Januar 2019 Caminito del Rey+El Torcal

Das Wichtigste zuerst, Uschi kommt vom Heimaturlaub zurück:Mit der App ‚Plane Finder‘ kann ich den Flug in Echtzeit verfolgen, z.B. kurz nach dem Start in Basel:

… und kurz vor der Landung. Sehr praktisch, denn dadurch bekomme ich mit, dass die Ankunft 20 Minuten früher ist, als geplant. Uschi ist bekannt dafür, dass sie ihre Termine mehr als pünktlich einhält. Wir hätten nicht gedacht, dass das auch bei Flugreisen funktioniert .:-)

Zur Ankunft gibt es zwei Cappuccini am Strand von Málaga (GPS: 36.6805, -4.44661).In vielen spanischen Städten kosten die Museen Sonntags keinen Eintritt, so auch das private Automobilmuseum in Málaga.Design-Ikonen werden hier nebst passender Vintage-Mode präsentiert.

Der Flower-Power Rolls-Royce von John Lennon, den die Beatles gerne benutzt und den Rolling Stones und Bob Dylan ausgeliehen haben:

Wir machen ein Ausflug zum Wandersteig Caminito del Rey. Der Zugang kostet 11,55€ und muss vorher online gebucht werden. Im Preis enthalten ist ein Shuttle-Bus, der einen nach der rund 4-stündigen Wanderung wieder an den Parkplatz zurückbringt.

Die Wege hangeln sich spektakulär an der Felswand entlang, Schwindelfreiheit ist von Vorteil.Ehemals als ‚gefährlichster Klettersteig der Welt‘ bekannt, ist der Weg jetzt bestens ausgebaut, Schutzhelme sind trotzdem Pflicht. Ein wunderbares Naturerlebnis, weit unten in der Schlucht rauscht das Wasser, über uns fliegen Gänsegeier. Hier eine kleine Diashow:

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Das nächste Highlight, El Torcal mit seinen Karstformationen liegt auf 1.200m Höhe, nachts fallen die Temperaturen auf 0 Grad. Wir übernachten deshalb etwas tiefer auf dem kostenlosen Womo-Parkplatz in Antequera incl. Ver- und Entsorgung (GPS: 37.0214, -4.57218). Morgens geht es über steile Straßen ins Gebirge. Die Anfahrt sieht vielversprechend aus:

Der Parkplatz (GPS: 36.952999, -4.54437) ist nicht sehr groß, man sollte also früh hier sein. Der Naturpark kostet keinen Eintritt, zwei Rundwanderwege führen durch das Gebiet. Es lässt sich aber auch abseits wandern und klettern, wie dieser Steinbock:Die Landschaft erinnert uns an die Nationalparks im Südwesten der USA.Gegen Mittag steigt die Temperatur auf bis zu 15 Grad, bestes Wanderwetter.

Wir machen unzählige Fotos, hier ein paar per Diashow:

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So schön das hier oben auch ist, am Meer ist es wärmer. Deshalb fahren wir wieder an den bewährten Strandplatz in Málaga, die Hundis kennen und begrüßen uns.Es lässt sich hier aushalten. In der Nähe werden Churros angeboten.Ein leckerer, nicht ganz kalorienarmer Snack. Serviert mit einer Art heißem Schokoladenpudding zum Eintauchen des warmen Fettgebäcks.Die elektrischen Leih-Scooter von Lime S werden genutzt.Und immer wieder sind wir an der hübschen Promenade von Málaga.

An den Strandbars Kachelbilder mit historischen Ansichten.Route: A: Málaga, 1:Caminito del Rey, B: El Torcal de Antequera

 

