Mai 2018: Zadar – Split

Zum Auffüllen der Wasservorräte entscheiden wir uns, einen einfachen Campingplatz bei Nin anzusteuern. Die Übernachtung kostet dort mit der ACSI-Card 13€. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Großeinkauf, denn auch der Kühlschrank und unser Lebensmittelvorrat wurde ordentlich geleert. Wie beim letzten Campingplatzaufenthalt in Selce nutzen wir die Möglichkeit zum großen Hausputz und zum Wäschewaschen.Außerdem verarbeitet Uschi diverse Einkäufe in fertige Gerichte und friert diese ein. Apropos Einkaufen: in Kroatien sind neben den Supermarktketten ‚Konzum‘ und ‚Plodine‘ die deutschen Firmen Lidl, Spar und Kaufland gut vertreten. Außerdem gibt es jede Menge Filialen von DM und und Bauhaus. Die Produkte werden dort meist so angeboten, wie sie aus Deutschland kommen: auf deutsch, ohne Übersetzung ins kroatische. Alle Märkte sind mindestens so gut ausgestattet wie in Deutschland, die Preise sind ungefährt gleich, vielleicht einen Tick teurer.

Zurück zum Campingplatz: dieser liegt an einem Sandstrand – den ersten, den wir bisher in Kroatien treffen:

Nach einer Nacht auf dem Campingplatz checken wir wieder aus und legen einen Strandtag einDas SUP darf hier natürlich nicht fehlen. Wir sind wieder mal recht früh dran und haben freie Platzwahl. In der Saison kostet es hier rund 5€ Parkgebühr, jetzt ist alles frei. Auch der Schattenplatz unter dem Bambusschirm.

Geparkt und später genächtigt wird etwas oberhalb vom Sandstrand auf einer netten Wiese. Die Idylle wird abends lediglich durch Unmengen von Moskitos gestört. Trotz Fliegengitter an aller Fenstern zählen wir 15 Moskitos, die wir mit unserem Insektenschröder killen.

Das Teil ist ein wahrer Segen: die Viecher werden durch einen Stromschlag verbruzzelt. So verbringen wir eine ruhige Nacht. Es regnet morgens ein klein wenig – das reicht allerdings aus, um den Bus total einzusanden, ein wenig staubig war er sowieso schon.

Drum wird als erstes eine Waschanlage aufgesucht und dann geht es weiter nach Zadar. So wie in Rijeka sind auch hier die Straßen knallvoll, zudem eng und voller Staus. Wie bekommen aber immerhin einen Parkplatz direkt an der Stadtmauer, zahlen rund 1,50€ Parkgebühr, stürzen uns ins Getümmel – und fliehen erstmal in ein noch locker besuchtes Café und genießen wieder mal ausgezeichnete Cappuccini.

Es ist nicht so einfach Fotos ohne die Massen von Menschen zu machen, die sich hier durch die Straßen schieben, aber hin und wieder gelingt es

Und die Stadt ist wirklich schön, das muss man schon sagen.

Es gibt auch einen interessanten Markt für jeden kulinarischen Geschmack, wir haben uns allerdings nicht für Schafsköpfe, sondern für Erdbeeren entschieden

An der langen Strandpromenade gibt es ein großes Solarfeld, dessen Sinn sich uns nicht erschlossen hat und eine tolle  Meeresorgel zu bestaunen. Je nach Wellengang und Windrichtung erzeugt diese 35 Töne in sieben Sequenzen und hört sich wirklich gut an.

Alles schön, aber nach 2 Stunden reicht uns der Trubel und wir fahren weiter, um uns einen Übernachtungsplatz zu suchen. Den finden wir nicht weit von Zadar entfernt bei einem alten Kastell aus dem 16. Jahrhundert in der Nähe von Sibenik.

Dort wurde ein schönes Nacherholungsgebiet geschaffen und wir finden nebenbei 3 Geocaches.

Am nächsten Morgen lotst uns das Navi auf eine Maut-Autobahn, obwohl ich diese in den Optionen deaktiviert habe *grummel*. Vielleicht sollte das aber so sein, denn so können wir zwei nette Tramper mitnehmen.  Urszula (Ulla) und Szymon (Simon) aus Polen befinden sich auf einer offiziellen Hitchhiking-Rallye: von Sopot in Polen nach Ulcinj in Montenegro.

