspülen 🙂

Die im letzten Jahr allgegenwärtigen Leih-E-Scooter sind stark dezimiert. Vielleicht noch 5% stehen herum und sehen sehr ramponiert aus.Direkt hinter unserem Stadtstrand befinden sich unbebaute Grundstücke. Bis 2010 standen hier Fabriken und Lagerhäuser, die abgerissen wurden. Zwischenzeitlich ist fast alles mit Appartementhäuser entlang einer schicken Promenade bebaut. Auf einer der letzten beiden großen Brachfläche herrscht emsige Bautätigkeit. Die Lücken dürften bald geschlossen sein.Von Málaga geht es weiter auf der A7, die teilweise sehr dicht an Wohnhäuser vorbeiführt. Außerdem gibt es auf der Autobahn Bushaltestellen und Gehwege, die dorthin führen.

Nach einigen Tagen auf freien Plätzen steuern wir wieder einen Campingplatz an. Der CP Cabopino (GPS: 36.489348, -4.742889) ist rießengroß und knallvoll. Die meisten Camper bleiben hier 3-6 Monate. Nur 2 annehmbare Plätze sind für 2-3 Tage verfügbar. Und die befinden sich unter schattigen, harzigen Pinien. Uns reicht ein Tag hier.Die Sanitäreinrichtungen sind super, es gibt Trinkwasser am Platz, Waschmaschine und Trockner laden ein zum Waschtag. Sogar ein beheizter Pool ist vorhanden.

Immer wieder witzig: die Verbotsschilder auf Campingplätzen.

Der Strand unterhalb des Campingplatzes ist hübsch.

Mit frisch gefüllten bzw. geleerten Tanks fahren wir ein Stück weiter auf einen sonnigen Parkplatz bei Marbesa (GPS: 36.486698, -4.75915)

Auch hier ist es voll, wir haben aber wieder Glück: ein Platz in der ersten Reihe wird frei.

Mit Meerblick…

Am Strandstrand kann man in beide Richtungen kilometerlang laufen. Richtung Norden gelangt man in die Dünenlandschaft von Cabopino.

Jetzt kündigt sich ein Unwetter mit Starkregen an. Wir steuern einen sicheren, asphaltierten Platz an, mit Blick auf den Felsen von Gibraltar.

Nachts wird dieser spektakulär beleuchtet. Das zieht in der Dunkelheit auch Paare mit PKWs an. Trotzdem ist die Nacht ruhig.

Die Wetterprognose ist eindeutig. Es soll 4-5 Tage heftig regnen. Das macht die Batterie nicht mit, ohne Fahren oder Solarstrom hält sie nur 2 Tage.

Wir buchen uns deshalb auf dem Campingplatz ‚Sur Europa‘ in La Linea de la Conception ein (GPS: 36.191655, -5.334639). Noch scheint die Sonne…

Ein sehr sympatischer Platz. Hunde sind nicht erlaubt, weil nette Vögel frei herumlaufen.

Noch regnet es nicht. Das nutzen wir für eine kleine Radtour Richtung Gibraltar.

Da braut sich am Himmel etwas zusammen.

Und schließlich ist der Regen da. Und wir im trockenen Hobbyt.

Die ganze Nacht schüttet es wie aus Kübeln. Morgens ein Blick aus der Türe:

Der Müll muß trotzdem mal weggebracht werden.

Land unter auf dem Campingplatz…

… und davor.

Wir machen es uns im Hobbyt gemütlich bei 4G-Internet und Büchern…Nach 4 Tagen Regen dann die ersten Spaziergänge.Und dann ist der Spuk vorbei. Die Sonne scheint und wir fahren nach Tarifa, eine sympatische kleine Stadt an der Straße von Gibraltar, die wir schon gut kennen, viele hübsche Bilder gibts hier und hier 🙂 Mitten im Dorfkern die Kirche San Mateo Apóstol. Vom alten Castillo hat man einen guten Blick auf den Hafen. Von hier aus sind wir im letzten Winter nach Marokko gestartet.Von den obersten Burgzinnen überblickt man die gesamte Straße von Gibraltar. Marokko wirkt und ist nah: gerade mal 14km entfernt.Schöne Abendstimmung in Tarifa (GPS: 36.024373, -5.616638).

Das Schild auf dem morschen Steg gab es schon letztes Jahr…… allerdings hat sich der Zustand der Brücke deutlich verschlechtert.Immer wieder cool: der Strand von Los Lances.

Dort stehen jetzt deutliche Schilder, die das Übernachten im Wohnmobil verbieten. Außerdem bläst mittags immer ein ordentlicher Wind – und der ist momentan sehr kalt. Drum ziehen wir um auf die nahe Wiese (GPS: 36.047501, -5.63527).

