Mai 2018 Montenegro

Der Grenzübergang von Kroatien nach Montenegro ist oft mit langen Wartenzeiten verbunden, das haben wir von anderen Reisenden gehört.  Wir brauchen trotz einem cholerischen kroatischen Zöllner immerhin nur eine halbe Stunde. Bei der Einreise in Montenegro wird man direkt von einem Schild begrüßt, dass freies Campen überall verboten ist. Die Anzahl der möglichen Plätze ist in park4night deshalb relativ gering. Die Straßen hier sind winzig und teilweise in einem unglaublich schlechten Zustand. Wir fahren auf einen Platz bei Ulcinj und benötigen für rund 80km gut 2 Stunden.

Der Parkplatz kostet laut Preistafeln tagsüber 2€ und nachts 2€. Ja, Euro! Montenegro ist zwar noch kein EU-Mitglied, verwendet aber mangels eigener Währung den Euro. Vom Parkplatz hat man einen tollen Blick auf die Stadt und es kommt niemand vorbei, um die Gebühr zu kassieren.  Statt Glockengeläut ertönt der Gesang des Muezzins.

Unten gibt es eine nette Altstadt, die allerdings fast ausschließlich aus Restaurants besteht, eine kleine Flaniermeile, einen Hafen und einen Strand. Die Kugel Eis kostet 50 Cent, ein großes Brot, von dem wir sicher viele Tage essen, 60 Cent. Die Spritpreise sind dagegen wie in Kroatien: rund 1,20€ für den Liter Diesel.

Der tagsüber ruhige Parkplatz wird gegen abend von jungen Männer bevölkert, die mit ihren Auto wilde Runden drehen und die überall herumstreunenden Katzen übel behandeln. Hier wollen wir dann doch nicht übernachten. Wir fahren ein paar Kilometer aus der Stadt raus und finden diesen lauschigen Platz am Meer. Es ist hier nichts los, aber die WC-Anlagen und Strandduschen sind in Betrieb – prima!Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Albanien, dort ist das freie Stehen und Campen wohl kein Pronblem. Die Straßen sind abenteuerlich eng, die Baustellen oft ungesichert. Es hat Gräben und Schlaglöcher. Außerdem ist die Straße nach Albanien gerade wegen Bauarbeiten komplett gesperrt. Durch die freundliche Unterstützung von Einheimischen finden wir die ‚Umleitung‘, wir müssen wieder 20km an der Küste zurück und dann über kilometerlange Schleichwege durch das Gebirge.

Nach 50km und gut 1,5 Stunden Fahrt sind wir an der Grenze zu Albanien

Die Kennzeichen schauen in Montenegro sehr ähnlich aus, wie in Deutschland, nur der TÜV-Stempel fehlt 🙂  Den würden hier etliche Fahrzeuge auch sicher nicht bekommen. Unsere Stippvisite in Montenegro war kurz, nicht zuletzt durch das Campingverbot und der abendlichen Situation bei Ulcinj. Außerdem hat das Wetter zur Weiterfahrt eingeladen. Die Leute in Montenegro, die wir bei unserem kurzen Besuch trafen, waren freundlich, die Preise günstig. Wir sind jetzt aber sehr gespannt auf Albanien – und werden berichten!

 

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