Oktober 2018 Au revoir France!

Über ganz Europa liegt ein fettes Wettertief. In Capbreton hat es keine Unwetter wie in Italien oder Schneefall wie in Deutschland, aber dicke Wolken, teilweise Regen, Temperaturen um die 8-10 Grad.Die Surfer sind trotzdem im Wasser und wir schauen uns das Städtchen an, hier z.B. den sich weit ins Wasser wagende hölzerne Pfahlsteg Estacade, ein Geschenk von Kaiser Napoléon III.Zum Übernachten geht es noch ein Stück weiter bis kurz vor Biarritz. An der Flußmündung bei Tarnos wird mit Aussicht auf den Fluß L’Adour und den Atlantik geparkt (GPS: 43.529999, -1.51924). Es nieselt, die letzten Angler ziehen ab und wir übernachten das erste Mal alleine, ohne andere Wohnmobile.

Am nächsten Morgen blinzelt ein wenig die Sonne durch – bestens um Biarritz zu erkunden. Als Erstes gilt es, eine gute Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Frei stehen ist keine gute Idee, überall stehen Verbotsschilder, die das Parken mit dem Wohnmobil auch tagsüber verbieten. Eine Alternative wäre das Hotel du Palais, einst Kaiserpalast und jetzt Prunkhotel.

Das günstigste Doppelzimmer gibt es online zum Sonderpreis: lediglich 525€ sind für 1 Nacht zu berappen. Als Alternative bietet sich der lokale Wohnmobilstellplatz für 12€ all inclusive an (GPS: 43.466099, -1.57178). So kommen die Ducato-Batterien auch wieder mal in den Genuß von Landstrom. Die beiden Gelbatterien sind zwar solargefüllt, ab und zu Landstrom soll aber deren Lebensdauer verlängern, warum auch immer. Von Stellplatz kommt man, meist über eine schöne Promenade, zur Centre Ville.Der Küstenverlauf ist ‚bildschön‘ entsprechend viele Fotos werden geschossen.

Wir sind praktisch den ganzen Tag unterwegs. Biarritz hat ein tolles Flair, sicher nicht zuletzt durch die unzähligen Surfer die auch bei 12-14 Grad und kaltem Wind immer wieder versuchen, ihre Welle zu finden. Ein Künstler zeichnet mit Stock und Besen ein Mandala in den Sand, im Hintergrund sieht man die Küste von Spanien. Auf den Pyrenäengipfel liegt Schnee.

Nachts regnet es und auch den ganzen nächsten Tag. Wir zuckeln durch Tempo 30 und Tempo 50 Zonen gemütlich und mautfrei Richtung Spanien, kaufen unterwegs noch das letzte französische Baguette, Croissants und Käse – und merken erst an den Tankstellenpreisen (1,20€ statt ~1,50€ für Diesel), dass wir in Spanien sind. Entweder gibt es keine Grenzhinweise auf unseren Ministraßen, oder sie wurden übersehen.

Durch das regnerische San Sebastian wird das nächste Ziel angesteuert: der ACSI – Campingplatz Igara. Man steht im Winter dort etwas unkonventionell zwischen Bungalows, für 15€ gibt es aber Sanitäranlagen vom Feinsten – einschließlich Sauna! Waschmaschine und Trockner sind ebenfalls vorhanden.

Der weitere Streckenverlauf wird geplant. Ürsprünglich wollten wir nach einem Abstecher zur Halbwüste Bardenas Reales entlang der Nordküste Spaniens nach Portugal. Die Wetterprognosen sind allerdings nicht verlockend, evtl. fahren wir quer durch Spanien Richtung Mittelmeer. Falls ihr dazu Tipps habt, lasst es uns wissen 🙂

7 Kommentare zu „Oktober 2018 Au revoir France!“

  1. Hallo Ihr Reisenden,
    das schlechte Wetter ist ja in ganz Europa. Ich würde dennoch die wesentliche Route fahren, da es dort „wilder“ – mehr Natur und Küste.. ist. Im letzten Beitrag habt ihr von 60 GB Internet geschrieben… was habt Ihr denn da für einen Provider und wie sind die Erfahrungen in Frankreich damit? Viel Spass beim Reisen, gerne lesen wir Euere Berichte. Susanne und Bernd

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  2. Hallo,
    das oberste Foto stammt aber weder aus Frankreich noch aus Spanien 😉
    Das ist die Insel Kalamos an der griechischen Westküste, gelle ?
    Grüße und gute Reise !!
    Heinz

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  3. Hallo,
    wir standen dieses Jahr im zeitigen Frühjahr vor einer ähnlichen Entscheidung – auch die Wetterlage war der jetzigen ähnlich: Eigentlich wollten wir die Halbinsel gegen den Uhrzeigersinn bereisen, auch weil’s im Norden und vor allem im Nordwesten einfach unglaublich schön ist. Wir haben uns dann für die Gegenrichtung entschieden und zuerst einige Zeit bei bestem Wetter an der Costa Brava (seehr sehr schön in der Nebensaison, wenn noch nichts oder nichts mehr los ist) verbracht, während es in Galizien stürmte und regnete. Auch im Ebrodelta kann man es übrigens einige Zeit sehr gut aushalten! Wir haben überall völlig unbelästigt und an schönsten Plätzen frei gestanden.
    Also: Schaut euch den Wetterbericht für z.B. Tarragona und A Coruna an, dann sollte die Entscheidung klar sein…
    Schönen Gruß

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