Januar 2019 Casablanca-Essaouira

Auf dem Weg nach Casablanca besuchen wir in Mohammedia den großen Marjane Supermarkt. Er ähnelt den Carrefour-Märkten, die man aus Frankreich und Spanien kennt.Die Preise sind unterschiedlich: französischer Käse ist teurer, Obst und Gemüse sind billiger als in Europa. Es gibt keinen Alkohol, dafür jede Menge offene Gewürze.Casablanca hat knapp 3,4 Millionen Einwohner. Viele raten davon ab, mit dem eigenen Auto in das Gewühl einer marokkanischen Großstadt zu fahren. Dem stimmen wir jetzt zu: wir brauchen über eine Stunde um zur Moschee am Hafen zu gelangen, fahren von einem Stau in den nächsten. Verkehrsregeln werden kaum eingehalten, wir passieren viele Unfälle, in einem Fall verteilte sich eine Ladung Nägel über die Fahrbahn. Dabei begann alles ganz entspannt:Schließlich erreichen wir die 210m hohe Hassan II. Moschee, das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Danke an Heiner für dieses Foto, so gibt es wieder mal ein Bild von uns zusammen.Nach einer weiteren nervenaufreibenden Fahrt durch Casablanca landen wir nach 1,5 Stunden auf dem Campingplatz International in El Jadida (GPS: 33.240101, -8.48867). Die Sanitäranlagen sind uralt, defekt, verschmutzt und faktisch nicht nutzbar. Trotzdem ist der Platz gut gefüllt. Freies Stehen ist derzeit leider keine Alternative, da polizeilich aus Sicherheitgründen untersagt. So übernachten wir hier für 66 DH = 6€.Am nächsten Morgen lacht die Sonne und wir machen uns zeitig auf den Weg entlang der abwechslungsreichen Küstenstraße. Hier wird als roten Warnwimpel der rudimentär gesicherten Ladung ein Ziegelstein verwendet, der bedenklich an einer Schnur baumelt.Vorbei geht es an an Wiesen, Wäldern und Industrieanlagen…Immer wieder stehen kleine Herden mit Schafen und Ziegen am Straßenrand, Leute grüßen und winken. Der Fahrbahnrand ist oft scharfkantig und sollte besser nicht befahren werden.Nach einer guten Stunde erreichen wir den CP Laguna Park in Oualida (GPS: 32.7254, -9.04345) mit einer super Aussicht und Pool, alles top in Schuß und gepflegt für 95 DH = 8,80€ incl. Strom. Der sympathische Eigentümer Ibrahim spricht gut englisch. Bei bis zu 20 Grad und Sonnenschein lässt es sich relaxen und mit den Nachbarn Reiserouten austauschen, z.B. mit Sibylle und Hermann, die wie wir seit April 2018 unterwegs sind. Zur Strand und zur Lagune von Oualidia läuft man rund 1,5 km.

Wir bestellen bei Ibrahim zum Lunch eine hausgemachte Tajine, die direkt in den Bus geliefert wird.Für 2 Personen kostet das 85 DH = knapp 8€.Sehr lecker und empfehlenswert.

Wir wären noch länger bei Ibrahim geblieben, aber Nebel und Wolken ziehen auf, Richtung Süden soll es sonniger sein. So geht es wieder auf die Küstenstraße 301.

Wir fahren ein ganzes Stück, die 301 ist höchst unterschiedlich ausgebaut. Mal kommt man gut voran, mal hat es Schlaglöcher ohne Ende. Auf der engen Straße ist uns dieser Gegenverkehr der liebste:Wir überholen auch ab und zu….… und landen nach gut 2 Stunden auf einem einsamen Campingplatz im Nirgendwo (GPS: 31.787701, -9.58416). Für 100 DH = 9,20€ haben wir den hinteren Teil des Platzes einschließlich Sanitäranlagen für uns alleine und stehen windgeschützt vor den starken Böen.Auch vorne am Strand ist viel Platz.Und weiter geht es auf der 301. Mit schönem Blick auf die Küsten und einem wachsamen auf den Asphalt.Nach einer Stunde tanken wir in Essaouira Diesel für 80 Cent/Liter und fahren dann auf den bewachten Parkplatz direkt an der Altstadt. Für 220 DH darf man auch über Nacht bleiben. Äh… 20€? Nein danke, wir parken ein paar Straßen weiter, geben dem Parkwächter 5 DH und sind in wenigen Minuten in der Medina.Ein Blick über die Stadtmauer zum Atlantik:

Durch die Altstadt lässt es sich entspannt bummeln. Es gibt viel zu sehen, zu riechen und zu essen. Wir lassen uns treiben, kaufen Brot, Nüsse, Fisch. Das leckere marokkanische Lunch kostet einschließlich Minztee und Trinkgeld nicht mal 10€:

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Alles wunderbar, die Stadt gefällt uns ausgesprochen gut. Der einzige Campingplatz allerdings nicht. Freies Stehen ist auch hier leider überall verboten. In nur 20km Entfernung soll es in Sidi Kaoki einen besseren Stellplatz geben – wir werden berichten!

 

2 Kommentare zu „Januar 2019 Casablanca-Essaouira“

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