Dezember 2018 Torrevieja-Fortuna

Im Reiseführer steht: ‚Torrevieja ist eher unanttraktiv, wer nicht schon immer mal ein U-Boot von Innen sehen wollte, kann bedenkenlos einen Bogen um die Stadt machen‘.  Aber wir bleiben hier 8 Tage hängen. Warum? Weil wir auf Reiseführer nicht viel geben 🙂 Zugegeben, besonders hübsch ist die Stadt nicht.Aber authentisch, unaufgeregt, nicht zu leer und nicht zu voll, die Leute freundlich. Ein multikultureller Ort, es leben viele Briten, Russen, Deutsche, Schweden, Marokkaner etc. hier. Man kann ewig am Meer langlaufen, über Plätze…

… auf der langen Hafenmole (je 1 km hin und zurück)……mit Meer- und Hafenblick…… bis zum Leuchtturm. Auf dem Rückweg gibt es diverse, aufwendig hinterlegte Geocaches zu bergen.

Kaum zu übersehen ist das U-Boot S 61. Wer möchte, kann es für 2€ auch von Innen besichtigen.Ältere Gebäude sind rar und werden nicht immer so in Schuß gehalten, wie sie es verdient hätten.

Wir pendeln: tagsüber parken wir am Sandstrand und haben damit unsere Strandbar immer dabei. Praktisch, denn der Lavazza Rosso aus dem Duc schmeckt besser als der spanische Kaffee.

Ob sich das rumgesprochen hat?Übernachtet wird am Klippenparkplatz (GPS: 37.992293, -0.655697), meistens ist es nachts ruhig. Nur 2-3 mal hören wir ‚Nachtgäste‘, mit Autoradio und Stimmen.Auch hier ist die Stimmung relaxed.Auffällig sind die massiven Betonpoller, die an allen Eingängen zu Plätzen und Promenaden aufgestellt sind…… überall, wo ein LWK durchrauschen könnte.Wir sind jeden Tag am Strand, wo uns die Einheimischen, die ihre Stammplätze haben, bald kennen und grüßen. Auf den weitläufigen Promenaden kommen ein paar Kilometer zusammen:

Zwischendurch geht es wieder mal an die Wäsche….Mitten in der Stadt der hübsche Plaza de la Constittución mit Kathedrale.

Um chinesische Billigware einzukaufen, braucht man in Spanien nicht ins Internet. Überall gibt es Chinaläden, vollgestopft mit allem Möglichen.

Anfang des Jahrhunderts galt Torrevieja als die spanische Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate. Seitdem hat sich wohl einiges geändert und wir sind froh, keinen großen Bogen um diese Stadt gemacht zu haben. Sicher hat auch das tolle Wetter zu unserem Wohlbefinden beigetragen, es hat hier 320 Sonnenscheintagen im Jahr.

Jetzt zieht aber eine Regenfront durch und wir verziehen uns nach Los Banos de Fortuna auf den Campingplatz La Fuente. Der verfügt über einen Spa-Bereich mit 36 Grad warmen Thermalwasser. Wir wollen dort keine Fotos machen, hier gibt es Infos über den Platz. Die Übernachtung kostet 15€, mit privatem Badezimmer 2€ mehr. So einen Luxus hatten wir seit Namibia nicht mehr auf einem Campingplatz.Dazu kommt noch der Eintritt von 5€ pro Person für das wirklich schön gemachte Thermalbad. Das nutzen wir heute reichlich aus, ideal bei dem Regenwetter. Die ganze Nacht stürmt es wie verrückt, der Duc wackelt. Wir überlegen am nächsten Morgen, noch einen Tag zu bleiben, es ist sehr windig und eigentlich nett hier. Bald aber kommen wir beide auf den gleichen Entschluß: wir wollen raus in die Welt und die finden wir nicht auf Campingplätzen. Also, weiter gehts!  🙂