Januar 2019 Baelo Claudia+Tanger

Tarifa = nette Vanlifer, Kiter, Surfer. Fast immer windig, tagsüber rund 18 Grad, nachts immerhin zweistellig, während es, egal ob in Richtung Süden, Osten oder Westen, auf 5-8 Grad abkühlt. Keine Ahnung, warum das so ist. Falls jemand ein Erklärung hat, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen. Also bleibe ich erstmal in Tarifa. Die grüne Umgebung mit saftigen Wiesen erinnert an die Heimat. Nur, dass die kleinen Büsche Zwergpalmen sind und sich die Kühe Anfang Januar sonnen können.Eine Gegend, in der man sich niederlassen könnte. Das dachten schon die alten Römer. Das 17 km entfernte Baelo Claudia kostet EU-Bürger keinen Eintritt, da die Ausgrabungen subventioniert wurden. Was für eine tolle Lage:Der Rundweg führt eine gute Stunde durch die alte Stadt mit Tempeln, Plätzen, Badehäuser, Schulen, Fischfabriken usw. Man bekommt einen Flyer zur Orientierung, zusätzlich ist alles auf Tafeln in spanisch und  englisch beschrieben.So lässt es sich in die Zeit vor rund 2000 Jahren eintauchen.Das schicke Museum bietet Zusatzinformationen und Exponate.Auf dem Rückweg nach Tarifa bietet sich ein Abstecher zur Duna de Valdevaqueros an.

Zwischen Spanien und Marokko verkehren mehrmals täglich Fähren von FRS, außerdem gibt es für 66€ eine geführte Tagestour nach Tanger, incl. Überfahrt und Mittagessen. Sascha, den ich am Strand von Tarifa kennengelernt habe, und ich sind pünktlich morgens am Hafen, die Schnellfähre soll um 9.00 ablegen und in nur 35 Minuten in Tanger ankommen. Die Abfahrt verspätet sich allerdings um 1 Stunde und die Überfahrt dauert auch eine knappe Stunde. So lässt sich Sprit sparen, auch gut. Wir haben ja Zeit.

Die Einreiseformalitäten werden auf dem Schiff erledigt, am Hafen von Tanger wartet ein Minibus und unsere kleine Reisegruppe von 15 Leuten bekommt eine Stadtrundfahrt. Dann geht es weiter durch das Villenviertel an das Cap Espartel mit Blick auf die Straße von Gibraltar.Der Tourguide versorgt unsere internationale Kleingruppe mit reichlich Informationen auf spanisch, französisch, englisch und deutsch.Optional gibt es einen Kamelritt um einen Parkplatz für 2€. Kann man machen, muss man aber nicht.Dann wird die Herkulesgrotte besichtigt. Es gibt darüber viele Legenden und Geschichten, die Höhle selbst sieht sehr bearbeitet und unnatürlich aus. Der Höhlenausgang Richtung Meer wird als ‚Karte Afrikas‘ bezeichnet. Schon ganz nett und es wird kein Eintritt verlangt.Zurück in Tanger tauchen wir ab in die Medina und besuchen einen Laden mit Stoffen und einen Kräuterladen.

Das sind im Prinzip Verkaufsveranstaltungen. Der supernette Berber, der Sascha und mir auf bestem deutsch die Vorzüge der Salben und Öle erklärt, wird leider am Schluß von seinem Chef übel zusammengeschissen, weil er uns nichts verkauft hat.Weiter geht es durch die Medina zum ehemaligen Sultanspalast, der jetzt ein kleines Museum beherbergt.Das ‚typisch marokkanischen Restaurant‘ in dem wir unser Mittagessen bekommen sieht aus, als wäre es für Bustouristen eingerichtet. Es sind auch keine anderen Gäste da. Das Essen ist aber ok und dann geht es nochmal durch die Altstadt und wir bekommen ‚Freigang‘ für eine gute Stunde.

So tauchen wir auf eigene Faust in das Gewimmel der Medina ab. Wir lehnen diverse Angebote an Touri-Kitsch und Drogen ab, dafür kaufe ich 2kg Mandarinen für 1€ und wir schauen uns schöne und nicht so schöne Ecken in Tanger an. Ein wenig verirren wir uns im Labyrinth der Altstadt, sind aber trotzdem wieder pünktlich an vereinbarten Treffpunkt.

Dann geht es mit dem Minibus zurück zum Hafen, wo die Schnellfähre wieder eine Stunde verspätet ablegt und doppelt so lange für die Überfahrt braucht. Damit ist man bestens auf Marokko vorbereitet, der Tagestrip hat sich rundweg gelohnt.

Route: 1: Tarifa 2:Baelo Claudia. Und nach Tanger mit der Fähre.

 

Januar 2019 Malaga-Tarifa

Wir wünschen allen Bloglesern ein gesundes und wunderschönes 2019! Mal sehen, was das neue Jahr so bringt 🙂 Zum Jahresbeginn fliegt Uschi in die Heimat um Family / Freunde zu besuchen und ein paar Dinge zu regeln. Die Flugtickets ab Málaga sind geradezu unverschämt billig. Umweltpolitisch fragwürdig, aber das nutzen wir jetzt aus. Dafür nehme ich den emmisionsfreien Tretroller ins 6km entfernte Zentrum von Málaga. Alternativ könnte man Räder ausleihen.

