September 2019 BaWü+Bayern

Anfang September wird unser neues Fahrzeug bzw. Zuhause geliefert, wir können wieder auf Tour gehen. Das erste Ziel ist Donaueschingen, hier waren wir schon öfters, es ist aber immer wieder nett hier. Ein Blick auf die Donauquelle:

Von dort sind es 2840 Kilometer bis zum Meer. Das wäre eigentlich auch mal eine Tour…

Unsere erste Übernachtung auf dem Donaueschinger Stellplatz mit unserem…. ja, wie nennen wir ihn denn? Beim ersten Fahzeug, einem James Cook, lag der Name auf der Hand. Der Weinsberg Carabus, war ‚der Bus‘. Das ist der Hobby Optima definitiv nicht mehr. Und ‚Wohn-mo-bil‘ ist uns zu lang. Uschi kam darauf, dem Hobby ein ‚t‘ hinzuzufügen, und so ist es jetzt unser Hobbyt 🙂DonaueschingenAuf dem Stellplatz in Bad Dürrheim wird der Hobbyt eingehend getestet. In der Stellplatzgebühr ist übrigens täglich der kostenlose Eintritt in die Therme enthalten. Ein Schnäppchen.Bad Dürrheim

Weiter geht es an einen kleinen Stausee in Oberdigisheim.

Unterhalb der Staumauer befindet sich der kostenlose Stellplatz..Für ein kurzes Bad reicht die Wassertemperatur gerade noch aus.

Ringsum gibt es tolle Wanderwege. Steil, aber schön. Mit Wald…

… und Aussicht.

Das nächste Ziel ist der Altmühlsee.

Die Seenlandschaft ist erst in den 80er Jahren entstanden, das sieht man ihr nicht an. Zwischenzeitlich haben sich hier viele Vögel eingenistet.

Und auch Biber sind aktiv.

Im Sommer ist hier sicher viel los. Die Infrastruktur mit Stellplätzen, Badestränden, Bootsverleih, Rad- und Wanderwegen ist perfekt.

Das trifft auch auf den nahegelegenen Brombacher See zu. Die Stellplätze sind beliebt, man sollte vormittags ankommen. Mit 13,50€ nicht billig, man hat aber Seeblick und am Yachthafen gibt es gute Sanitäreinrichtungen mit warmen Duschen.

Und dann sind wir wieder einmal in Amberg 🙂  Uschi hat dort familiäre Wurzeln, uns zieht es immer wieder in diese Wohlfühlstadt.

Einer der Gründe ist die Gaststätte Rußwurmhaus, mit dem vermutlich leckersten Krustelbraten Bayerns 😉

Amberg hat einen superschönen Stadtkern mit intakter Stadtmauer und vielen mittelalterlichen Toren.Und ein kleines, aber feines Theater für die Abendkultur.

Ein steiler Wanderweg führt auf den Maria-Hilf-Berg zur Wallfahrtskirche….

… und der Wallfahrts-Gastwirtschaft nebenan mit Amberger Hellem vom Faß und gigantischen Windbeutel.

Nach einer knappen Woche trennen wir uns eigentlich ungern von Amberg, aber wir wollen wieder etwas Neues sehen und landen in Pottenstein.

Das Parken mit dem Wohnmobil ist dort überall verboten, etwas außerhalb gibt es einen Stellplatz.Direkt am Platz beginnen die Wanderwege. Sehr steil, aber nett.

Zwei Tage später gibt es wieder ein wenig Stadtkultur in Bayreuth. Der Besuch des Markgräflichen Opernhauses, ein Weltkulturerbe, ist ein Muss.

Ein paar Kilometer weiter lockt der vom Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth angelegte Felsengarten Sanspareil.

Ein Rundgang von 2 km führt durch die bizarre Felsenwelt des Landschaftgartens von 1746.

Dann sind wir in Rothenburg ob der Tauber:

Das bildschöne Städtchen mit dem mittelalterlichen Stadtbild zieht jede Menge Touristen an. Hier der Marktplatz:Die St.Jakobs-Kirche mit Riemenschneider-Altar:Man ist auf internationale Kundschaft eingestellt.