Dezember 2018 Elche-Torrevieja

Es ist eine gute Idee, die 230.000 Einwohner große Stadt Elche an einem Sonntag zu besuchen: wochentags ist die Stadt oft zugeparkt, heute finden wir mit dem Duc problemlos einen Platz. Eigentlich auch ohne den emsigen, selbsternannten ‚Parkeinweiser‘, der bei unserer Anfahrt wild gestikuliert. Er freut sich aber über die 50 Cent, die wir ihm für seine Dienste geben.Nur wenige Meter entfernt beginnt der Palmenhain ‚El Pameral‘. Die Dattelpalmenpflanzung wurde von den Arabern schon im 8. Jahrhundert angelegt. Wohin man in Elche schaut, trifft man auf Palmen, über 200.000 Exemplare gibt es in der Stadt.

Ein weiterer Vorteil des Sonntagsbesuchs: alle Museen sind kostenfrei. Als erstes statten wir dem archäologischen Museum einen Besuch ab und sind damit auch gleich im alten Castell von Elche.Von den Mauern hat man einen prima Blick auf…. Palmen!Und vom La Calahorra blickt man auf die Basilica de Santa Maria…… da schauen wir mal rein:

Wir besuchen diverse Museen, laufen durch die Altstadt, von einem Palmenpark zum nächsten und bekommen im eiförmigen ‚Centre de Visitans‘ eine 10minütige Filmvorführung über die Stadt ganz für uns alleine:Ein wirklich tolle Stadt, freundliche Leute und Palmen, Palmen, Palmen. Sowie Brunnen.

Zum Übernachten wollen wir raus aus der Stadt und steuern den ‚Parque Natural de El Hondo‚ an. Ein Naturpark mit Wasserflächen, der viele Vögel anzieht.

Das weiß auch diese Katze :-/Das Besucherzentrum ist nachmittags geschlossen, man kann den Park aber jederzeit betreten, der Eintritt ist kostenlos.Der Parkplatz bietet sich für eine ruhige Nacht an (GPS: 38.1878, -0.791072). Wir genießen die Abendstimmung.

Durch den Naturpark führen diverse Wander- und Radwege.

An den Beobachtungsstationen gibt es eine kleine Vogelkunde.

Wir sehen an dieser Station viele Perlhühner, zwei Entenpärchen und ein kleines, flauschiges Etwas, das sich von uns nicht bestimmen lässt, aber sauschnell ist.Der Park ist eingebettet in eine weite Landschaft mit einer Gebirgskette im Norden. Wirklich schön.

Die Stadt Elche liegt in der Ferne dekorativ am Fuß der Berge.

Montags ist das Besucherzentrum ganztags geschlossen, entsprechend ruhig ist es auf dem Parkplatz.

Abends kommen ein paar Camper und wir lernen die kleine Alva kennen, die mit Ihren Eltern in Elternzeit unterwegs ist – auch Richtung Marokko, vielleicht trifft man sich nochmal! 🙂  Wir fahren am nächsten Tag wieder ans Meer und finden in Torrevieja einen Platz direkt an den Klippen (GPS: 37.989003, -0.655187).

November 2018 Cap Santa Pola

Von Altea geht es über die mautfreie N 332 vorbei am Hochhäusermeer von Benidorm und Alicante – unglaublich, wieviel Beton an der spanischen Küste verbaut ist. Kurz nach Alicante finden wir am Cap Santa Pola wieder eine Landschaft nach unserem Geschmack – mit traumhaften Stellplatz (GPS: 38.214802, -0.507899).Der Ausblick aus der Schiebetüre kann sich sehen lassen.

Hier bleiben wir einige Tage, zelebrieren das Strandleben und heben, wenn der Wind auffrischt, ein paar Geocaches in der Umgebung.

Diesmal wird ein Cache ausgelassen. Das sieht auf dem Foto nicht so steil aus, wie es ist….

Das Wetter passt.

Auch im Fahrzeug hat es ein angenehmes Klima. Nur gegen Morgen sinkt die Innentemperatur unter 17 Grad, dann springt die Standheizung an.

