Juli 2018 Peloponnes Máni

Der mittlere der drei Finger des Peloponnes, genannt Máni, ist geprägt durch steile Küsten und das bis zu 2407m hohe Taigéttos-Gebirge. Wir fahren zunächst nach Kalamata. Die Stadt wurde 1986 von einem schweren Erdbeben verwüstet, ist inzwischen aber wieder aufgebaut – auch dieses Kirchlein mitten in der Altstadt:

Wir bummeln durch die Gassen und fahren weiter über die kurvige und steile Straße entlang der Westküste. Viel Möglichkeiten am Wasser zu siedeln gibt es nicht – auch nicht für Camper 😉  Und so genießen wir die wilde Landschaft und fahren ein ganzes Stück bis nach Neo Oitylo, bis zu einer Taverne (GPS: 36.693699, 22.3888) am Strand. Man darf dort die Liegenstühle und Sonnenschirme kostenlos benutzen, wenn man ein Getränk bestellt. Duschen gibt es auch und sogar einen Pool.Neo Oitylo ist von hohen Bergen eingerahmt.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Aerópoli, der einzigen Stadt der Máni, wenn auch recht klein, mit knapp 800 Einwohner. Hier fallen, wie überall in Griechenland diese Fugen in den Straßen auf:

Man sieht die Fugen auf allen Straßen – und spürt sie meistens auch, weil sie oft lausig verschlossen sind. So werden die sowieso nicht sehr komfortable Straßen noch schlechter. Einmal haben wir erlebt, wie eine Straße aufgesägt und ein Kabel verlegt wurde. Wenn das die Internetverkabelung Griechenlands, dürfte bald jedes Haus versorgt sein und sei es noch so abgelegen.

Das nächstes Ziel im Blick: der sogenannte Dinosauriereierstrand bei Pirgos Diroú (36.6427, 22.3836):

Man kann wunderbar direkt am Wasser neben Tamarisken stehen.

Warum wird der wohl Dinosauriereierstrand genannt?

Wir bleiben ein paar Tage, es schlüpfen keine Dinosaurier….

… aber ein Vögelchen…

… und auch eine Schildkröte

Ein Pfad führt in die nächste Bucht. Da gibt es eine Stranddusche und die Höhlen von Pyrgos Dirou. Reiseführer raten, gleich morgens um 9 Uhr dort zu sein, um Wartezeiten zu vermeiden. Leider lesen wohl alle Leute diese Tipps und so stehen wir kurz vor 9 mit einer Busladung Menschen und noch ein paar anderen vor dem Kassenhaus und warten eine halbe Stunde, wegen eines Sicherheitchecks, der erst noch durchgeführt werden muß. Dann fahren wir eine halbe Stunde in kleinen Boote für je 8 Personen durch die Höhlen, es geht sehr eng zu, bei Youtube gibt es dazu ein Video und hier eine kleine Diashow:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wieder unterwegs fallen wehrhafte Wohntürme mit Schießscharten auf, die früher vor fremden Eroberern schützten, aber bis in die Mitte des 19. Jhs. wohl auch bei Blutfehden gegen die Nachbarn.

Der Baustil hat sich offensichtlich bewährt, auch Neubauten werden meistens als Wohntürme errichtet. Über steile Straßen geht es entlang der Mani-Westküste…

… Richtung Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des griechischen Festlandes und nach dem spanischen Tarifa der zweitsüdlichste Punkt von Festland-Europa. Der Parkplatz 36.402599, 22.4863 ist tagsüber gut von Wanderer frequentiert, nachts sind nur wir und ein weiterer Camper hier. Es ist also schön ruhig und man sieht einen tollen Sternenhimmel.

Unterhalb des Platzes gibt es noch Überreste von Poseidons Totenorakel zu besichtigen.

Früh am Morgen führt dann eine Wanderung zum Kap Tenaro.

Die Pfade sind gut zu laufen, teilweise aber heimtückisch mit scharfen Steinen und dornigen Sträuchern versehen. Also nix für Flipflops und Sandalen.Bald grüßt schon von Weitem der Leuchtturm.

Das Kap rückt näher und dann ist es geschafft. Südlicher geht es nicht mehr!

 

Und so schaut der Weg Richtung Norden aus:

Die Fahrt entlang der Ostküste führt über steile, steile Straßen mit tollen Aussichten und manche Baustellen…

… an einen schönen Sandstrand 36.731533, 22.562576. Gleich bei der Ankunft sagt uns eine Frau, dass hier das Übernachten mit dem Camper verboten ist. Wir bedanken uns freundlich für diesen Hinweis – leider trifft das theoretisch auf ganz Griechenland zu.

Wir verbringen eine problemlose Nacht und fahren am nächsten Tag zum Campingplatz Mani Beach, denn wir müssen wieder mal an die Wäsche. Wir werden superfreundlich empfangen und bekommen für faire 19€ pro Nacht (ohne Strom, den produzieren wir selbst) einen Top-Platz direkt am Strand, so dass wir 3 Tage bleiben. Der Platz liegt beim Städtchen Gythio und damit verlassen wir anschließend die wilde Máni.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s