Die ehemalige Ratstrinkstube ist heute Touristinfo. Rechts und links der alten Stadtuhr von 1683 öffnen sich zu jeder vollen Stunde zwei Fenster. Zwei lebensgroße Figuren stellen dort den historischen ‚Meistertrunk‘ nach.

Der Sage nach bewahrte der Bürgermeister die Stadt 1631 vor Plünderung und Brandschatzung durch General Tilly, indem er -Tillys Zweifel zum Trotz- einen Pokal mit 3l Wein in einem Zug leerte. Wohl bekomms!

Das ‚Spektakel‘ wurde nicht nur von uns bildlich festgehalten…

Es gibt auch ruhige Gassen in Rothenburg.

Über steile Stufen geht es auf die Stadtmauer

Auf einem 4km langen Weg kann man die Stadt umrunden. Dieses Vergnügen hatten wir das letzte Mal in Dubrovnic

Knapp 4 Wochen und 1000km sind wir schon mit dem Hobbyt unterwegs und freunden uns zunehmend mit ihm an. Wenn es Euch interessiert, werden wir das Fahrzeug mal genauer vorstellen.

Die Unfallabwicklung mit der gegnerischen Allianz-Versicherung gestaltet sich leider zäh, wir werden wohl Klage erheben müssen – und über den Ausgang berichten.

 

August 2019 Fahrzeugsuche

Die Suche nach einem adäquaten Ersatz für unseren schönen Bus gestaltet sich schwierig. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Kombination Automatikgetriebe / Dieselstandheizung / Kompressorkühlschrank / Maxifahrwerk nicht zu finden. Bei einer Neubestellung müssten wir 6-8 Monate warten, weil das neu entwickelte Automatikgetriebe von Fiat vorher nicht lieferbar ist. Von Knaus steht ein schicker Kastenwagen auf VW Crafter-Basis auf dem Hof:Leider fällt er wegen des ‚Raumsparbades‘ durch: die Idee, den Flurbereich abwechselnd für Küche und WC zu nutzen gefällt uns überhaupt nicht. Außerdem stellen wir fest, dass der VW mit seiner Außenlänge von 6,98m innen nicht mehr Platz bietet als der Ducato mit seinen 6,36m, eher weniger. Das trifft auch auf unsere nächste Besichtigung zu: dem VW Grand California:Der bietet innen nochmal deutlich weniger Stauraum als der Knaus. Wo beim Ducato zwei große Hängeschränke verbaut waren, gibt es hier nur 2 offene Fächer mit viel Plastik ringsum:

Noch krasser geht es im Küchentrakt zu. Sowohl bei der 6m als auch bei der 6,98m Variante des Grand California vermissen wir den gewohnten Stauraum.

Das Bad mit dem Klappwaschbecken gefällt uns auch nicht.

Fassen wir zusammen: ein Ducato nach unserem Wunsch hat laaange Lieferfristen. Und dann einen neu entwickelten Motor sowie ein neu entwickeltes Getriebe, was im ersten Jahr gerne mal zu Rückrufaktionen führt. Einen passenden Crafter gibt es nicht. Auch bei Mercedes, Renault oder Opel werden wir nicht fündig. Die Idee ist jetzt, eine günstige Alternative als Übergang zu kaufen. Das einzige Fahrzeug, das bei unserem Händler auf dem Hof steht ist dieses Wohnmobil:

Es hat allerdings Mängel und ist nur für den Export vorgesehen, soll aber trotzdem noch rund 20t € kosten. Im Internet finden wir einen interessanten Oldie: 29 Jahre alt, 1.Hand, macht einen gepflegten Eindruck, steht aber leider in Nürnberg. Trotzdem fahren wir hin. Die Realität sind allerdings übel aus: der vordere Teil ist neu überlackiert, keine Ahnung was sich darunter versteckt.