Der Sonnenaufgang findet, wie in Deutschland auch, um ca. 8 Uhr statt. Freundlicherweise geht die Sonne aber später unter: in Freiburg bereits um 16:40 Uhr, hier um 18 Uhr. Das freut nicht nur unsere Solarpanels, die trotz tiefem Sonnenstand die Bordbatterien voll laden, 30-40 Ampere bzw. 500 – 600 Wattstunden sind dafür notwendig.

Also alles bestens? Jain, denn wie überall in Spanien ist das Freie Übernachten theoretisch verboten. An der kleinen Küstenstraße stehen dazu weitere Schilder.Aber wir campen nicht, sondern parken nur 🙂  Dementsprechend stellen wir keinen Stuhl oder Tisch vor den Duc. Und schlagen die Stranddecke ein paar Meter weiter am Wasser auf.

Andere Camper sitzen direkt am Wohnmobil. Die Polizei, die oft Streife fährt, sagt aber nichts. Vielleicht hat sich das hier sowieso bald erledigt: derzeit werden die Parkbuchten entlang der Straße mit einem Bagger so bearbeitet, dass sie nicht mehr nutzbar sind.

Von unten sehen wir am Berghang neben dem Leuchtturm eine Aussichtsplattform, da fahren wir mal hin. Der Wind bläst ordentlich, aber die Aussicht ist toll von der elegant geschwungenen Rampe.

Unten sieht man die kleine Küstenstraße mit den klitzekleinen Parkbuchten.

Noch ein Einkauf in Santa Pola, dann geht es abends wieder zurück, leider ist ‚unser‘ Platz besetzt, es gibt aber Alternativen für eine Nacht. Am nächsten Tag soll es zu einem Wohnmobilstellplatz gehen, denn unsere Wasservorräte sind fast aufgebraucht. So besuchen wir am Samstagmorgen die Post in Santa Pola, um einige Briefsendungen Richtung Heimat aufzugeben – in der Regel erfolgt die Zustellung nach wenigen Tagen. Dann decken wir uns auf dem Samstagmarkt mit Leckereien ein und landen ein paar Kilometer später auf dem Wohnmobilstellplatz in El Pinet (GPS: 38.151157, -0.641884).Den Platz gibt es erst seit ein paar Monaten, wird von einem jungen, freundlichen Paar betrieben und kostet 10€ ohne Strom, bzw. 12€ mit Strom, incl. Ver- und Entsorgung, WC und Duschen. Noch finden nicht viele Camper den Weg hierher, man steht alles andere als beengt und rechts im Bild, hinter den Palmen, gibt es sogar ein wenig Meerblick. Morgen wollen wir uns den Palmenhain in Elche anschauen…

 

November 2018 Xábia-Altea

Die Regengüsse werden immer heftiger, am Strand von Xábia sieht man nicht mehr, wo das Meer beginnt bzw. der Regen aufhört. Wir wollen einen sicheren Standort und finden ihn in Benissa (GPS: 38.720699, 0.060095). Kommunale Wohnmobilplätze sind am Mittelmeer selten, hier gibt es einen. Er besteht nur aus schmalen Parkplätze an einer Straße, die Ver- Entsorgungsstation ist noch enger, aber immerhin: offziell, kostenlos und man steht auch bei einer Sintflut sicher auf Asphalt. Nach einer Nacht mit viel Regen scheint am nächsten Morgen die Sonne, als wäre nichts gewesen.Wir bedanken uns bei der Gemeinde Benissa mit einem Einkauf im nahen Mercadonna und steuern den nächsten Platz bei Altea an (GPS: 38.62037, -0.025008). Dieser ist ohne Koordinaten kaum zu finden: die Zufahrt sieht aus, als gehört sie zum 5*-Hotel, führt aber knapp daran vorbei. Man parkt wie auf einem Balkon über dem Meer, sehr schön.Über einige Treppen gibt es Trinkwasser an Brunnen, dann ist man am Strand mit Sonnenbank. Uschi ist übrigens nicht geschrumpft, die Bank ist so hoch.Rechts und links hat es Wege mit Aussicht.

