Juni 2018 GR Achéron-Préveza

Nach 6 Tagen Chillen und SUPen verlassen wir unsere Strandbucht bei FanariIm nahen Dörfchen kaufen wir in einem Miniladen das Notwendigste ein. Die Preise dort sind ziemlich happig, bis zu 20 – 30% teurer als in Deutschland. Außer Brot, das ist günstig: für einen großen Laib zahlen wir 1,80€. Dafür gilt auch ein ermäßigter Steuersatz von 13% – die Umsatzsteuer beträgt ansonsten hier 24%. Es ist sicher nicht einfach für die älteren Leute, die hier wohnen, mit ihrer nicht üppigen Einkünften diese Preise zu bezahlen.

Nach dem Einkauf steuern wie das Nekromanteion an: ein Totenorakel, in welchem die Lebenden die Toten befragen konnten. Der nahe Fluß Acheron war nach dem Glauben der alten Griechen eines der Grenzgewässer zum Totenreich. Unser Reiseführer von 2017 gibt als Eintrittspreis 2€ an, der wurde jetzt auf 8€ erhöht. Irgendwo muss das Geld ja herkommen, um Griechenlands Schulden zu tilgen.

Der Rundgang ist recht schnell erledigt. Ein paar alte Mauern hier, ein paar Amphoren da und auf das eigentliche Heiligtum haben die Christen im 18. Jahrhundert ein Kirchlein gebaut, welches leider verschlossen ist.

Unter dem ‚Heiligtum‘, das sich heute als recht schnöder Raum darstellt, befindet sich eine Krypta. Es wurden hier Hinweise auf eine Maschine gefunden, mit deren Hilfe die Orakelpriester für die Pilger die Schatten der Toten aus der Unterwelt auftauchen ließen. Leider gibt es die Maschine nicht mehr. Damit wäre das Ganze die 8€ pro Nase wert gewesen. So bleibt nur die Gewissheit, der Nation bei der Entschuldung etwas geholfen zu haben.

Auf dem Weg zum Parkplatz begegnet uns diese niedliche Schildkröte. Die laufen hier öfters frei herum.

Dann wollen wir den Totenfluß Acheron erkunden. Bei Gliki befindet sich der Eingang zur Schlucht Stená tou Acherónda. Zunächst führt der Weg durch einen dichten, verwunschenen Zauberwald 🙂

Angenehm kühl ist es hier. Die Vegetation gefällt, auch die manchmal etwas gruselig aussehenden Bäume. Hier und da plätschert der Acheron durch den Wald.

Dann endet der Pfad und es geht im Flußbett weiter

Rechts und links steigen die Felsen steil empor, es ist eine erfrischende Wanderung.

Es wird tiefer….

Irgendwann geht es nur noch schwimmend gegen eine ordentliche Strömung weiter. Mit unserem Rucksack geht das nicht, uns reicht es aber auch, wir sind schon recht weit gekommen. Diese Schluchtenwanderung ist wirklich etwas Besonderes und definitiv zu empfehlen!

Unser Park- und Übernachtungsplatz am Eingang der Schlucht mit Blick auf den hellblauen Acheron. Der sieht absolut nicht nach einem Totenfluß aus!

Nicht nur Hunde, Ziegen, Schafe, Kühe und Schildkröten dürfen frei herumlaufen. Auch Pferde: dieses schaut bei uns durch die Schiebetüre rein.Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Süden auf gut ausgebauten Straßen, hier mit Oleanderbüschen rechts und links. Schon morgens um 10 Uhr hat es 26 Grad, gegen Mittag über 30.

Und heute ist ein ‚Arbeitstag‘ geplant: zunächst ist wieder einmal große Wäsche angesagt. Bei Préveza finden wir einen Waschsalon mit diesem freundlichen Betreiber.

Er zeigt uns, wie die Maschinen funktionieren. Wir zahlen 8€ für 2 Waschmaschinenladung und 4€ für das Trocknen.

Das Ganze braucht etwas 2 Stunden Zeit. Wir nutzen diese, um in einer nahen Beach Bar mit recht schnellem Wifi unsere Geräte upzudaten, Fotos hochzuladen, den Blog zu schreiben, Bürokram und die Post zu erledigen. Hier ein ganz liebes Dankeschön an Melissa, die immer zuverlässig unsere Briefpost scannt und uns elektronisch zur Verfügung stellt und Patric, der sich um unsere Wohnung kümmert!

Wir bestellen leckeren Frappe. Es gibt schlimmere Arbeitsplätze.

Und dann ist die Wäsche fertig. Jetzt noch alles schön zusammenlegen, einräumen, Betten überziehen – bei 32 Grad. Wir jammern aber kein Stück.

Den nächsten Stopp gibt es beim Supermarkt. Uschi gelingt immer irgendwie das Kunststück, unseren Großeinkauf ordentlich im Bus zu verstauen.

Zum Abschluss fahren wir an den nahen Strand von Preveza.

Das Wetter ist recht stabil 🙂 und morgen wollen wir uns das Städtchen anschauen.

Nach knapp 2 Monaten haben wir 3027 km zurückgelegt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, die Fahrzeit 66:06 Std.

 

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