Der Rest der Karosse ist total abgerockt, wie auch die anderen Fahrzeuge, welche der Händler auf dem Hof stehen hat.

Auf der Heimfahrt machen wir Halt bei diversen Wohnmobilhändlern. Leider ist das Angebot von Fahrzeugen mit Automatikgetriebe gleich Null. Aber siehe da: ganz zum Schluß werden wir in Ettenheim bei Ernst-Caravan fündig: ein schwarz-weißer Hobby springt uns ins Auge. Ein Ausstellungsstück von 2018 mit schicker Ausstattung, einem interessanten Preis – und Automatik 🙂   Nach einer kurzen Überlegung schlagen wir zu und können Anfang September zur ersten Tour starten. Wir werden berichten 😀

 

Juli 2019 Ausgebremst :-(

Eigentlich wollten wir Anfang August wieder auf Tour gehen und dann das:Aus diesem Feldweg rechts rollt ein Touran auf die B 3, wir sehen ihn durch das Maisfeld erst im letzten Augenblick.

Er knallt uns vorne rechts rein, dreht sich und landet im Graben. Der Fahrer kommt mit einer kleinen Platzwunde am Kopf davon.

Wir schaben auf der rechten Vorderachse noch ein paar Meter weiter.

Uschi hat einen Schock und wird vom Saniwagen in die Klinik gebracht, sonst ist uns glücklicherweise nichts weiter passiert.

Der Ducato sieht aber übel aus, vorne rechts ist alles kaputt, Getriebeöl läuft aus, das Fahrgestell ist an mehreren Stellen geknickt.

Wir übergeben die Angelegenheit einem Anwalt. Laut Gutachten betragen die Reparaturkosten mindestens 60t €, der Restwert beträgt 40t €. Das ist bitter, denn für eine Ersatzbeschaffung müssten wir rund 18t € drauflegen.

Wir hoffen, dass unser Anwalt da noch etwas machen kann.

Und überlegen, wie es nun mit unserer Reise weitergeht. Für die nächsten Monate werden wir wohl ohne Camper sein…. :-/

 

 

April 2019 Sagres-Ciudad Real

Der Faro do Cabo de Sao Vicente bei Sagres in Portugal ist der südwestlichste Punkt von Festland-Europa. Es zieht wie Hechtsuppe, aber es gibt einen netten Platz an der Sonne.

Auch nordwärts entlang der portugiesischen Atlantikküste bleibt es sehr windig.Plätze mit Ausblick sind reichlich vorhanden, auch über Nacht.

Überall locken Wege entlang den Steilküsten.

Die Straßen sind gut ausgebaut. Manchmal steil, manchmal naß, für den Ducato kein Problem.

Es geht nach Lissabon bei Schmuddelwetter. Wir werfen einen Blick auf die Ponte 25 de Abril und fühlen uns sehr an die Golden Gate Bridge in San Francisco erinnert: beide Brücken wurden von der American Bridge Company errichtet und beide erlebten wir im Nebel.

Eine Cristo-Rei Statue schaut in die gleiche Richtung. Das erinnert an Rio de Janeiro. Hm, da könnten wir doch auch mal hin…

Wir übernachten am Hafen von Seixal (GPS: 38.645243, -9.094172) und nehmen frühmorgens die Fähre nach Lissabon.

Nach einer 20minütigen Fahrt über den Fluß Tajo ist man in Lissabon. Und schon rumpelt die erste Straßenbahn an.

Dann geht es quer durch Portugals Hauptstadt, die Gebäude sind imposant…… hübsch…

… morbide …

…klassisch…

… legendär…

… und alle Sehenswürdigkeiten gut besucht. Und das an einem Werktag im April. Wie es hier wohl in der Hochsaison aussieht?Wir kaufen Tickets für die Hop-On/Hop-Off Bustour und schauen uns das Ganze mit Audioguide aus der oberen Bus-Cabrioetage an. So erhält man eine super Übersicht.