Mit dem Hobbyt in die Wüste? Diesmal ist es nur ein Ausflug zur Duna de Valdevaqueros.

Route: Almeria – Tarifa

 

 

Januar 2020 Cabo Cope-Almeria

Von Los Alcázares fahren wir vorbei an Cartagena (das haben wir bereits im letzten Winter besichtigt, siehe hier) über die teilweise kostenpflichtige und leere AP 7… 

…bis kurz vor Aguilas an das schöne Cabo Cope.

Die alten Wachtürme sieht man immer wieder an der Küste. Hier wurde ein Zugang mit Wendeltreppe geschaffen, unten aber mit Wellblech wieder zugesperrt.Der Onlineübersetzer mittels Kamera tut sein Bestes…Das freie Übernachten im Wohnmobil ist in der gesamten Region, bis hinter Aguilas, seit einigen Jahren leider verboten.Wir bleiben deshalb für ein paar Tage auf einem kleinen, aber netten Camperpark, umgeben von Bäumen und Feldern (Bildmitte unten, GPS: 37.447457, -1.483525).In beide Richtungen gibt es tolle Wanderwege.

Kurz nach Aguilas endet die Provinz Murcia. In Andalusien bei San Juan de los Terreros finden wir diesen schönen Platz ohne Verbotsschilder (GPS: 37.363068, -1.651948). Erinnert uns an die steppenartigen Wüsten in Arizona.Die Steilküste ist wenige hundert Meter entfernt.

Vollmond…

… und Sonnenaufgang in Andalusien.

Weiter geht es aus der AL 5105 durch das Küstengebirge.

Mit einem kurzen Zwischenstopp in Palomares. Bleiben wollen wir nicht: 1966 stürzte ein US-Bomber ab und mit ihm 4 Wasserstoffbomben, jede mit der 75-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Es kam zwar zu keiner thermonuklearen Explosion, aber die konventionellen Sprengladungen von 2 Bomben kontaminierten ein 170 Hektar großes Gebiet. Dieser Strandabschnitt liegt nur wenige hundert Meter entfernt.Im Internet gibt es jede Menge Infos, zuletzt wurde 2006 ein Gebiet mit hohen Plutoniumwerten ‚entdeckt‘. Trotzdem leben hier Leute, gibt es Gemüseanbau, Hotels und Campingplätzen. Wir wollen aber lieber weiter und fahren durch den Naturpark Cabo de Gata nach Las Negras.Ein kleines Fischerdorf am Ende einer ‚Sackgasse‘.

Im Dorf gibt es einen Parkplatz, auf dem das Übernachten mit dem Wohnmobil toleriert wird, im gesamten Naturpark ist es nicht erlaubt (GPS: 36.8787, -2.00682).

Klettern und wandern dagegen schon: obwohl selbst die offiziellen Wanderwege nicht immer gleich als solche erkennbar sind:Die Ausblicke sind fantastischEine gewisse Schwindelfreiheit ist allerdings von VorteilNach so viel Natur machen wir einen Abstecher in die Stadt. Der Parkplatz bei Almeria liegt nicht gerade idyllisch, ist aber sicher und man spart sich nachts die Innenbeleuchtung 😉  (GPS: 36.815201, -2.42448)

Entlang der Promenade gelangt man auf Radwegen in den Stadtkern.

Natürlich verfügt Almeria als spanische Stadt auch über eine Rambla!

Durch die einst arabische alte Medina…

… kommt man zur La Alcazaba

…eines der größten maurischen Bauwerke des Landes.

Von den Arabern im 10.Jahrhundert errichtet, ab 1489 von den Christen übernommen und heute teilweise rekonstuiert.

Der Blick über die Medina zum Hafen, zu dessen Schutz die Festung einst erbaut wurde.

Es finden sich genügend Fotomotive:

*klick*Nach einer ausführlichen Besichtigung radeln wir zum Hafen. Dort steht eine mächtige, 17 Meter hohe, eiserne Verladeanlage. Bis in die 1970er Jahre wurden damit pro Tag 8000 Tonnen Erz verfrachet, welches per Bahn aus dem 100km entfernten Alquife kam.

Über Straßen und Plätzen geht es weiter durch die Stadt.