Auch E-Scooter zum Verleih stehen rum. Ich habe allerdings nicht herausgefunden, wie das Ausleihen funktioniert und wie die an Strom kommen. Ich möchte mich aber sowieso ein wenig bewegen und bleibe bei meinem Hudora-Roller.

Über Fahrrad- und Gehwege geht es in die quirlige Innenstadt. Auf vielen Plätzen stehen Weihnachtsbäume, die Geschmackssache sind.Das Flair in den Fußgängerzonen ist super, manche Shops werden ohne weibliche Begleitung etwas vernachlässigt 😉Die Kathedrale, die aus finanziellen Gründen nur über 1 Turm statt der geplanten 2 verfügt, ist das wuchtige Herzstück im Zentrum Málagas.…aktuell  verschönt durch einen Weihnachtsbaum. Von allen Seiten ein Hingucker. Für den Eintritt müsste man aber Schlange stehen und 8€ bezahlen.

Nicht weit entfernt das römische Theater. Mit Weihnachtsbaum.Das Castillo, die maurische Festung etc. kenne ich schon von früheren Besuchen und so geht es nach einem ausgiebigen Altstadtbummel mit dem Scooter wieder zum Parkplatz am Meer mit relaxten  Nachbarn und keinerlei Verbotsschildern. Die Guardia Civil grüßt freundlich, es gibt Strandduschen an denen Frischwasser gebunkert werden kann. Málaga: top!

Der nächste Spot ist über die kostenfreie A7 in rund 2 Stunden zu erreichen: der legendäre Strand von Tarifa. Bei der Zufahrt müssen diverse Hürden genommen werden. Länge max. 6m: ja 6,36m passt da schon noch. No Acampar, No camping: hmm….Höhe 2,20m ist 40 cm zu wenig, aber es gibt keinen Balken.Die Zufahrt steht unter Wasser, die Schlaglöcher sind heftig.Aber dann ist das gelobte Land, bzw. Ziel erreicht. Der Strand ist wirklich top, man ist hier am Atlantik.Es windet ordentlich, perfekt für Kiter.In Málaga gibt es Sonnenaufgang im Mittelmeer, in Tarifa Sonnenuntergang im Atlantik, links davon sieht man Marokko.

Ziemlich grün ist es hier. Und weitläufig. Die African Beach Bar ist geschlossen, die Aussicht nicht.Ein paar Kilometer Richtung Westen findet sich nicht die Bar am Rande des Universum, aber am Rande des 7km langen Strandes.Zum Cana gibt es kein Tappa, dafür diesen Blick.Neuer Tag, neue Richtung:  am Strand entlang in das 5km entfernte Tarifa.

Genau hier ist der südlichste Punkt von Festland-Europa. Links der Atlantik, rechts das Mittelmeer, das wirkt sich auf Wind und Wasser aus. Immerhin liegt das Niveau des Mittelmeers 1,40m unter dem des Atlantik, das sorgt für eine ordentliche Strömung.Am Scheitelpunkt thront dieses dominante Gebäude umgeben von Bunkeranlagen.Seranoschinken auf frisch gerösteten Brötchen und ein Cana am Hafen für 4,50€.

Auf dem Rückweg gibt es nasse Füße, denn der Rio de la Jara mündet in den Atlantik, da muss man durch.

Kein Problem, das Wasser ist mit 17 Grad nicht sehr kalt. ‚Zuhause‘ angekommen treffe ich auf neue Vanlifer.

Auch über den 7km langen Playa de Lances hinaus kann man weiter am Strand entlang wandern bzw. ab und zu klettern.

Marokko ist 14 km entfernt. Man kann erahnen, woher dieses Schlauchboot kommt und nur hoffen, die Besatzung ist wohlauf.

