Februar 2019 Sidi Kaouki-Agadir

Von Essaouira fährt man eine knappe halbe Stunde in den kleinen Ort Sidi Kaouki. Der einfache Campingplatz Soleil Kaouki (GPS: 31.3496, -9.79442) gibt optisch nicht viel her, hat aber seine Vorzüge: viel Platz, der Strand ist nicht weit, der Chef (Ali) nett, die Sanitäranlagen mit warmen Duschen ok, die Ver- und Entsorgung auch. WLAN ist am Platz und funktioniert sogar ab und zu. Das Ganze für 50 DH = 4,60€, da kann man nichts sagen…Es gibt ein paar Surfschulen mit Bars (wie immer in Marokko alkoholfrei) und ein paar kleine Hotels. Am Strand kann man auf Kamelen und Pferden reiten. Alles ganz nett, nur die freilaufende Hunde sind etwas wild.Viel Platz am Strand, allerdings pfeift der Wind sehr stark.

Und der Atlantik ist rau, heute können nicht mal die Surfer raus. Wir freuen uns, auf dem Platz zum 3. Mal Alva, Eva + Heiner zu treffen 🙂

Essaouira hat uns so gut gefallen, da müssen wir nochmal für einen Tagesauflug hin. Diesmal starten wir unsere Tour am Hafen.Fangfrisch.Auch für die Möwen bleibt etwas übrig.Wir bummeln durch die Medina und Souks, kaufen ein paar hübsche Dinge und ein paar nahrhafte. Alles sehr günstig.Es macht wieder Spaß, durch die Gassen zu bummeln. Die Leute sind sehr freundlich und allermeistens nicht aufdringlich. Im Hafencafé kosten zwei Cappuccini mit Wasser rund 2€.Magische Schattenspiele am Hafen von Essaouira…Nach 3 Nächte in Sidi Kaoki geht es weiter entlang der Küstenstraße Richtung Süden. Wir überholen das erste Kamel…… fahren aber sonst gemächlich, die Straße überrascht immer wieder mit Schlaglöchern und ist oft eng. Allerdings nicht gemächlich genug: in einer 60er Zone wird geblitzt: 69km/h zeigt das schicke Radargerät mit einem Foto vom Bus, 300 DH soll der Spaß kosten. Nach ein paar netten Worten bekomme ich Rabatt und zahle 150 DH, knapp 14€, mit korrekter Quittung.Man sieht oft Polizei- und mobile Radarkontrollen. Dafür geht es auf den Straßen auch recht diszipliniert zu, außer in Casablanca 😉   An dieser Stelle wären wir auch ohne Schild nicht auf die Idee gekommen, zu überholen:

Die Straße wird zur Piste…

… schließlich erreichen wir das Camp Oceanpoint in Imsouane. Der Platz ist hübsch angelegt, es hat hier viele Surfer und coole Leute. 80 DH = 7,40€ kostet die Nacht ohne Strom, wir bleiben 3 (GPS: 30.846901, -9.821429).

Wer keine eigene Behausung mitbringt, kann für 23€ in diesen Booten mit Meerblick übernachten.Vom Campingplatz geht es über steile Stufen an die schöne Bucht, bei Flut steigt das Wasser allerdings bis zu den Steinen.An die Steilküste schmiegt sich das Fischer- + Surferdorf Imsouame.Es gibt kleine Geschäfte für den täglichen Bedarf zu den in Marokko üblichen Preisen: das Fladenbrot 1 DH = 9 Cent, 5 Liter Wasser 10 DH.Ein bewölkter Tag bietet sich für eine kleine Küstenwanderung an.Am Platz wird die Briefpost erledigt. Klein Hundi passt auf. Auch die großen Hunde sind freundlich und entspannt, nur nachts drehen sie ab und zu durch und jagen mit lauten Gebell um die Autos.Im Großen und Ganzen ist die Atmosphäre aber super, Uschi fühlt sich zum Sonnenuntergang (nach 19 Uhr!) für ein Mandala im Sand inspiriert und bekommt Applaus von Wanderern. Auf der Weiterfahrt am Tag darauf stoßen wir auf einen Strand mit 20-30 Campervans (GPS: 30.615801, -9.801460) und bleiben erstmal. Die aktuellen Park4Night Bewertungen sind prima. Es hat 26 Grad, kaum Wind und fühlt sich wie Sommer an. Wir freuen uns auf unser 1. Freistehen in Marokko!Leider nur bis 18 Uhr: dann kommt die Polizei und sagt, dass alle den Platz verlassen müssen. Ich frage ‚wegen der Sicherheit?‘ und bekomme als ausschweifende Antwort ‚wegen allgemeinen Problemen‘ und ein Schulterzucken. Schade – so fahren wir ein paar Kilometer weiter auf den nächsten Campingplatz  Atlantika Beach bei Imi Quaddar (GPS: 30.581889, -9.7554269), der sich vermutlich über den abendlichen Zustrom von Campinggästen freut.Statt am Strand stehen wir jetzt zwischen vielen Wohnmobilen. 100 DH = 9,20€ kostet die Nacht ohne Strom. Der Platz ist nicht besonders hübsch, aber nagelneu und hat die besten Sanitärräume, die wir bisher in Marokko angetroffen haben. Man möchte gar nicht mehr aus der Dusche 😉  Wir machen das beste daraus, putzen am nächsten Tag den Bus innen und außen und lassen unsere 11 kg Gasflasche auffüllen. Die war zwar noch lange nicht leer, aber wenn das Gasmann schon mal vorbeischaut… So brauchen wir uns bis zu Rückkehr nach Deutschland nicht mehr darum kümmern.  Auch bei Imi Quaddar kann man kilometerweit am Strand entlang wandern.

Und im Wasser, welches recht warm ist, bei Ebbe wieder zurück.

Unser nächste Stopp in Agadir fällt kurz aus: die Stadt ist 1960 einem Erdbeben zum Opfer gefallen, die Bauten stammen aus der Zeit danach. Heute hat Agadir 600.000 Einwohner. Wir kaufen im Carrefour ein paar Sachen, die es in den kleinen Läden nicht gibt, heben an einer Bank Geld ab und fahren dann weiter…

… auf den Campingplatz Sidi Wassay Beach (GPS: 30.055201, -9.68852) und stehen dort in der Pole Position mit direktem Meerblick. Wer findet uns?

Route: Sidi Kaouki – Sidi Wassay

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