Zum spanischen Wetter von November bis Mitte Januar: bis auf wenige Regentage, die allerdings heftig ausfielen, war es weitgehend trocken und sonnig. Tagsüber reicht in der Regel eine dünne Jacke, manchmal ist T-Shirt-Wetter, teilweise geht sogar Badehose und Bikini. Vormittags und ab 17 Uhr ist aber ein Pulli bzw. eine Jacke oder beides notwendig. Der kalte Wind ist manchmal fies. In den Nächten sind die Temperaturen meist knapp einstellig, unsere Standheizung kommt immer zum Einsatz. Nördlich von Valencia hat es jetzt im Januar nachts manchmal nur 2-3 Grad, definitiv zu kalt für unseren Geschmack. Südlich davon wird es wärmer, von Almeria bis Malaga sind die Temperaturen meist identisch. Ab Tarifa macht sich normalerweise der Atlantikeinfluß bemerkbar, trotzdem ist es hier in der nächsten Zeit nachts am wärmsten. Allerdings bläst nach unserer Erfahrung der Wind dort noch mehr als am Mittelmeer. Zum Vergleich hier noch Mata Rota an der portugiesischen Algarve und Essaouira in Marokko.

Route: Los Alcázares (A) – Cabo Cope (1) – Las Negras (2) – Almeria (3)

Dezember 2019 Fortuna+Mar Menor

Morgens um 4 Uhr werden wir auf unserem Klippenplatz in Torrevieja von einem Plätschern geweckt. Das Geräusch scheint aus der Heckgarage zu kommen. Vielleicht das Sicherungsventil, welches das Einfrieren der Leitungen verhindern soll? Aber so kalt ist es nicht. Eine nächtliche Kurzinspektion mit der Taschenlampe ergibt: das Ventil ist zu, die Heckgarage steht unter Wasser 😦   Von dort tröpfelt es nach außen und es sieht morgens so aus:

Zur Fehlersuche fahren wir auf den Stellplatz in Los Alcázares und räumen alles aus.Schnell ist die Ursache gefunden: am Frostschutzventil hat sich der rechte Schlauch gelöst, die Schelle an dieser Stelle taugt nichts. Erstmal wird der Schlauch wieder draufgesteckt.

Woher bekommt man am Sonntagmorgen auf die Schnelle eine Schelle? Der nächste Chinamarkt ist nicht weit, für 95 Cent gibt es einen 6er Pack.Ruckzuck ist alles wieder dicht. Bei Reparaturen sind die Rollen klar verteilt:

Wir haben aber noch nicht genug vom Wasser, sondern Lust auf ein Bad. Das Meer ist dafür leider zu kalt. Thermalbäder, wie wir sie aus Deutschland kennen, sind in Spanien sehr rar. Eine Ausnahme befindet sich bei Fortuna, rund 70km von der Küste entfernt, auf 210m Höhe, eingebettet in eine karge Berglandschaft.

Praktischerweise verfügt das Bad über einen Campingplatz (GPS: 38.206501, -1.10711).

Wie überall gibt es Überwinterer, die sich für mehrere Monate einrichten, hier vor allem Schweizer und Deutsche. Dabei bietet die Umgebung nicht viel. Es warten aber 3 schön angelegte, teilweise überdachte Becken mit 32 – 36 Grad warmen Thermalwasser:

Die Parzellen sind etwas eng, dafür haben wir ein eigenes Badezimmer.Waschmaschine und Trockner sind direkt gegenüber. Also wird neben dem Wellnessen auch ein Waschtag eingelegt.Wie gesagt, gibt es in Spanien sowie im gesamten Mittelmeerraum leider kaum öffentliche Thermalbäder. Früher was das anders: wenn man dergleichen sucht, landet man in der Regel bei Ausgrabungen römischer Anlagen. Auch in Fortuna gibt es eine, das Schild ist ebenfalls schon fast antik:

Das Gelände ist offen, alles ungesichert.

Hier plantschten einst die Römer, nur 700m vom jetzigen Thermalbad entfernt.

Nach 2 Tagen mit ausgiebigem Wellnessen fahren wir Richtung Murcia. Auf dem großen Parkplatz eines Einkaufszentrums befinden sich kostenlose Stellplätze mit Ver- und Entsorgung. Unglaublich, was hier los ist: wir zählen über 100 Wohnmobile (GPS: 38.029301, -1.1483).

Vor Ort gibt es einen großen Fresstempel, die sind in Spanien beliebt. All you can eat&drink für 13,50€. Eigentlich gar nicht unser Ding, aber wir wollten das schon lange mal anschauen.

Bezahlt wird am Eingang, dann wird man an einen Tisch geleitet und der erste Getränkewunsch aufgenommen. Ab da ist dann Selbstbedienung angesagt. Lediglich das Grillgut, dass man sich an der Fleisch- und Fischtheke frisch aussuchen kann, wird einem nach der Zubereitung an den Tisch gebracht.

Die Atmosphäre gleicht einer Kantine oder einem großen AI-Hotel.

Die Auswahl ist gigantisch und geschmacklich gut. Wir essen nicht annähernd so viel wie unsere Nachbarn, aber ein paar Teller schaffen wir.