Das Delta des Rio de la Jara ist teilweise Naturschutzgebiet, das über markierte Wege und Stege erwandert werden kann.Mittendrin eine halbherzige Absperrung, die besagt: ‚die Balken über den Fluß sind morsch, bitte aufpassen, wo Du hintrittst‘.  😉

Route Malaga – Tarifa:

Dezember 2018 Carboneras-Malaga

Vom Strandplatz bei Carboneras (GPS: 36.961944, -1.900384) hatten wir mehr erwartet: die Zufahrt ist lehmig und man schaut auf dicke Industrieanlagen. Das Wetter ist auch nicht so toll, also geht es noch ein Stück weiter…… über das Cabo de Gata bis nach Almeria auf einen Parkplatz (GPS: 36.815201, -2.42448), dort stehen bereits rund 10 Wohmobile. Es hat einen Brunnen mit Trinkwasser, prima! Ein paar Meter weiter und man ist am Strand.

Dort könnte man sogar parken, es gibt kein Verbot. Leider aber viel Müll, so etwas haben wir seit Albanien nicht mehr gesehen. Autospuren und jede Menge Tempos, Feuchttücher und mehr lassen auf viel ‚Verkehr‘ in der Nacht schließen. Wir bleiben lieber auf dem Parkplatz.

Von dort führt eine blitzsaubere, kilometerweite Promenade am Meer entlang. Alle 50 Meter stehen Müllbehälter und Bänke. Ein krasser Gegensatz zum Strand.

Die Nacht ist recht ruhig, aber am nächsten Morgen zeigen sich Hinterlassenschaften nächtlicher PKW-Besucher. Leute, die Abfallbehälter sind nur ein paar Meter entfernt!Bei unserem nächsten Zwischenstopp bei Roquetas de Mar stehen wir an der Promenade (GPS: 36.778099, -2.59879). Es gibt Strandduschen, WCs und Wege durch ein Naturschutzgebiet.Der Sonnenaufgang ist fast schon kitschig.

Bei Roquetas de Mar fährt man durch ein Meer von Plastik-Treibhäuser, aus rechtlichen Gründen darf ich hier kein Satelittenbild einbauen, ihr müsst das mal googeln. Kilometerweit rechts und links Plastik.Auf der kostenlosen A7 kommen wir schnell voran zum nächsten Ziel: der alte Stadtkern von Salobrena schmiegt sich an einen Felsen, obenauf thront eine alte Burganlage.

Auf der anderen Seite fällt der Berg steil ab und dort befindet sich auch unser Platz für die nächsten beiden Nächte (GPS: 36.741001, -3.5956), mit Blick auf die Burg.Wie immer stehen auch ein paar andere Camper hier.Der Weg zur Burg führt durch die Gassen der ehemaligen maurischen Medina.

Oben angekommen, stehen wir vor verschlossenen Türen. Es ist Siestazeit, das vergessen wir immer wieder mal.Aber die Aussicht lässt sich genießen: auf die Ebene, das Meer und unseren Ducato.Erfreulicherweise macht die Bar Laroka keine Siesta und wir können das eingesparte Eintrittsgeld in zwei Canas anlegen. Tappas gibt es kostenlos dazu, wie so oft in Spanien. Dieses ist aber extrem lecker.Dann ein Mißverständnis: wir möchten die dos Cervezas bezahlen, der Wirt bringt uns noch zwei. Aber alles ’no problema‘, ‚ it’s for free‘ und wieder gibt es ein Tappa dazu. Uns gefällt es in Salobrena, in der Ferne sieht man die über 3000 Meter hohen Gipfel der Sierra Nevada.

Auf großen Plakaten wird aufgeklärt, dass Müll nicht in in die Natur gehört. Und tatsächlich ist es hier sehr sauber.Die caña sind kleine Biere vom Faß, kosten zwischen 1,50€ und 2,50€ und werden in der Regel mit einer Tappa, einem Appetithäppchen serviert.

In den Touristenkneipen gibt es oft nur eine Schale mit Erdnüssen, in Tappa-Bars kann man davon auch satt werden. Je nach Bierkonsum versteht sich. Alternativ kann man auch Wein trinken 🙂

Es geht weiter nach Málaga. Warum ausgerechnet hier so viele Camper stehen (GPS: 36.647543, -4.475304)? Zwischen dem Parkplatz und dem Strand verläuft die Straße von Torremolinos nach Málaga, er liegt in der Einflugschneise des Flughafens und das Verbotssschild ist kaum zu übersehen. Wir parken tagsüber hier um uns Torremolinos anzuschauen, zum Übernachten finden wir etwas Ruhigeres (GPS: 36.6394, -4.48559).

