Juni 2018 GR Préveza-Nafpaktos

Der Übernachtungsplatz bei Péveza war leider nicht so ruhig wie es am Abend schien: weiter hinten, dort wo der PKW steht, ist wohl ein beliebter Nachtparkplatz für Pärchen und bis 3 Uhr morgens fuhren immer wieder Auto auf der *knirschknirschknirsch* Schotterstraße vorbei. Ab 3 Uhr bellte dann der Hund von nebenan :-/   Der nächste Tag beginnt aber wieder mit bestem Sonnenschein, wir packen unser Roller aus.

und scootern nach Préveza, einer Kleinstadt am Eingang zum Ambrakischen Golf, der sich von hier aus 35 km weit landeinwärts erstreckt.

Die kleine Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein und wir erstehen bei einem Bäcker ein leckeres Hefegebäck. Uschi, zuständig für das analoge Social Media und die Printmedien deckt sich mit neuer Hardware ein.

Wir schauen immer, wo die Einheimischen ihren Café trinken – dort ist meistens auf der Frappé gut und günstig. Wifi gibt es auch und so können wir Euch aus allen Kanälen berichten.

Und dann fahren wir unters Meer: ein mautpflichtiger Straßentunnel führt unter der Einfahrt zum Golf durch.

Ab geht es unter den Meeresspiegel!

Die Durchfahrt ist nicht spektakulär, alles bleibt trocken 🙂 Wir bezahlen den PKW-Tarif von 3€. Fahrzeuge, die  höher als 2,80m sind, kosten 7,50€.

Entlang der gut ausgebauten Küstenstraße fahren wir immer rund 1 Stunde und halten dann an einem Strand zum Schwimmen, SUPen, Chillen, Wandern, Kochen, Essen und Schlafen. Hier bei Kechropoleos mit Blick auf die Insel Lefkáda…

…bei Mitika mit Blick auf die Insel Kálamos

… weiter entlang der herrlichen Küstenstraße mit tollen Ausblicken… bis zu einer wie immer über park4night gefundenen Bucht, in der leider viele schrottige Wohnwagen stehen und eine Schweineherde frei herumläuft. Deren Hinterlassenschaften liegen überall herum. Dann nix wie weiter…… die Sraßen und die Aussichten sind nach wie vor genialund wir finden wieder einen netten Übernachtungsplatz oberhalb einer hübschen kleinen Bucht bei Astakos

Allerdings parkt man dort nicht direkt am Strand und zwischenzeitlich sind wir verwöhnt 😉  Also geht es am nächsten Tag weiter nach Kryoneri mit einem 1a Strandplatz, Duschen gibt es im nahen Dörfchen. Der Blick auf den großen Felsen ist beeindruckend.

Wir werden auch gleich wieder bewacht. Dafür gibt es ein Leckerli. Leider kläffen die Köter wieder nachts – grrrr.

Hier der Blick von Kryoneri auf unsere Übernachtungsbucht.

Nach 2 Tagen haben wir die Umgebung zu Fuß und mit dem SUP ausgiebig erkundet und so fahren wir einmal um den Felsen herum zum nächsten Ziel. Unterwegs finden wir einen Brunnen mit bestem Quellwasser und füllen unsere Tanks. Die Straßen sind recht gut, von kleinen Verlusten mal abgesehen.

Die nächste Bucht bei Kato Vasiliki ist der absolute Hammer. Wir parken auf einer Wiese, der Blick auf den Felsen ist noch grandioser als in Kryoneri. Es hat eine Stranddusche und keine kläffende Hunde. Hier bleiben wir!

Ringsum gibt es viele Klettermöglichkeiten. Bei tagsüber bis zu 36 Grad entscheiden wir uns aber mehr für Schwimmen und SUPen.

Das glasklare Wasser lädt dazu ein mit geschätzten 25 Grad.

Tagsüber kommen immer wieder Badegäste mit Auto oder Moped vorbei. Alles superfreundlich, man winkt und grüßt sich. Hält ein kleines Schwätzchen…

Warmwasser zum Waschen und Spülen erzeugen wir mit dieser hübschen Box, die eigentlich für Waschmittel vorgesehen ist. Einfach tagsüber auf die Motorhaube in die Sonne gestellt, hat man nach ein paar Stunden warmes Wasser. Den Trick haben wir mit unserem guten, alten James Cook auch schon angewandt. Damals hatten wir ein braunes 5L-Weinfaß. Das hat auch gut funktioniert, aber die blaue Waschmittelbox sieht irgendwie seriöser aus 🙂

Ein paar Wohnmobilisten kommen und gehen nach 1-2 Tagen wieder, oft sind wir ganz alleine in der Bucht.

Ioannis kommt jeden Tag zum Schwimmen. Er ist in Karlsruhe geboren und mit 13 nach Griechenland. Er war Offizier und stammt aus Thessaloniki, seine Frau kommt aber hier aus der Gegend, wo er nun wohnt. Er versorgt uns mit eigene Oliven, eine kleine Flasche Olivenöl und zwei lokale Schnäpse und frische Eier gibt es als Geschenk dazu. Wir können uns mit einer kleinen Flasche badischem Rotwein revanchieren und Iohannis zu einem kalten Bierchen einladen. Er erzählt uns viel über Hellas und gibt uns Tipps für unsere Tour über den Peleponnes. Rufnummern und Whatsapp-Daten werden getauscht – wir wollen uns nach der Peleponnes-Umrundung wieder treffen.Eines Morgens stürmt es sehr und wir wollen einen Ausflug an den nahen Trichoniga-See machen, den größten natürlichen See Griechenlands. Unser Navi schlägt uns 3 verschieden Routen vor. Wir nehmen die Kürzeste über die Berge. Leider fehlt dieser Straße irgendwann der Asphalt.Umdrehen wollen wir nicht und so fahren wir sehr langsam weiter. Die ‚Straße‘ wieder enger und holpriger.Rund 15 km geht es über die staubige Piste. Erinnerungen an Namibia werden wach, nur hatten wir dort einen Allrad-Geländewagen. Der Ducato schlägt sich aber tapfer.Dann geht es über eine klappernde Stahlbrücke…

Aber schließlich landen wir nach gut 2 Stunden Fahrt am See.

Hier ist es viel weniger windig als an der Küste, es hat aber mittags 38 Grad. Gut, dass wir direkt am See parken können, sogar eine Dusche hat es hier. Abwechselnd verbringen wir den Tag im See und unter unserem Sonnenschirm.Für die Rückfahrt wählen wir die längere, aber gut ausgebaute Strecke, die durch eine schöne Schlucht führt.Mit netten Felsenkirchlein..

Und schließlich landen wir wieder an unserer Traumbucht bei Kato Vasiliki. Nach 6 Tagen fühlen wir uns hier fast schon heimisch…

Aber wir wollen ja noch mehr sehen. Ein bißchen schweren Herzens verlassen wir ‚unsere‘ Bucht und fahren weiter entlang der Küste Richtung Nafpaktos. Von weitem sieht man die Brücke, die auf den Peloponnes führt.

Wir fahren aber zunächst daran vorbei, weil wir in Nafpaktos eine Apotheke aufsuchen wollen, Uschi hat eine blöde Entzündung im Mundraum und unsere Hausmittel wirken nicht. Wir werden aus Nafpaktos berichten!

Karte von openstreetmap

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