Vom Parkplatz könnte man gut mit der Bahn oder den Rädern nach Murcia fahren. Wir haben aber keine Lust auf Großstadt und kehren wieder auf unserem Platz bei Los Alcázares zurück.

Weihnachten unter Palmen….

Inklusive Krippe mit Meerblick. Das schöne Trek 970 MTB unten links im Bild lag nicht unter dem Weihnachtsbaum, das haben wir schon fast 30 Jahre 🙂Radtouren am Mar Menor…

Über einen 6km langen Damm gelangt man quer durchs Mar Menor an das Mittelmeer.

Alles ist super angelegt, hier geht es zu den Salinen.

Im flachen Wasser des Mar Menor fühlen sich Flamingos wohl.

‚Zuhause‘ gibt es auch immer mal wieder Arbeit. Von den netten Stellplatzbetreibern bekommen wir eine Leiter geliehen und das Hobby-Dach kann gesäubert werden.So lange wie auf dem Stellplatz bei Los Alcázares standen wir noch nie. Die Infrastrukur ist perfekt, es gibt jede Menge Ausflugsziele, nette Nachbarn und das Wetter ist prima. Weiter südlich, also von Portugal bis Malaga zieht immer wieder ein Regengebiet durch, wir haben an Weihnachten Bikiniwetter und ‚müssen‘ erstmals die Markise ausfahren. Also bleiben wir noch ein wenig.

Route: Torrevieja, Los Alcázares, Fortuna, Murcia, Los Alcázares.

 

Dezember 2019 Los Alcázares

Wir genießen die Tage in Torrevieja und unseren Standplatz direkt an den Klippen. Das Mare Nostrum 10m weit entfernt.

Doch dann zieht ein Unwetter auf…Es schüttet wie aus Kübeln. Wir bleiben auf unserem Klippenplatz, der Untergrund ist fester Schotter und Felsen, da sinken wir nicht ein.Keine gute Idee: ein mächtiger Sturm braut sich zusammen, die Wellen schlagen immer höher – gute 10m über die Klippenkante, dabei liegt der Meeresspiegel normalerweise 10m darunter. Schließlich klatscht das Wasser auf unseren Van und wir parken mitten in der Nacht um, 100m weg von der Steilküste. Tags darauf suchen wir uns einen sicheren Stellplatz. Viele Straßen sind überflutet und voller Lehm. Das Auto sind hinterher so aus:

Aber wir erreichen sicher diesen nagelneuen Stellplatz bei Los Alcázares (GPS: 37.764939, -0.828563). Der ‚Eco‘-Platz wird mit Solarenergie betrieben. Die Parzellen sind großzügig, die Sanitäranlagen gut.

Hier bleiben wir und sitzen das schlechte Wetter aus. Waschmaschine und Trockner gibt es auch auf dem Platz, sehr praktisch. Jede Parzelle verfügt über einen eigenen Trinkwasseranschluss, Grauwasserentsorgung und bei Bedarf Strom. Den buchen wir dazu, weil unser Solarpanel bei Dauerbewölkung nicht viel macht.

Mit den Rädern geht es auf Tour. Am ehemaligen Sandstrand sieht man, wie das Unwetter gewütet hat.

Es muss ordentlich Sand nachgelegt werden. Ach ja, wir befinden uns übrigens am Mar Menor, dem größten Salzsee Europas, der nur durch eine kleinen Zugang mit dem Meer verbunden ist.

Es gibt viel zu tun…

Im Ort sieht es in vielen Straßen so aus:Der Zugang zum Naturschutzgebiet ist dagegen recht trocken.Holzstege führen quer durch das Ried.

Am Sonntag ist großer Mark in Los Alcázares.Wir decken uns mit leckeren Mandarinen und Orangen ein.

Am Churros-Stand: die kleinste Portion sind 8 Churros für 2€.  Damit dürfte der Kalorienbedarf für heute gedeckt sein 😉

Aber wenn schon, denn schon: die obligatorische flüssige Schokolade zum Eintunken des fritierten Brandteiggebäcks gehört halt dazu…Einen Churros gibt es gratis obendrauf, so dass wir gerecht teilen können: Uschi bekommt 2, ich 7 Teile.An einem schönen Sonntag findet, begleitet von Trommeln und Böllern eine kleine Prozession statt.

Es lässt sich hier gut aushalten, die meisten Camper kommen aus England und Skandinavien . Wir optimieren unseren Platz und haben mit den Briten Bob und Margaret sehr nette Nachbarn.Unser Frühstücksfernsehen:

Ein kleiner Wermutstropfen: Los Alázaeres hat einen Militärflughafen. Die Jets düsen manchmal im Minutentakt über unsere Köpfe hinweg.