Noch besser ist allerdings dieser Platz am Strand von Málaga (GPS: 36.6805, – 4.44661) mit viel Platz, Strandduschen und ohne Verbot.

Über Promenadenwegen ist man nach 5-6 Kilometer im Zentrum. Vor rund 10 Jahren standen hier noch Fabriken, jetzt hat sich Málaga schick gemacht, ein paar Schornsteine blieben als Deko stehen.So neigt sich unser Agenda2018-Jahr dem Ende zu. Vielen Dank für Euer Interesse an unserem Blog! Seit Oktober haben wir bis Ende des Jahres 3600km zurückgelegt, bei knapp 76 Stunden reiner Fahrzeit. Die Durchschnittgeschwindigkeit liegt bei 47 km/h, der Verbrauch bei 9,9l Diesel/100 km.

Was kommt 2019? Wir werden uns überraschen lassen. Die Sonne startet am 1.1. auf jeden Fall vielversprechend:

Route von Pulpi nach Málaga:

Dezember 2018 Cartagena-Pulpi

Den besten Überblick auf Cartagena hat man vom Castillo de la Conception, praktischerweise gibt es einen Aufzug auf den Hügel.

4,25€ kostet der Eintritt in das Castillo einschließlich Lift. Oben angekommen, blickt man auf die alte Stierkampfarena, welche gerade zum Museum umgebaut wird, rechts daneben die Uni.

Hier geht der Blick Richtung Hafen…… und da zur Altstadt samt römischen Theater, zwischen 5 und 1 vor Christus gebaut und 7.000 Zuschauer fassend.Das Castillo selbst gibt innen nicht viel her. Dafür ist es von unten bis oben barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Diese Barrierefreiheit ist überall in Spanien auffallend: sehr viele Strände haben Zugänge für Rollstuhlfahrer, die meisten WCs sind barrierefrei – sehr gut!

Die Altstadt ist schick gefliest und hat die üblichen Cafés, Bars und Geschäfte. Und hübsche Gebäude, hier das Grand Hotel….… und das Palacio Consistorial, was für ein schickes Rathaus.

Zum Übernachten fahren wir in das beschauliche La Azohia, finden einen Platz auf Schotter mit Meerblick (GPS: 37.553699, -1.17035), vermutlich ein trockenes Flußbett.  Ein Blick auf die Wettervorhersage: keine Regen in Sicht, also bleiben wir.

Nachts schauen wir auf den Torre de Santa Elena – oder der Torre auf uns? Irgendwie sieht er niedlich aus….

… und wird tagsüber besucht. Der Aufstieg erfolgt über Wendeltreppen, innen supereng, aber wir passen durch 🙂

Und so sieht Santa Elena und die Bucht von La Azohia von oben aus, man kann ewig in den Bergen rumkraxeln.Der Platz ist schön, die Leute entspannt, die Sonnenuntergänge wunderbar.

Wir bleiben wieder mal ein paar Tage hängen.Dann geht es weiter nach Bolnuevo, danke Tom, für diesen Tipp. Die Felsengebilde sind spektakulär und erinnern an die USA.Auf dem großen Parkplatz (GPS: 37.5634, -1.31012) sind Wohnmobile nicht erlaubt, es stehen aber 30-40 dort. Die allermeisten sind so vernünftig und stellen ihren Klappstuhl nicht vor das Mobil, sondern an den Strand, so wie wir natürlich auch. Abends wird noch ein wenig geklettert.