Und das ist der Blick aus der Frontscheibe des Ducato.Es ziehen wieder dichte Wolken auf, ab und zu nieselt es bei 18 Grad. In der Umgebung werden einige gar nicht so einfache Geocaches gehoben.Durch die vielen Wolkentage können selbst unsere 320 Watt-Solarpanels die beiden Gelbatterien mit 160 Ah nicht vollständig laden. Das soll nicht gesund für die Batterien sein und so fahren wir auf einen der vielen Wohnmobilstellplätze in Calpe (GPS: 38.651699, 0.069313), bleiben 2 Nächte für je 13€ incl. V/E, Strom, WC und guten Duschen. Waschmaschine und Trockner werden für jeweils 3€ benutzt. Viele Camper verbringen mehrere Monate auf diesen Plätzen, ‚man hat ja alles‘ hören wir oft. So unterschiedlich können die Vorlieben sein, unser Ding ist das nicht. Man steht beengt, immerhin mit Blick auf den 332m hohen Felsen Penon de Ifac.

Mit den Skaterrollern ist man bald an der Promenade.Der Eintritt zum Naturpark Penon de Ifac ist frei.Zunächst schraubt sich eine Schotterpiste nach oben mit Ausblicke auf Calpe.

Dann steht eine Entscheidung an: nimmt man den direkten Weg über die Felsenwand (es hat einige Kletterer dort)…

… oder bleibt auf dem Pfad bis zum Eingang eines Tunnels…

… der ist 30m lang, dunkel und sehr glitschig.

Am Tunnelausgang wird der Pfad deutlich anspruchsvoller. Rote Punkte markieren den Weg.

An schwierigen Stellen sind manchmal Seile oder Ketten gespannt…

… manchmal auch nicht. Nur die roten Punkte zeigen, wo es langgeht.

Dann ist ein Klettern über Felsen angesagt.

Nach ungefährt einer Stunde ist es geschafft: das Gipfelfoto!

Calpe liegt einem zu Füßen, ein Ausblick wie aus einem Flugzeug.

Man muss den rutschigen Felsenweg aber auch wieder runter und sollte einigermaßen schwindelfrei sein.

An den Felsen ist ein wenig der Pfad zu erkennen.

Der gut gemeisterte Abstieg wird mit einer schönen Abendstimmung belohnt, in der Ferne sieht man die Skyline von Benidorm.Zwei Tage später kommt wieder die Sonne raus. Gut für einen Bummel über den Samstag-Markt.

Und dann fahren wir nochmal auf den Balkon-Parkplatz bei Portosenso / Altea. Tagsüber hat es bis zu 20 Grad, nachts um die 13 Grad, da darf die Standheizung wieder ran.

Viel km hat der Ducato in der letzten Woche nicht gemacht 🙂

November 2018 Pucol-Xábia

Über eine Woche sind wir am Strand  bei El Puig,  die Sonnenaufgänge werden immer spektakulärer hier gibt es ein Video dazu.

Fast 5 km geht es am Meer Richtung Süden, oft auf Promenadenwegen, dazu bieten sich unsere Scooter an.Wir treffen immer wieder interessante Leute, die Location ist einfach topp und verdient so die 1. Agenda2018-Zertifizierung 🙂Auf dem nächsten Platz bei Cullera (GPS: 39.155201, -0.241553) waren wir schon auf unseren Wintertouren 2014 und 2015. Diesmal will der Funke nicht überspringen. Irgendwie zuviel Leute, gute 200 Wohnmobile. Und schön ist wirklich anders, wir fahren nach einer Nacht ein paar Kilometer weiter…bis Gandia. Dort lässt sich gut einkaufen und in der Altstadt bummeln … und wir besuchen den Palau Ducal Dels Borja – den Palast der Familie Borgia. Als Fans der gleichnamigen TV-Serie können wir den nicht links liegen lassen.Für 6€ Eintritt kann man durch die weitläufigen barocken Palasträume wandeln.… inklusive hauseigener Kapellen…