Für Flugzeugfans vielleicht spannend. Wir genießen mehr die flugfreien Tage, die sich glücklicherweise in der Mehrzahl befinden.

Unsere Frischwasserpumpe zickt und liefert nur noch ein Rinnsal. Wir haben Garantie, der nächste Hobby-Händler ist in Elche, rund 80km entfernt, was für ein Glück. Also schauen wir dort vorbei.

Die Werkstatt von Caravanas Cruz macht einen aufgeräumten Eindruck, der Empfang auf englisch ist freundlich und man entschuldigt sich, dass wir noch kurz warten müssen, weil erst ein Fahrzeug aus der Halle gefahren werden muss, damit unser Hobby repariert werden kann. Wow. In einer guten halben Stunde ist die Pumpe ausgetauscht, der Preis sehr fair und die Kosten bekommen wir von unserem Händler in Ettenheim erstattet. Vielen Dank hierfür an Herrn Alexander Ernst von Ernst-Caravan.

Mit ordentlichem Wasserdruck fahren wir wieder an die Steilküste in Torrevieja. Nicht nur uns zieht es immer wieder dorthin. Bereits zum dritten Mal haben wir Patrick als Nachbarn, einem netten Holländer, der ein Jahr lang mit seinem Van quer durch Europa reist.

Die Temperaturen sind für Mitte Dezember voll in Ordnung.

Weiter südlich kommt gerade ein Tief über den Atlantik.

Wir haben es aber auch gar nicht eilig, weiter als Portugal wollen wir in diesem Winter nicht. Auch hier im Ort hat das Unwetter viel vom Sandstrand weggespült. Man hat bereits neuen Sand herbeigeschafft, der mit schweren Gerät verteilt wird.

Der ist knallweiß, ob das so beabsichtigt war? Mal schauen, wie das aussieht, wenn es fertig ist.Sonnenuntergang ist momentan um 17:45 Uhr und damit eine gute Stunde später als in Freiburg. Manchmal begleitet von einem spektakuläres Abendrot.

Der Sonnenaufgang dagegen zeitgleich um 8:11 Uhr, allerdings oft mit Meerblick. Ob wir uns daran jemals sattsehen können?

Die Route auf der N-332 Torrevieja – Los Alcázares – Elche – Torrevieja.

 

Fahrzeugvorstellung Hobby Optima

Nach James Cook und Weinsberg Carabus ist unser 3. Reisemobil ein Hobby Optima De Luxe T 65 GQ, ein sogenannter ‚Teilintegrierter‘: das Fahrerhaus und Chassis ist von Fiat, der Aufbau von der Firma Hobby. Wie wir zu diesem Fahrzeug gekommen sind, ist hier nachzulesen.

Mit 7m ist er 64cm länger als unser bisheriger Kastenwagen. Die Breite beträgt 2,33m. Auf der Seite sieht man die Steckdose für 230V, den Deckel für den 100 Liter Frischwassertank, das Fach für die Gasflaschen und hinten den Zugang zur Heckgarage.

Coupeheck 😉  mit Rückfahrkamera.

Beim Motor haben wir uns kaum verändert: es ist wieder der Turbodiesel mit 130PS und 2,3 Liter Hubraum. Allerdings jetzt mit Euro 6 statt Euro 5.Die Außenspiegel stehen wegen des breiten Aufbaus recht weit raus.

Mit den weißen Protektoren, die einfach angeklebt werden, sind die Spiegel für den Gegenverkehr besser sichtbar und ggf. auch ein wenig geschützt.Als Zubehör haben wir einen Radträger anbringen lassen.

In das Gasfach passen 2x 11 kg-Gasflaschen. Mit Gas wird gekocht, geheizt und der Kühlschrank gekühlt. Im Ausland problematisch: jedes Land hat seine eigene Gasflaschen. Deshalb verwenden wir 1 LPG Gastankflasche. Mit einem EU-Adapterset kann diese an LPG-Tankstellen gefüllt werden.

Auf einer kleinen Anzeige sieht man den Füllstand. Als Reserve dient eine 2. deutsche Gasflasche.

Der Stauraum im Heckbereich ist großzügig bemessen. Theoretisch hätten auch 2 Fahrräder Platz, damit wäre die Heckgarage aber zum Großteil gefüllt, außerdem hat man den Schmutz der Räder drin. Darum haben wir uns für einen Fahrradträger entschieden. So bleibt reichlich Platz für das ganze andere Gerödel. Auch für ein Reserverad, welches serienmäßig bei den meisten Wohnmobilen nicht mehr mitgeführt wird.