Nach einer ruhigen Nacht steuern wir Aguilas an, eines der Highlights unserer Wintertour 2015/16: tolle Strandplätze, Ver- und Entsorgung an der Anibal-Tankstelle, alle Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt – super! Aber nun: die Zufahrt ist durch Erosion unpassierbar.Außerdem: an allen Stränden der Gemeinde Aguilas ist das Campen untersagt, mit einer Bußgeldandrohung bis zu 3.000€. Warum nicht gleich 30.000€ oder man wird geteert und gefedert? 😉Leider wurde keine schöne legale Alternative geschaffen. Der einzige neu angelegte Wohnmobilstellplatz befindet sich hinter der Anibal-Tankstelle mit Blick auf diese, einen Kreisverkehr und die Landstraße. Wir werden das Gebiet künftig meiden, auch beim Einkaufen, Einkehren und Tanken. Kaum verlässt man Aguilas, gibt es wieder jede Menge schöne Plätze ohne Verbotsschilder. Wie bleiben am Playa la Carolina bei Pulpi (GPS: 37.369999, -1.6463) und sind in Andalusien.Vom Parkplatz aus führen spannende Wanderpfade an der Küste entlang, die manchmal recht steil abfallen kann. Auch hier hat vermutlich der heftigen Regen vor einem Monat zu Erosionen geführt, die Sicherheitvorkehrungen sind mininalistisch, man sollte also gut aufpassen.Route: A: Cartagena, 1: La Azohia, B: Playa la CarolinaSeit unserem Start vor 2 Monaten wurden 3.064km zurückgelegt, im Schnitt rund 50km am Tag mit einer Fahrtzeit von 64 Stunden. Im letzten Monat waren es 900km, rund 30km pro Tag und 22 Stunden Fahrzeit. Spanien entschleunigt 🙂

Dezember 2018 El Mar Menor

Auf dem Weg von Fortuna zum Mar Menor liegt ein großer Parkplatz für Wohnmobile mit kostenloser Ver- und Entsorgung (GPS: 38.029301, -1.1483), eingebettet in eine Einkaufsmall mit Ikea, Aldi, Decathlon, etc. etc.  Ein guter und sicherer Zwischenstopp, da es noch heftig stürmt. Bei Decathlon darf das Eine und Andere Schnäppchen mit.   Gegen Abend lässt der Wind nach, die Nacht ist ruhig und zum Lunch sind wir auf dem Strandplatz bei Las Salinas (GPS: 37.8237, -0.758113) am nordöstlichen Zipfel des Mar Menor, dem ‚kleineren Meer‘. Bei der Zufahrt am besten ganz links fahren, sonst setzt eventuell, wie bei uns, der Auspuff auf.Die maximal 7 m tiefe Lagune ist der größte Salzsee. Von Las Salinas aus kann man am Sandstrand entlang der Dünen einige Kilometer Richtung Süden wandern.Der Blick Richtung Mittelmeer:Und zum Mar Menor und den Salzbergen von Las Salinas:

Nordwärts führen Wanderwege durch den Parque Regional de las Salinas, mit einer Vogelbeobachtungsstation (es waren allerdings nur 8 Vögel anwesend)…

… bis zum Örtchen El Mojón. Dort ist nicht viel los, aber es gibt Trinkwasser zum Auffüllen der Tanks (GPS: 37.84345, -0.763758).

Obwohl Wochenende ist, kommen nicht viele Tagesgäste auf den Parkplatz, die Nächte sind ruhig mit 2-3 anderen Camper.  Mangels einer durchgehenden Straße auf der schmalen Lagune muss man das Mar Menor auf seiner Westseite umrunden.  Zum Mittagessen halten wir mit Blick auf der ultraruhige  Wasser an der Strandpromenade von Los Cuarteros.

Gegen Abend geht es weiter auf der Küstenstraße um das Mar Menor entgegen dem Uhrzeigersinn. Es gibt unterwegs einige Plätze in park4night, so richtig gefällt uns keiner. Bis wir am Ende des dicht bebauten, manchmal nur 150 Meter breiten Landstreifens auf La Manga del Menor diesen idyllischen Flecken finden bei der Urbanisation Veneziola Golf (GPS: 37.7757, -0.742222):

Zugegeben, die Idylle ist eine Frage der Perspektive. Wie fast überall an der Küste sind die Häuser momentan nahezu unbewohnt, nur in 4 Appartements sehen wir abends Licht.Die Lage hat aber schon etwas. Rechts das Mittelmeer, links das ‚kleinere Meer‘:Bisher haben wir an der spanischen Küste leider keine Strandduschen vorgefunden, nur diese Fußduschen mit recht salzigem Wasser. Wenn die Mühle reden könnte…Durch die Brücke gelangen Boote vom Mittelmeer ins Mar Menor.Blick von der Brücke zum Mittelmeer und Baustellen. Ja, es wird immer noch weiter zugebaut.Rechts kann man Holzimmobilien im Tibet-Style erwerben, links die üblichen kleinen Häuser mit Erker, Säulen und Türmchen – oftmals bis zu 100 nebeneinander im völlig identischen Look.Die Bebauung reicht bis an das nördliche Ende…… mit einem schmalen öffentlichen Strand ganz im Nordwesten.Durch die dichte Bebauung fast ohne Menschen haben die Vögel ihre Ruhe. Die sind hier zahlreicher als in manchen der bisher besuchten Naturschutzgebieten…