oder der ‚Halle von Sardinien‘. Alles top in Schuß, schön anzusehen.Für den Rest des Tages geht es an an den Strand von Gandia (GPS: 38.989601, -0.15177). Auch über Nacht kann man hier gut bleiben. Es ist bewölkt, hat aber immerhin 18 Grad.Ob der Strandsessel von der Familie Borja stammt?

Der Wetterbericht sagt die nächsten Tage Regen an. Ab und zu kommt aber auch die Sonne raus, wie hier an unserem nächsten Platz kurz vor Dénia (GPS: 38.859901, 0.039601).

In der Nacht schüttet es dann wie aus Eimern und auch tagsüber zeigt sich die Sonne nicht. Dann schauen wir eben ein wenig fern:Und anschließend das 2. Programm des Waschsalons in Dénia:Mit frischen Klamotten wird der nächste Platz angesteuert. Es regnet weiterhin, aber die Aussicht von den Klippen auf den Burgberg und den Hafen von Dénia hat was.

Gemütlich ist es sowieso bei Linzertorte, Clementinas und Sweet Chai Tee. Seit  1 Woche brauchen wir keine Standheizung mehr, im Bus hat es mindestens 20 Grad.

So bleiben wie hier 2 Tage und Nächte und bilden uns ein bißchen weiter: die Römer nannten die Stadt Dianium, nach der Jagd- und Mondgötin Diana, bei den Arabern wurde daraus Daniya mit bis zu 30.000 Einwohner, später bei den Christen Dénia. Alles klar…

In den Regenpausen scootern wir ins Zentrum…

…bis zum Castillo aus dem 15. Jahrhundert

Samstags ist Wochenmarkt neben der MarkthalleAuch drinnen kann sich das Angebot sehen lassen, wir schlagen zu.Ein wenig Abseits von den Hauptstraßen gibt es Cana+Tappa für 2€ und richtig schnelles WLAN.Ein klitzelkleines Stück weiter Richtung Süden kommt man zum Cap de Sant Antoni. Die Straße dorthin ist schmal aber gut asphaltiert. Unterwegs finden wir einen Brunnen zum Auffüllen unserer Trinkwasservorräte (GPS: 38.805901, 0,185681). Von dort ist es nur noch 1 km bis zum Leuchtturm.Wir erkunden einen der Wanderwege mit Aussicht auf das Küstenpanorama und bleiben über Nacht in der Nähe des Leuchtturms (GPS: 38.8036, 0.19276) in 160m Höhe. Bei schönem Wetter soll man bis Ibiza schauen können.

Wieder ziehen dichte Regenwolken auf und wir fahren an den Strand von Xábia mit Blick auf das Cap de Sant Antoni, dort oben standen wir noch gestern. Die Nacht ist von Wasser geprägt: hohe Wellen rauschen an den Steinstrand und es schüttet wie aus Kübeln. Uns geht es aber gut, die Polizei fährt regelmäßig vorbei und hat nichts gegen unseren Standplatz (GPS: 38.778301, 0.18835).

Wir sind jetzt 4 Wochen unterwegs, haben 2.200km zurückgelegt bei einer Fahrzeit von 42:30 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 53 km/h, der Verbrauch bei 9,7 Liter Diesel / 100km. In Spanien haben wir für 1,22€ / Liter getankt, fast 30 Cent weniger als derzeit in Deutschland.