Der Wohnraum verfügt neben den drehbaren Fahrersitzen über eine kleine Eckbank und einen separaten Sitz neben der Eingangstür. 4-5 Leute können bequem um den verstellbaren Tisch sitzen. 3 Seiten-, 2 große Dachfenster und die Front- und Seitenscheiben spenden viel Licht, lassen sich aber auch alle verdunkeln.

Hier die Eckküche mit 3 flammigen Gasherd und Spülbecken: die Möbel haben eine sehr ordentliche Qualität, die Schubladen schließen selbstständig.

Der Absorber Slimline-Kühlschrank kann mit Gas, 230V Außenstrom oder während der Fahrt mit 12V betrieben werden. In jedem Fall macht er bisher seinen Job gut.

Im Heck der Schlafbereich mit Queensize-Bett, Kleiderschränken und Ablagen. Rechts und links je ein Fenster mit Gardinen und Stores. Außerdem gibt es ein Dachfenster. Alle Fenster haben Insektenschutzgitter und Verdunklungsrollos.

Das WC kann mittels Lamellentüren entweder vom Schlafbereich oder vom Wohnraum betreten werden, hat 2 Spiegelschränke, jede Menge Spiegel und ein Dachfenster….

…. ebenso die separate Dusche auf der anderen Seite.

Schick gemacht: die bodengleiche Duschwanne.Über dem Kühlschrank haben wir eine 12V-Mehrfachsteckdose installiert, die auch permanent die Ladung der Bordbatterie anzeigt. Daran befindet sich ein LTE-Router von Huawai mit einer Verstärkerantene. Rechts davon die Temperaturanzeige des Kühlschranks. Die haben wir zwischenzeitlich durch ein Funkmodell ersetzt.

Das Panel für die Truma Combi 6 Heizung ist neben dem Bett angebracht. So kann man morgens mit einem Handgriff die Innentemperatur für das Frühstück hochdrehen, ohne Aufstehen zu müssen 🙂Auch die Gradzahl für den Warmwasserboiler, die Lüfterleistung, eine Zeitschaltuhr etc. werden damit bedient.Insgesamt 10 Heizluftöffnungen, die einzeln eingestellt werden können, sorgen für eine angenehme Wärmeverteilung im Fahrzeug. Am Hobby-Panel im Wohnraum kann die Heizung ebenfalls bedient werden…… und vieles mehr. Zum Beispiel die Beleuchtung: 34 (!) LED Lampen und Lichtleisten können hier angesteuert und teilweise gedimmt werden.Dann gibt es einen Monitor für die Batterien. Serienmäßig ist eine 95Ah AGM Bordbatterie verbaut, die über die Lichtmaschine oder über 230V Landstrom aufgeladen wird. Wir haben außerdem ein 130 Watt Solarpanel einbauen lassen. Mit Sonne schafft es das Panel meistens unseren Stromverbrauch auszugleichen. Bei Dauerbewölkung geht die Batterie nach 2 Tagen in die Knie. Da werden wir noch nachrüsten, vermutlich ein weiteres Panel und eine Lithiumbatterie.Und hier die Anzeige im Übersichtsmodus.Oben in der Leiste wird ein Kalender, die Uhrzeit sowie die Innen- und Außentemperatur angezeigt.

Nochmal einen Blick in den beleuchteten Innenraum…

… hier mit geschlossener Schlafzimmertüre. Ein wirklich cleveres Konzept. Das WC erreicht man dann durch die Lamellentüre links.

Das Blaupunkt-Radio mit Rückfahrkamera verfügt über alle aktuellen Schnittstellen und ein Navigationssystem – wir verwenden allerdings die Navi-Software vom iPhone. Wirklich gut ist der Sound der 6 Lautsprecher.Im Vergleich zum Kastenwagen wohnt man viel großzügiger, die innere Größe macht sich aber auch außen bemerkbar: manche Parkplätze, die bisher gerade noch so gingen, können nicht mehr genutzt werden. Der Weinsberg Carabus war ein Fahrzeug, in dem man wohnen konnte, der Hobby Optima ist eine Wohnung, die fährt. Beides hat seine Reize, seine Vor- und Nachteile.

Seit gut 3 Monaten und 6000 km sind wir mit dem Fahrzeug unterwegs und recht zufrieden. Ein paar Kleinigkeiten, die uns auf der ersten Tour aufgefallen sind wurden von der Firma Ernst bestens behoben, z.B. wurde der Thermostat der Standheizung ausgetauscht.

Wir werden über unsere Erfahrungen mit dem Hobby Optima weiter berichten…

 

 

 

November 2019 Torrevieja

Mit frisch gefüllten bzw. geleerten Tanks fahren wir zum Naturpark El Fondo. Es hat die ganze Nacht geregnet und die letzten Meter auf der Schlaglochpiste sind entsprechend matschig.