Am späten Nachmittag haben wir genug vom Großstadtrummel und fahren mit der Fähre und einem schönen Blick auf Lissabon zurück zum Hafenparkplatz in Seixal.

Es bleibt sehr windig an der Küste und im Norden Portugals soll es die nächste Zeit regnen bei 6-15 Grad. Wir fahren ins Landesinnere und folgen der N4 bis Badajoz. Und schon sind wir wieder in Spanien.

Vom schön angelegten Wohnmobilstellplatz (GPS: 38.884658, -6.978074) am Rio Guadiana gelangt man über eine mittelalterliche Brücke in die Altstadt, deren Festung man den maurischen Ursprung ansieht. Eine kleine Universität mittendrin bringt junges Leben in die Stadt.Badajoz FestungsmauerVon der frei begehbaren Festungsmauer hat man einen guten Blick auf die alte Alcazaba.

Wir folgen dem Rio Guadiana Richtung Osten und überqueren den Fluß über eine holperige Brücke römischen Ursprungs bei Medellin zum dortigen Stellplatz (GPS: 38.9655, -5.96311) .Medellin Stellplatz

Medellin hat nur knapp über 2.000 Einwohner, aber beachtliche historische Bauten aus allen Epochen.

Von der Burg hat man einen weiten Blick in die Extremadura.

Nach 2 Tagen fahren wir weiter bis nach Embalse de Garcia Sola. Hier wurde der Rio Guadiana aufgestaut und damit zum See.

Am unteren Teil in felsiger Umgebung…

… der obere Teil ist gesäumt von Wiesen und Weiden.Wir finden wieder einen idyllischen Übernachtungsplatz (GPS: 39.190601, -5.13506).

Es gibt so tolle Plätze entlang des Rio Guadiana. Hier beim Dörfchen Luciana (GPS: 38.980801, -4.29058).

Die große Picknickanlage nebenan ist am Wochenende tagsüber gut besucht. Abends wird es kühl und ruhig.Am Tag darauf ist es bewölkt, gut für eine kleine Wanderung.

Am Parque Nacional de Las Tablas gibt es 6 Plätze für Wohnmobile (GPS: 39.137798, -3.69542), die einzige Möglichkeit am Nationalpark zu übernachten. Am besten kommt man frühzeitig und reserviert im Besuchercenter einen der kostenlosen Plätze.

Vom Parkplatz aus führen drei verschiedene Wege durch das Naturschutzgebiet. Auch hier begegnet uns der Rio Guadiana indirekt wieder, er ist einer von zwei Flüssen, die das Feuchtgebiet speisen.

Allerdings leidet die Gegend immer wieder unter großer Trockenheit.Hier gibt es genug Wasser: der Stausee Emblase de Penarroya ist gut gefüllt.

Direkt nebenan darf man offiziell mit dem Wohnmobil unter Bäumen parken (GPS: 39.063329, -3.008272). Tagsüber sind wir hier noch alleine, abends kommen 5-6 andere Camper dazu.

Über der Staumauer thront eine alte Festung.

Bänkchen mit Aussicht…

Und wir verabschieden uns erstmal von Euch mit diesem Stausee-Blick. Familie, Freunde und Termine rufen, wir werden Richtung Heimat fahren und eine Blogpause einlegen. Vielen Dank für Euer Interesse!

Route: Sagres – Stausee in der Provinz Ciudad Real.

 

 

April 2019 Ein Jahr unterwegs

Als Erstes wollen wir einen treuen Mitreisenden vorstellen, der uns seit einem Jahr durch die Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko und Portugal begleitet: der gute Ratsherrentopf:Wir hatten ihn im April 2018 eingepackt, falls uns mal die frischen Lebensmittel ausgehen. Allerdings waren seither Keller, Kühlschrank und Tiefkühlfach stets gefüllt mit Leckereien. Uns blieb besonders in Erinnerung – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Italien: Focaccia (ligurisches Fladenbrot aus Hefeteig mit Olivenöl, Salz und Kräutern), superdünn geschnittener Schinken – und der beste Cappuccino der Welt
  • Kroatien: frischer Thunfisch, Cevapcici mit Ajvar
  • Griechenland: Kalamon-Oliven, Zaziki, Greek-Salad
  • Frankreich: Baguette, Nuß-Salami, Hähnchen
  • Marokko: Msemmen, Svenje, Tajine mit Lemonchicken, Tchicolata, Granatapfelsaft
  • Spanien: Seranoschinken, Fartons, Thunfisch, Alhambra-Bier
  • Portugal: Pastel de Natta (Blätterteig-Pudding-Törtchen), Brioche-Croissant