 

 

 

 

November 2018 Saragossa-Pucol

Next stop: Saragossa oder Zaragoza wie der Spanier sagt und schreibt. An der spanischen Nord- und Westküste ist es die nächste Zeit kühl und regnerisch, am Mittelmeer hat es bis zu 20 Grad. Also geht es Richtung Süden. Wir parken den Ducato kostenlos (GPS: 41.661499, -0.880036) nur 10 Minuten vom Zentrum entfernt und stehen kurze Zeit später auf der Brücke Puente de Piedra mit Aussicht auf die Basilica del Pilar.Hier die Basilika von der anderen Seite mit Blick auf die alte Brücke.Von außen wie von innen: Imposant.

Ausgestattet mit einem Stadtplan und vielen Empfehlungen der fröhlichen jungen Mitarbeiterin vom Touristenbüro erkunden wir kreuz und quer den historischen, weitläufigen Stadtkern bis zum Aljaferia-Palast, der leider um 14 Uhr schließt, so bleibt es bei einer Besichtigung von außen. Seltsame Öffnungszeiten für eine Touristenattraktion.

Es gibt aber genügend anderes zu entdecken und das Bummeln macht bei Sonnenschein und 17 Grad Laune. Fast 7 km zeigt der Schrittzähler, in großen Städten geht das ruckzuck.

Auf dem Parkplatz könnte man auch übernachten, eine knappe Stunde weiter lockt aber das Örtchen Carinena mit kostenloser Ver- und Entsorgungssstation, ruhiger ist es dort außerdem (GPS: 41.338001, -1.23064). Nachts regnet es ein wenig und auch auf der Fahrt über die mautfreie A23 nieselt es ab und zu. Unterwegs hat es nur 7 bis 8 Grad, man befindet meistens auf 800 – 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

In Pucol auf 2m über dem Meeresspiegel, mit Blick auf denselbigen, zeigt das Außenthermometer 17 Grad, nur wolkig ist es noch. Wir haben diesen Strand in der Nähe von Sagunto auf unserer Wintertour 2014 endeckt, heute ist er auch in Park4Night und damit kein Geheimtipp mehr (GPS: 39.597099, -0.269152).

Am nächsten Morgen zeigt sich der Himmel wolkenlos. Hier bleiben wir erstmal ein paar Tage. Es kommen und gehen Camper aus unterschiedlichen Nationen und man tauscht sich über Routen und Erfahrungen aus.Rechts und links vom Strand befinden sich Urbanisationen, die fast ausschließlich im Sommer bewohnt werden. Nur selten sieht man Menschen. Es ist aber alles gepflegt und die Mülleimer mit vorbildlicher Trennung werden täglich geleert.

Ein Deutscher, der früher hier einige Jahre gewohnt hat, sagt, eigentlich ist der Winter die schönste Zeit. Ja, uns gefällt es auch. Auf den kilometerlangen Promenaden grüßt man sich bei den seltenen Begegnungen freundlich.An ‚unserem Strand‘ kommen auch immer wieder Tagebesucher vorbei, meist mit Hunden, manchmal mit größeren Tieren.Wir fahren ab und zu ins Hinterland, z.B. auf einen Wochenmarkt in Sagunto und erstehen leckere Clementinas und Kakis. Die wachsen hier in großen Mengen, sind entsprechend frisch und günstig. Von unserem spanischen Lieblings-Supermarkt Mercadona gibt es einige Filialen in der Nähe. Leckereien werden geshoppt, verarbeitet und genossen.

Ein Geocache in der Nähe wird aufgespürt und gehoben.

Das hauseigene Strandcafe ist immer geöffnet.

Ruckzuck vergeht eine Woche bei angenehmen 17 bis 20 Grad, der Bus bietet Windschatten. Nachts hat es immerhin noch 11 bis 15 Grad, da hat die Standheizung nicht viel zu tun.  Um halb 8 geht die Sonne auf

Dank LTE Internet und Whatsapp, Facetime und Co. sind wir mit Familie und Freunden gut verbunden. Die 60 GB Datenvolumen unseres O2-Vertrages reichen für einen Monat gerade so. Da uns immer wieder Fragen über das mobiles Internet erreichen, haben wir hier das Wichtigste zusammengetragen – neben einigen anderen Campertipps 😉