Der geschotterte Parkplatz ist aber trocken. Hier haben wir im letzten Jahr Alva und Ihre Eltern getroffen. Liebe Grüße, falls Ihr das hier lest! 🙂

Im Naturpark gibt es diverse Wanderwege, ein Rundweg ist komplett barrierefrei.

Diverse Beobachtungsstationen sollen einen Blick auf die Vogelwelt ermöglichen.

Die Vogelwelt spielt aber nur bedingt mit. Ausgerechnet an den Stationen machen sich die gefiederten Freunde sehr rar.

Wer aber in Ruhe und am bestens morgens durch die Landschaft streift findet jede Menge schöne Ausblicke – und auch Vögel.

Sehr praktisch: am kleinen Besucherzentrum gibt es Trinkwasser und öffentliche Toiletten. Der coole Landy musst auch mit aufs Bild.

Der Wind pfeift ordentlich, die Temperaturen können sich aber sehen lassen.

Im Hobbyt ist es angenehm warm. Nur gegen Morgen springt die Standheizung an. Die 6,7 Grad ‚Außentemperatur‘ betreffen den Kühlschrank. Der macht seinen Job sehr ordentlich bei einem überraschend geringen Gasverbrauch.

Wir freuen uns auf unser nächstes Ziel: in Torrevieja sind wir letztes Jahr eine ganze Zeit hängengeblieben – entgegen der Empfehlung unseres Reiseführers, der die Stadt als ‚eher unattraktiv‘ beschreibt. Finden wir nicht, es ist doch idyllisch hier:

Naja, zugegeben: das ist alles eine Frage der Perspektive. Oder des Bildausschnitts.

Der Standplatz ein wenig außerhalb des Zentrums ist auf jeden Fall cool.

Allzu nah sollte man nicht an den Klippen parken, die sind brüchig.

An der nahen Bucht wird gerade mit schwerem Gerät und viel Personal das Treibgut eingesammelt.

Auf der Promenade das übliche Bild: Spanien läuft! Nirgends sehen wir so viele Jogger, Läufer, Geher wie in Spanien.

Am Abend füllt sich unser Klippenparkplatz. Die Nationalitäten sind bunt gemischt: Holländer, Skandinavier, Deutsche. Aber auch Spanier, Franzosen, Italiener, Schweizer etc. sind vertreten. Alleine steht man in Spanien an der Küste nirgends mehr.Um 7.30 beginnt die Morgendämmerung, kurz vor 8 ist dann die Sonne da.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es viele in Torrevieja. Unser Lieblingsmarkt Mercadonna ist mehrfach vertreten, aber für uns nur mit dem Fahrrad zu erreichen. Die Parkplätze sind für Wohnmobile viel zu klein. Es ist auch keine Option, in einer Seitenstraße zu parken, weil die Einkaufswagen elektronisch gesichert sind. Aldi und Lidl haben großzügigere Parkflächen. Den Einkaufswagen konnte man auch hier keinen Zentimeter weiter bewegen, weil Richtung Grundstückgrenze die Räder blockieren.

Irgendwann steht unser 100 Liter Frischwassertank wieder auf ‚Reserve‘. Als ‚eiserne Reserve‘ führen wir noch 10 Liter in einem Kanister mit, aber das Gas und der Diesel neigen sich auch dem Ende. Über die Apps ‚Gas All‘ und ‚MyLPG‘ finden wir eine günstige Tankstelle und über ‚Park4night‘ einen Stellplatz zur Ver- und Entsorgung. Der liegt etwas seltsam zwischen Wohnhäuser, tut aber seinen Zweck. Nagelneue und blitzsaubere Duschen sowie Waschmaschine und Wäschetrockner runden das Angebot ab (GPS: 37.958225, -0.705558).

Nachdem die Hausaufgaben gemacht sind, geht es nach einer ruhigen Nacht wieder auf dem Klippenplatz in Torrevieja.

Die gefahrenen Kilometer hielten sich in den letzten 10 Tagen sehr in Grenzen.

November 2019 Ab in den Süden!

Ende Oktober werden die letzten Termine zuhause abgearbeitet, dann geht es ab in den Süden. Naßkaltes Wetter veranlasst uns, die schnelle Autobahn zu nehmen und so sind wir am übernächsten Tag bereits kurz vor den Pyrenäen auf dem offiziellen Stellplatz von Leucate Plage (GPS: 42.899399, 3.05384).

Mittags  reicht es noch für ein erstes Sonnenbad, dann holen uns die Wolken aus dem Norden ein, es wird kühler und regnerisch. Immerhin mit nettem Regenbogen.