Demnächst muss der Doseneintopf aber dran glauben….  😉

Ein paar Daten zum letzten Jahr: knapp 20.000 Kilometer sind wir durch 12 Länder gefahren. Mit dem Weinsberg Carabus sind wir sehr zufrieden, das Fahrzeugkonzept und die -größe ist für uns optimal. Wir hatten nur 2 Defekte:  1. die Hängeschränke im Schlafbereich haben sich auf den albanischen Straßen von der Decke gelöst, aber bis Deutschland durchgehalten. Unser Fahrzeughaus WVD hat das repariert.    2. die Frischwassertankanzeige zeigt seit einem halben Jahr meistens ‚leer‘ an. Die Anzeige war allerdings nie genau und wir wissen, dass uns das Wasser mindestens 4 Tage reicht. Wahrscheinlich verzichten wir auf eine Reparatur.

Der Durchschnittsverbrauch von ~ 9,5 Liter Diesel / 100km geht beim Fahrzeuggewicht von 3,5 Tonnen in Ordnung. Den billigsten Diesel haben wir für 80 Cent in Marokko getankt, den teuersten in Italien für knapp 1,50€.  Weitere Details zum Fahrzeug gibt es hier.

Wir führen über alle Übernachtungen Buch und waren selbst überrascht von den durchschnittlichen Kosten: gerade mal 2,68€ / pro Nacht. Das hängt natürlich mit unserer Vorliebe für das Freie Stehen zusammen.

Bei den Lebensmittel fanden wir europaweit keine großen Unterschiede, manches kostet etwas mehr, einiges ist günstiger als in Deutschland.  Vom Gefühl her war es in Frankreich am Teuersten, gefolgt von Griechenland. Sehr preisgünstig kauft man in Marokko ein, mit Ausnahme europäischer Waren wie Wurst und Käse sowie Alkohol.

Neben unserer agenda2018.de – Webseite über die Vorbereitungen und Urlaubsreisen bis 2018 haben wir im letzten Jahr die Seite agenda2018.blog begonnen, als Reisetagebuch für unsere Familie und Freunde – und uns selbst.

Wir freuen uns aber über alle Besucher, schon über 20.000x wurde der Blog angeschaut, vielen Dank für Euer Interesse.

Wir sind selbst gespannt, wie es weitergeht und haben schon einen groben Plan. Es wird weiterhin berichtet, allerdings in reduzierter Form, damit das Internet nicht überläuft 🙂

Für heute verabschieden wir uns aus Portugal

Liebe Grüße! Uschi & Jürgen

Und zum Schluss eine kleine Diashow von der Steilküste bei Lagos/Portugal. Ein Hinweis an unsere Mail-Abonnenten: viele Mailprogramme können keine Diashows abspielen. Falls ihr sie sehen wollt, klickt in der Mail unten auf den Link mit der URL.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