 

November 2018 Navarra

Unterwegs in der Provinz Navarra. Von San Sebastian geht die Fahrt über das kleine Städtchen Tolosa … weiter über meist mautfreie Autobahnen (nur für die Umfahrung von Pamplona werden rund 5€ fällig) nach Olite  zum kostenlosen und beliebten Wohnmobilplatz mit Kirchenblick (GPS: 42.480598, -1.64773).Die beeindruckende Stadtmauern sind Bestandteil des Palacio Real de Olite, einem Königspalast aus dem Mittelalter.Der alte Stadtkern sieht aus wie aus dem Bilderbuch, Teile der TV-Serie ‚Die Borgias‘ wurden hier gedreht.Ganz fantastische Ausblick ergeben sich von oben, wir haben die Wendeltreppen zu allen Türmen erklommen.

Die Anlage wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ausgiebig aber stilgerecht restauriert. Einst lebt hier Karl III. ‚der Edelmütige‘, er zog Kultur und Luxus den Feldzügen vor. Entsprechend war seine Burg ausgestattet mit Gärten, Volieren, exotische Tieren und einem Eiskeller für kühle Getränke im Sommer.Der günstige Eintrittspreis von 3,50€ beeinhaltet einen kleinen Führer auf Deutsch, mit dem die gesamte Anlage innen und außen erkundet werden kann. Gut 1,5 Stunden ist man unterwegs, ein lohnendes Ziel!Genauso wie das nächste Highlight: die Höhlenwohnungen von Arguedas. Diese entstanden im 19. Jhd. für Leute, die sich kein Haus leisten konnten und waren bis in die 1960er Jahre bewohnt. Direkt darunter befindet sich ein Wohnmobilstellplatz, wieder kostenlos (GPS: 42.173193, -1.591447). So leer ist es hier aber nur mittags, über Nacht wurde es knallvoll.Das Gelände ist gut erschlossen und man kann einige der Wohnungen besichtigen.Eigentlich schaut das ganz gemütlich aus. Strom hatten allerdings nur die wenigsten der Bewohner. Ein kleinen Innenführung gefällig? Dazu gibt es hier ein kleines Video.Heute steht ein großer Solarpark auf dem Felsendach und LTE-Internet hat es, wie bisher überall in Spanien, auch. Also doch wieder hier einziehen?

Am nächsten Morgen: Wohnmobile wohin man nur schaut. Auch der PKW-Parkplatz nebenan vom Friedhof ist zugestellt. Das ist sicher nicht schön für die örtliche Bevölkerung. Die Halbwüste Bardenas Reales ist nur ein paar Fahrminuten entfernt(GPS: 42.179798, -1.53318). Am Eingang des Naturparks gibt es ein Besuchercenter, ähnlich wie in den Nationalparks der USA. Freundliche Mitarbeiterinnen geben routiniert Tipps und man erhält eine Landkarte.Der Naturpark kann kostenlos mit dem eigenen Fahrzeug auf festgelegten Schotterpisten erkundet werden. In der Ferne winken die bis zu 2300m hohen Bergzüge im Westen.

Die bizarre Landschaft, die großteils aus ockerfarbenen Lehm besteht beeindruckt…. … und es macht Spaß mit dem Ducato auf den Pisten unterwegs zu sein. Erinnerungen an unsere Namibiareisen kommen auf.Wir verbringen einen ganzen Tag in der Halbwüste mit fahren und wandern und schießen jede Menge Bilder. Ein paar davon gibt es hier als Diashow:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für die nächste Übernachtung suchen wir uns eine Alternative zum vollen Stellplatz in Arguedas aus, diesen Parkplatz mit Aussicht (GPS: 42.203224, -1.581039) :

In der Bus-Bar wird ein schöner Sundowner geordert.

Hier sind wir fast alleine, nur ein Bulli gesellt sich noch dazu. Gute Nacht! 🙂

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