Tags darauf bleibt der Himmel bedeckt, wir kaufen Baguette, Käse, Salami, Kaffee und Hähnchen bei Carrefour, dann geht es über die Pyrenäen nach Spanien. In Cambrils waren wir schon öfters. Auch in diesem Jahr haben wir Glück und ergattern einen Platz in der ersten Reihe. Stellplatz bei CambrilsEinfach schön hier. Fühlt sich an, wie Freies Stehen, aber mit den Annehmlichkeiten eines Campingplatzes. Leider stürmt es nachts wie verrückt und das soll erstmal zu bleiben. Also bläst uns das Winterwetter weiter Richtung Süden.Aussicht Cambrils… bis nach Pucol an einem ebenfalls bewährten Platz am Strand. Viele Fotos haben wir in diesem Jahr nicht gemacht, es hat sich aber hierzu nicht viel verändert 😉 Pucol

Wir schauen unterwegs immer auch nach neuen Plätzen, landen aber meist bei Bewährtem, wie auch hier in Tavernes (GPS: 39.080907, -0.212505).Tavernes am StrandMit 11€ incl. Strom und blitzsauberen Sanitäranlagen sicher einer der günstigsten Möglichkeiten in Spanien auf einem offiziellen Stellplatz zu überwintern. Das machen auch viel Stammgäste, wer länger bleibt, zahlt noch weniger. Wir bleiben immerhin ein paar Tage.Tavernes StellplatzAuch Calpe steht in diesem Jahr wieder auf dem Programm.Calpe FelsenIm Ort ist das Parken mit dem Wohnmobil überall verboten.Calpe WohnmobilverbotDie Stellplätze sind gut gefüllt, auch hier bleiben viele über den Winter. Wir haben Glück und bekommen einen Platz, der normalerweise für einen Stammkunden reserviert ist. Der ist aber gerade nicht da.Calpe StellplatzDie anderen Plätze sind schon sehr eng. Immerhin mit Blick auf den Penyal d’Ifac. (GPS: 38.65199, 0.069313)Calpe Stellplatz AussichtDie Infrastruktur in Calpe ist toll, der Ort beliebt. Immer noch werden Hochhäuser gebaut. Manche sehen recht schick aus.Calpe HochhausVermutlich wird auch dieses Haus direkt an der Promenade mal einem Höheren weichen.Mitten in Calpe befindet sich ein Salzsee, der entstand, als sich rechts und links des Felsens Sedimente ablagerten. Der Penyal d’Ifac war früher mal eine Insel und die Häuser dort sind buchstäblich auf Sand gebaut.Calpe SalineEine Zeitlang wurde der vom Meer abgetrennt See zur Salzgewinnung genutzt, heute ist er ein Rückzugsgebiet für Zugvögel.Ein Wanderweg führt rundherum.Mitten in der 1a Promenadenlage liegt ein großes, naturbelassenes Grundstück.

Hier haben die Römer Ihre Spuren hinterlassen. Calpe bietet einiges, aber nach ein paar Tagen auf dem Stellplatz wollen wir wieder raus in die Natur. Am Cap von Santa Pola führt eine kleine Straße durch ein unbebautes Landschaftsschutzgebiet. Campen  ist dort nicht erlaubt, es wird aber toleriert, wenn man sein Wohnmobil in einer der vielzähligen Seitenbuchten parkt. Und den Klappstuhl darf man auch rausstellen 🙂Santa Pola

Wir sind immer wieder begeistert von diesem Platz.

Wie immer verlassen wir unsere Umgebung sauberer, als wir sie vorgefunden haben und sammeln mit Handschuhen den Müll in der Umgebung. Nach einer knappen Viertelstunde ist die Tüte gefüllt 😦  Einiges davon wurde vom Meer angespült, das meiste stammt aber von Tagesausflügler. Die Leute werfen ihren Müll in die wunderschöne Landschaft, obwohl alle paar hundert Meter Abfallcontainer vorhanden sind. Das werden wir nie verstehen…Von unserem Platz aus führen kilometerlange Wanderwege entlang der Küste, für längere Touren haben wir in diesem Jahr unsere Räder dabei.

Hier bleiben wir erstmal 🙂

Aber irgendwann sind die Tanks leer bzw. voll und die Vorräte werden weniger. Da trifft es sich gut, wenn auch das Wetter zur Weiterfahrt einlädt. Wir gehen shoppen und buchen uns auf dem Campingplatz Las Palmeras ein (GPS: 38.240341, -0.812141).Frischwasser gibt es direkt am Platz, Strom ist auch inklusive. Und falls die Sonne rauskommt steht schon der Pool bereit.

In den letzten knapp 3 Wochen haben wir rund 1800km zurückgelegt, bei einer Fahrtzeit von 24 Stunden.