Mai 2018 Albanien Süd

Die Wetterprognose ist schlecht, deshalb  fahren wir heute nicht über den Pass zur ‚albanischen Riviera‘, sondern ein paar Kilometer bis zur Ortschaft Orikum. Eine gute Entscheidung: fette Wolken ziehen auf und lassen die Berge verschwinden, später schüttet es wie aus Kübeln. Im Bus ist es trocken und gemütlich, Uschi kocht etwas Leckeres, wie schauen mal wieder ein wenig ‚Game of Thrones‘, bloggen, so vergeht der Tag…In der Nacht lässt das Gewitter nach und am nächsten Morgen präsentiert sich die Umgebung im schönsten Sonnenschein.Die Wasserlachen zeugen noch vom Unwetter. Das ist übrigens die Hauptstraße durch Orikum. Wir bewegen uns im Schnitt mit deutlich unter 40km/h durch Albanien. Solche Pfützen sind besonders gemein, weil man nicht sieht, wie tief das Loch darunter ist.Beim Verlassen des Ortes wird die Straße auf einmal viel besser und schraubt sich in steilen Kehren auf den 1027 Meter hohen Llogara-Pass. Kurz vor dem Pass gibt es eine Quelle mit bestem Llogara-Wasser, hier füllen wir unsere Vorräte auf – die großen und auch die kleinen Behältnisse. Hierbei liebe Grüße an meine Nichte! 🙂Oben angekommen hat man einen weiten Blick auf die Rivieraküste und die hellen Strände.Etwas unterhalb vom Pass wurde eine Basis für Gleitschirmflieger angelegt. Von dort aus sieht man den großen Strand von Palase mit einer großen Baustelle. Dort fahren wir hin.Eine neue, gut geteerte Straße führt von der Küstenstraße an den Strand. Das Wetter ist super, hier bleiben wir erstmal. In der Nachbarschaft haben wir eine sehr nachlässig zusammengezimmerte Strandbude – selbst mit meinen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten hätte ich das wohl besser hinbekommen. Außerdem liegt jede Menge Gerümpel von verlassenen Strandbuden oder ähnlichem herum – und leider auch wieder Müll.Der Kiesstrand ist aber in Ordnung und das Wasser sauber und kühl.So stehen zwei Tage Strandleben nichts entgegen. Ein Ehepaar aus Rosenheim kommt mit dem Camper vorbei und wir packen das SUP aus. Platz gibt es am Strand genügend.Die Baustelle des ‚Green Valley Resort‘ ist weit genug weg und kaum hörbar. Diesem Resort verdanken wir die gute Straße bis zum Strand, früher war das nur ein Schotterweg.  Das Projekt ist gigantisch, es entstehen unzählige große, luxeriöse Häuser und ein 5* – Hotel. Wenn das Ganze einmal fertig ist, wird es wohl nichts mehr mit freiem Übernachten am Strand.

Die Umgebung ist schnell erkundet. Wie überall in Albanien stösst man auf die kleinen Minibunker. Sie sehen aus wie Pilze, wurde vorgefertigt und zwischen 1972 und 1984 aufgebaut. Drinnen kann man gerade mal so zu viert stehen – die meisten sind aber voll mit Geröll oder Müll.

Nach 2 Tagen Strandleben fahren wir weiter entlang der oftmals sehr steilen, aber gut ausgebauten Küstenstraße und halten an einem Parkplatz in der Nähe des Klosters ‚Manastiri Thodores‘. Der Spazierweg zum Kloster ist die am besten ausgebaute ‚Straße‘, die wir bisher in Albanien hatten.

Das Kloster selbst in verschlossen – von außen, mit einem Vorhängeschloss. Es gibt einen Wanderpfad an eine Strandbucht, den möchten wir eigentlich gehen. Aber es fängt an zu regnen, also schauen wir, was es sonst noch so gibt, an der albanischen Riviera.