Auch wir haben ruhige Tage und Nächte. In Sichtweite stehen 10 – 15 Wohnmobile, wir gerne wie meistens ein wenig separat 🙂Route: A: Fortuna, 1: Las Salinas, 2: Urbanisation Veneziola Golf

Dezember 2018 Torrevieja-Fortuna

Im Reiseführer steht: ‚Torrevieja ist eher unattraktiv, wer nicht schon immer mal ein U-Boot von Innen sehen wollte, kann bedenkenlos einen Bogen um die Stadt machen‘.  Aber wir bleiben hier 8 Tage hängen. Warum? Weil wir auf Reiseführer nicht viel geben 🙂 Zugegeben, besonders hübsch ist die Stadt nicht.Aber authentisch, unaufgeregt, nicht zu leer und nicht zu voll, die Leute freundlich. Ein multikultureller Ort, es leben viele Briten, Russen, Deutsche, Schweden, Marokkaner etc. hier. Man kann ewig am Meer langlaufen, über Plätze…

… auf der langen Hafenmole (je 1 km hin und zurück)……mit Meer- und Hafenblick…… bis zum Leuchtturm. Auf dem Rückweg gibt es diverse, aufwendig hinterlegte Geocaches zu bergen.

Kaum zu übersehen ist das U-Boot S 61. Wer möchte, kann es für 2€ auch von Innen besichtigen.Ältere Gebäude sind rar und werden nicht immer so in Schuß gehalten, wie sie es verdient hätten.

Wir pendeln: tagsüber parken wir am Sandstrand und haben damit unsere Strandbar immer dabei. Praktisch, denn der Lavazza Rosso aus dem Duc schmeckt besser als der spanische Kaffee.

Ob sich das rumgesprochen hat?Übernachtet wird am Klippenparkplatz (GPS: 37.992293, -0.655697), meistens ist es nachts ruhig. Nur 2-3 mal hören wir ‚Nachtgäste‘, mit Autoradio und Stimmen.Auch hier ist die Stimmung relaxed.Auffällig sind die massiven Betonpoller, die an allen Eingängen zu Plätzen und Promenaden aufgestellt sind…… überall, wo ein LWK durchrauschen könnte.Wir sind jeden Tag am Strand, wo uns die Einheimischen, die ihre Stammplätze haben, bald kennen und grüßen. Auf den weitläufigen Promenaden kommen ein paar Kilometer zusammen:

Zwischendurch geht es wieder mal an die Wäsche….Mitten in der Stadt der hübsche Plaza de la Constittución mit Kathedrale.

Um chinesische Billigware einzukaufen, braucht man in Spanien nicht ins Internet. Überall gibt es Chinaläden, vollgestopft mit allem Möglichen.

Anfang des Jahrhunderts galt Torrevieja als die spanische Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate. Seitdem hat sich wohl einiges geändert und wir sind froh, keinen großen Bogen um diese Stadt gemacht zu haben. Sicher hat auch das tolle Wetter zu unserem Wohlbefinden beigetragen, es hat hier 320 Sonnenscheintagen im Jahr.

Jetzt zieht aber eine Regenfront durch und wir verziehen uns nach Los Banos de Fortuna auf den Campingplatz La Fuente. Der verfügt über einen Spa-Bereich mit 36 Grad warmen Thermalwasser. Wir wollen dort keine Fotos machen, hier gibt es Infos über den Platz. Die Übernachtung kostet 15€, mit privatem Badezimmer 2€ mehr. So einen Luxus hatten wir seit Namibia nicht mehr auf einem Campingplatz.Dazu kommt noch der Eintritt von 5€ pro Person für das wirklich schön gemachte Thermalbad. Das nutzen wir heute reichlich aus, ideal bei dem Regenwetter. Die ganze Nacht stürmt es wie verrückt, der Duc wackelt. Wir überlegen am nächsten Morgen, noch einen Tag zu bleiben, es ist sehr windig und eigentlich nett hier. Bald aber kommen wir beide auf den gleichen Entschluß: wir wollen raus in die Welt und die finden wir nicht auf Campingplätzen. Also, weiter gehts!  🙂