Wir können die beiden immerhin ein Stück bis Split mitnehmen, dort wollen wir bleiben und die beiden müssen weiter. Wir wünschen ihnen viel Glück! Infos zur International Hitch-hiking Championship gibt es unter www.mistrzostwaAutostopowe.pl

In Split finden wir diesen großzügigen Strandparkplatz. Mit dieser Leere haben wir nach unseren kroatischen Großstadterfahrungen in Rijeka und Zadar gar nicht gerechnet. In der Hautpsaison stehen dort wohl viele Strandbars, aber jetzt ist massenhaft Platz zum Parken. Prima!Und so schaut der Strand aus. Wieder mit glasklarem Wasser. Hier bleiben wir erstmal, es ist bewölkt, hat aber trotzdem 28 Grad.

Am späten Nachmittag packen wir unsere Scooter und rollern 4km in die Altstadt von Split.Die zweitgrößte kroatische Stadt hat nicht nur einen gewaltigen Hafen, in dem mehrere Kreuzfahrtschiffe wie Hochhäuser stehen, sondern hält laut Reiseführer auch ‚architektonisch und kulturell einige Perlen bereit‘.

Ja, stimmt. Das sieht schon alles sehr schmuck aus, hier siedelten bereits die alten Griechen und die Altstadt in vom Feinsten.

Immerhin verteilen sich die Menschenmassen aus dem Kreuzfahrtschiffen ganz gut. Trotzdem ist es schön, am abend wieder aus der vollen Stadt rauszukommen. Der Abend am Strandparkplatz beginnt ganz ruhig, ein paar Leute promenieren, führen die Hundchen Gassi, sitzen auf den Bänken und quatschen.Das geht allerdings bis 2 Uhr morgens so: Autos kommen, knirschknirschknirsch über den Schotter, Leute quatschen, es gibt ein kleines Feuerwerk, Motorräder knattern und um 1.30 Uhr morgens fahren Schwachköpfe mit voller Geschwindigkeit über den Platz und lassen schlitternd den Schotter spritzen. 😦  Sowas hatten wir schon mal in Spanien erlebt. Gut, dass ich unseren Bus vorsichtshalber ganz am Rand geparkt habe.

Am nächsten Morgen haben wir den Strand wieder fast für uns alleine – als wäre nichts gewesen. Und das Wasser ist wirklich soooo toll.Zwei Mädels machen stundenlang Selfies und Posing – Fotos.Wir wollen keine weitere Nacht auf diesem Platz verbringen und fahren nachmittags ein paar Kilometer weiter zu einem anderen Strand mit einer  netten, ruhigen Parkbucht. Dort gesellen sich später noch 2 VW-Busse dazu. In der Nacht fängt es an zu regnen und die Wetterprognosen sind für die nächsten Tage gemischt. Vielleicht nutzen wir dies, um mal wieder einen Wäschetag auf einem Campingplatz einzulegen – und außerdem haben wir noch einige Staffeln von ‚Game of Thrones‘ dabei, die gesehen werden wollen. Also, schaun mer mal!

Karte von Openstreetmap

Wir sind jetzt 4 Wochen unterwegs und haben 1765km zurückgelegt. Das sind rund 59 km pro Tag – soviel sind Uschi und ich zuhause mit unsern beiden PKWs ungefähr auch gefahren 🙂  Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 9,7l Diesel, die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 52 km/h und wir hatten eine Fahrzeit von 33:34 Stunden.

 

4 Kommentare zu „Mai 2018: Zadar – Split“

  1. Hi ihr zwei,
    Dalmatien im Frühling, ich beneide euch!
    Kenne da viele Ecken aus meiner Kindheit (Segelurlaube mit Eltern)
    Weiter eine tolle Reise, ich folge euch

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Jürgen, echt schön wie Du einem auf Eure Reise mitnimmst. Tolle Berichte und superschöne Bilder. Wünsche Euch weiterhin eine schöne Reise und freue mich schon auf den nächsten Bericht.
    Liebe Grüße
    Heike W.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s