März 2019 Matalascanas-Ferragudo

Sevilla war schön, aber 1 Tag Großstadt reicht uns. Über die mautfreien  A49 und A483 umrunden wir den Naturpark Donana und landen an dessen westlichen Ausläufer bei Matalascanas. Dort finden wir einen ruhigen Platz, direkt am Naturschutzgebiet (GPS: 36.989101, -6.52142).Der in den 70er Jahren errichtete Ort gibt optisch nicht viel her und ist wohl nur in den Sommermonaten bewohnt – wie oft bei diesen Urbanisationen in Spanien.Wunderschön ist aber die direkte Umgebung unseres Platzes.Nur ein weiterer Camper gesellt sich zu uns auf den Parkplatz, die Nacht ist ruhig und ohne Kunstlicht, so mögen wir das. Entlang der Küstenstraße geht es nach Huelva zum Einkaufen. Am dortigen Mercadona gibt es nur Plätze mit Höhenbegrenzung, wir brauchen aber mindestens 2,60m. Das treffen wir leider manchmal bei Supermärkten an. In Punta Umbria gibt es wieder reichlich Platz vor unserem Lieblingsmarkt.Ein paar Kilometer weiter finden wir einen Strandparkplatz zwischen kleinen Dünen (GPS: 37.207199, -7.03784). Wir bleiben ein paar Tage und treffen nette Leute. Besonders liebe Grüße an Sabine, Michael & Silas und an Friedericke und Theo!Nachbars Hundi Odin möchte gerne spielen…Na gut…Am kilometerweiten Strand ist viel Platz.Kein Bäcker in der Nähe? Egal, es gibt selbstgebackes Brot mit marokkanischem Mehl, Maismehl und Hefe aus Griechenland, spanischen Olivenöl und deutschen Körnern.Und dann verlassen wir Spanien über den Rio Guadiana…… und sind in Portugal. Die Maut auf der A22 kann nur elektronisch bezahlt werden. Wir wollen zwar nur kurz auf der Autobahn bleiben, aber das probieren wir mal aus.Es ist ganz einfach: hier wir das Nummernschild gescannt, man steckt die Kreditkarte in den Automaten und das wars. Mal schauen, wie dann die Abrechnung aussieht, wir werden berichten.Bei Moncarapacho fahren wir auf den Platz der Associacao as Cegonhas (GSP: 37.073745, -7.766399). Man kann dort auf einer Wiese zwischen Orangenbäumen stehen, wenn man Mitglied des gemeinnützigen Vereins ist.

Das sind wir jetzt befristet für 1 Jahr und 5€ Migliedsbeitrag. Die Übernachtungkosten betragen 6,50€ incl. Strom, Wasser, Duschen, WC , Müll etc. Ein interessantes Konzept und wir unterstützen damit irgendetwas mit Störchen.

Die Zu- und Abfahrt ist schmal, wie so manche Straßen in Portugal…

Auf der N 125 geht es Richtung Westen vorbei an Graffitis….

… in das Städtchen Faro. Es ist Sonntagmorgen und nicht viel los.

Nach einem ausführlichem Stadtrundgang fahren wir noch ein Stück bis kurz vor Portimao. Am kleinen Dorf Ferragudo finden wir diesen blumigen Platz am Strand (GPS: 37.122238, -8.522503).

Tagsüber sind Badegäste, Angler und Spaziergänger unterwegs, abends ist es ruhig und ab 22 Uhr bimmelt das Kirchlein das letzte Mal. Gute Nacht!

Route: Sevilla – Matalascanas – Ferragudo

März 2019 Sanlucar-Sevilla

Über die 2015 fertiggestellte 3,2 Kilometer lange Brücke ‚Puente de la Pepa‘ verlassen wir Cadiz in Richtung El Puerto de Santa Maria…… und landen an einer kleinen Bucht südlich des Ortes.Im Hafen dümpelt dieses hübsche Schiff:

Wer hier wohl wohnt?Die Aussicht vom Parkplatz (GPS: 36.581501, -6.26127) kann sich sehen lassen.Tags darauf geht es weiter nach Santlúcar de Barrameda, von hier stach Kolumbus 1498 in See und Magellan brach 1519 zu seiner ersten Weltumsegelung auf.Am Rand des Ortes kann man direkt am Strand stehen (GPS: 36.778599, -6.36889), aber vorsicht, es gibt einige Stellen mit Weichsand. Dort driften tagsüber Kids mit ihren Autos, nachts ist es aber ruhig.Vom Strandparkplatz führt eine Promenade am Fluss Guadalquivier entlang. Der Fluss führt jede Menge Sedimente mit sich, für einen Badeurlaub ist Sanlucar deshalb nur bedingt geeignet.Der 60.000-Einwohner Ort ist sympatisch, hier am zentralen Platz…… am Kastell…… und der Kirche Nuestra Senora de la O aus dem 14. Jahrhundert.Auch Störche fühlen sich in Sanlucar wohl:Die verwinkelte Altstadt mit hübschen Gebäuden und Kirchlein…Und den besten Fartons seit Malaga! (GPS: 36.779032, -6.352953)Das gibt Energie für den Heimweg!Im alten Fabrikgebäude wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, das über den riesigen Nationalpark Donana informiert.Der Park umfasst eine Fläche von 50.000 Hektar und war früher ein herzogliches Jagdrevier, der Herzogin Dona Ana verdankt er seinen Namen.

Wir buchen eine Tour. Zuerst geht es mit der Fähre über den Fluss Guadalquivier.

… und dann mit speziellen Allradfahrzeugen durch den Park.

Bei einer kleinen Pause kann man sich zu Fuß umschauen.

Trotz über 2 Stunden Fahrt bewegt man sich nur durch einen kleinen Teil des Parks und bekommt damit ein Gefühl für dessen Größe.

Am Oberlauf des Guadalquivier steigt man in ein Boot um, dass einen in 30 Minuten wieder zurück nach Sanlucar bringt.

Am nächsten Tag finden wir wieder einen top Strandparkplatz südlich von Chipiona  (GPS: 36.704025, -6.429377). Die Guardia Civil schickt freundlich aber bestimmt eine Famlie weg, die neben uns mit Wohnwagen ankommt und ein Partyzelt aufbaut.

Der Blick durch die Frontscheibe am nächsten Morgen:Nach dem Frühstück: Strandspaziergang bei Ebbe.

Mittags fängt es kräftig an zu winden und der feine Sand wirbelt heftig um den Bus. Dann geht es eben weiter, Richtung Sevilla. Unterwegs parken und übernachten wir an einem großen Picknickplatz (GPS: 36.840178, -6.012386)…

…und fahren am nächsten Morgen einen Wohnmobilstellplatz an (GPS: 37.360895, -5.994774  mit Duschen/WC, Ver- und Entsorgung). Wie in manch anderen spanischen Großstädten wird oft davon abgeraten, dass Fahrzeug unbewacht stehen zu lassen. Der Platz ‚Areas Autocarvanas‘ im Hafengebiet ist keine Schönheit, aber man parkt sicher und ist nur 2-3 km von der Altstadt entfernt.

Unsere Scooter kommen wieder zu Einsatz.Für Stadtbesichtigungen sind die Roller genial.

Der Plaza de Espana in Sevilla.Der Torre del Oro, einst ein arabischer Wachposten am Guadalquivier, heisst so, weil entweder in ihm Gold aufbewahrt wurde oder er mit goldenen Kacheln verziert war. Oder auch nur mit gelben…. 😉

Was für eine schmucke Stadt!Im Zentrum die Kathedrale, nach dem Petersdom in Rom und der St. Paul’s Cathedral in London, die Drittgößte der Welt.Man braucht Zeit für die Umrundung…Dem Glockenturm sieht man an, dass er als Minarett erbaut und erst im Zuge der Reconquista ‚umgewidmet‘ wurde.Auf eine Innenbesichtigung verzichten wir, die Schlange am Kassenhaus ist gute 50 Meter lang. Am Alcazar sicher 100 Meter. Auch hiervon gibt es deshalb keine Innenaufnahmen.Zur Stärkung: Churros mit heißer Schokolade.

Dann rollern wir weiter zu Bauwerken…

… und durch Parkanlagen und legen so einige Kilometer zurück.Nach einem erholsamen Schlaf haben wir beim Frühstücken im Bus diesen Blick auf den Industriehafen von Sevilla:

Route: Cadiz – Sanlucar – Sevilla