Februar 2019 Bouizakarne-Tata

Von Tighmert fahren wir nochmal beim Marjane-Supermarkt bei Guelmin vorbei und dann auf der N1 eine gute Stunde nach Bouizakarne. Eine Piste führt zum Camp Tinnoubga (GPS: 29.1859, -9.72752  pro Nacht 60 Dirham = 5,50€, kein Strom).Die marokkanischen Betreiber sind freundlich, die Aussicht ist toll. Aber irgendwie trauern wir dem Camp von Salah ein wenig hinterher. Außer uns ist 1 englisches Paar auf dem Platz und 60-70 französische Rentner. Die haben sichtlich eine gute Zeit mit Boule etc.Tags darauf geht es weiter parallel zur algerischen Grenze, die seit 1994 geschlossen ist. Die Straße ist nur einspurig asphaltiert, bei Gegenverkehr muss man auf den steinigen Rand ausweichen.Das ergibt eine reduzierte Reisegeschwindigkeit – nach knapp 2 Stunden erreichen wir das Camp Amerdoul (GPS: 29.0466, -8.84674  60 Dirham = 5,50€ pro Nacht ohne Strom) bei der Ortschaft Icht. In Icht soll es eine alte Ksar, also ein befestigtes Wehrdorf geben, das suchen wir und laufen quer durch einen Palmenhain zum Dorf.Dort ist absolut nichts los. Wir durchkämmen die Straßen…… finden schließlich den Eingang zur Ksar und stoßen dort auf Hassan, der sich als Führer anbietet. Ich gehe in die Preisverhandlung, was nicht so einfach ist, da unser Sprachvokabular absolut nicht harmoniert. Dank Handy und Eingabe der Ziffern ’20‘ einigen wir uns auf 20 Dirham, knapp 2€.In den alten, überdachten Gassen ist es stockfinster und ohne Guide kann man sich leicht verlaufen.Die Erklärungen von Hassan bleiben infolge der Sprachbarriere rudimentär, trotzdem ist der Rundgang interessant. Die Wehrdörfer boten Schutz vor Überfälle, Tiere und Menschen wohnten eng zusammen.Hier wurde Brot gebacken, man sieht den Ruß an den Steinen.Wir durchstöbern etliche Stockwerke und klettern durch die alte Kasbah.

Dann zeigt uns Hassan den angrenzenden Palmenwald mit seinem Bewässerungssystem.

Unter den Palmen gedeihen kleine Obstbäume und Sträucher.Sogar etwas Reisanbau ist möglich. Wir bedanken uns bei Hassan und Uschi holt 20 Dirham für die Führung aus dem Geldbeutel. Beim Blick in diesem möchte er jetzt 200 Dirham haben. Das kommt natürlich nicht in Frage und ich sage ihm deutlich, das mich sein Verhalten enttäuscht. Etwas spitzbübisch nimmt Hassan die 20 Dirham und entschuldigt sich vielmals. Nagut, Entschuldigung angenommen. Wir trennen uns als Freunde.Vor dem Campingplatz wartet ein wuschelige Esel auf Streicheleinheiten.

Nach einer ruhigen Nacht fahren wir weiter Richtung Osten, parallel zur algerischen Grenze, links sieht man die Ausläufer des Antiatlas. Die Straße ist ab Icht zweispurig asphaliert und gut ausgebaut.

Viel Landschaft, wenig Menschen. In der Ferne ab und zu Esel, Ziegenherden und Berberzelte.

Nach knapp 2 Stunden Fahrt erreichen wir das Stadttor von Tata.

An einer Brücke vorbei an Teppichwäscherinnen….… checken wir auf dem Camp Hyatt ein (GPS: 29.7386, -7.97774  85 Dirham = knapp 8€ pro Nacht ohne Strom). Der CP ist nicht sehr groß und gut voll. Alles recht eng hier. Wir bekommen nach 50 Meter rückwärts rangieren einen guten Platz mit Blick auf den Fluß und eine Kasbah auf dem gegenüberliegenden Hügel.

Das Gelände ist terrassenförmig angelegt, eine Stufe unter uns werden Berberzelte vermietet.Tata liegt auf knapp 700m Höhe. Tagsüber hat es 26 Grad, nachts ist es aber kälter als in Freiburg 🙂Die alte Kasbah gegenüber schauen wir uns an. Vieles ist zerfallen, es wohnen aber Leute hier und oben gibt es ein Hotel.Die Geschäfte und den Souk von Tata erreicht man zu Fuß in 10 Minuten.Als Stärkung gibt es Msemen, viereckigen marokkanischen Pfannenkuchen aus Gries für 2 Dirham das Stück.Den ‚Berberwhisky‘ gibt es gratis dazu.Ein paar Straßen weiter lockt wieder einmal Sfenj.Ja, liebe Eva, lieber Heiner: da konnte ich nicht widerstehen.Uschi ist für den gesunden Part des Speiseplans zuständig.So findet wieder reichlich Gemüse und Obst den Weg in unsere Taschen, während wir durch den Ort schlendern. Immer schön eingehängt, Händchenhalten ist verpöhnt. Der Autoverkehr fliest mittendurch, immerhin wurde der Müllhaufen gut gesichert.Am zweiten Morgen in Tata gibt es diesen schönen Sonnenaufgang.

Route: Bouizakarne – Tata

 

4 Kommentare zu „Februar 2019 Bouizakarne-Tata“

  1. Wir sind den ganzen Tag heute durch Fès gelaufen. Mein Ziel: Sfenj finden. Ich war nicht erfolgreich. Wie macht ihr das? Ihr scheint die an jeder Straßenecke zu finden! Morgen – ein neuer Tag in Fès – muss ich mir eine andere Taktik überlegen 🙂

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      1. Witzig, denn uns wurde gesagt, dass es die immer nur morgens gibt. Die Marokkaner…sind sich selbst bei ihren Sfenj nicht einig 😀

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