Da wäre zum Beispiel  in der Bucht Porto Palermo eine gut erhaltene Festung. Der Herrscher Ali Pascha Tepelena ließ diese im Rahmen seiner Unabhängigkeitsbestrebungen vom Osmanischen Reich um 1800 erbauen und hat sie später der Royal Navi als Basis angeboten.

Zu kommunistischen Zeiten entstand in der Nähe wieder einmal ein Bunker, diesmal aber für U-Boote. Leider kann man das 650m lange und 12m hohe Bauwerk nicht besichtigen.

So schauen wir uns die Festung an, der Eintritt ist mit rund 80 Cent überschaubar.Entlang der Küstenstraße machen wir kleine Abstecher in Landesinnere…

… man trifft selten andere Menschen, dafür aber immer wieder Pferde, Esel, Ziegen und Kühe.

Die Straße ist nach wie vor gut ausgebaut, manchmal fehlt aber ein Stück.

So kommen wir in den Ort Sarande, der uns aber überhaupt nicht gefällt. Große, alte und neue Hotels und Wohnbauten bestimmen den Ort. Die Straßen sind eng, einen Parkplatz für unseren Bus gibt es nicht. Dafür wieder einmal Straßenbauarbeiten mit einer abenteuerlichen Umleitung.

Dann fahren wir eben weiter, diese Mopeds mit vorne angeschweißten Handkarren sieht man übrigens oft hier. Auf der kleinen Ladepritsche vorne wird immer viel Material und auch mal eine ganze Familie transportiert.Es ist jetzt nicht mehr weit bis nach Griechenland. Unsere letzten albanischen LEK tauschen wir an einer Tankstelle gegen Diesel ein. Mit rund 1,33€ / Liter ist der teurer als in Deutschland. Die Straßen werden in Richtung Grenze immer leerer. Trozdem muss man aufpassen, da immer wieder Tiere auf der Fahrbahn stehen.Die letzten Kilometer sind wir vollkommen alleine unterwegs. Man merkt, dass es hier 40 Jahre lang überhaupt keinen Grenzverkehr gab, weil das Land abgeriegelt war. Am Zoll gibt es keine Wartschlange, die Formalitäten sind schnell erledigt und wir sind in Griechenland!

Durch Albanien sind wir schneller durch als gedacht. Es war interessant, aber es gab auch keinen Ort, an dem es uns längere Zeit gehalten hat. Am meisten gestört hat uns der Müll, der überall herumliegt. Dabei hat Albanien die größte Müllcontainerdichte, die wir jemals in einem Land gesehen haben. Wirklich alle paar hundert Meter stehen große Container an der Straße, meist leer. Außerdem war das Einkaufen etwas mühsam. Gemüse und Obst gibt es überall zu günstigen Preisen an kleinen Ständen. Aber Wurst, Fleisch, Käse war in den Minimärkten nicht erhältlich oder in schlechter Qualität. Große Supermärkte gibt es nicht viele und waren in manchen Orten stark überteuert – zum Teil mit doppelt und dreifach so hohen Preisen wie in Deutschland. Eine Ausnahme machte der SPAR in einem nagelneuen Einkaufszentrum. Wir wünschen Albanien, dass es sich in dieser Richtung weiterentwickelt. Die Menschen waren hier oft ausgesprochen freundlich und wir haben unser immer absolut sicher gefühlt.

Karte von Openstreetmap

Mai 2018 Albanien Nord

Erst seit den 90er Jahren kann man Albanien bereisen, zuvor waren die Grenzen 40 Jahre geschlossen. Den Grenzübergang, den wir ohne Probleme passieren, liegt auf der Hauptroute zu Montenegro und ist trotzdem winzig. Schwerlastverkehr gibt es keinen.

Direkt nach der Grenze sieht man Bauern, die ihre Wiese mit der Handsense mähen, einzelne Kühe, Ziegen und Schafe grasen neben kleinen Gehöften. An der Grenze frage ich nach einer Wechselstube oder Bank – beides gibt es dort nicht. Ich werde in ‚die City‘ verwiesen. Und so fahren wir nach Shkoder, schlagen uns durch den chaotischen Straßenverkehr und finden eine Bank und einen Internetladen, wo wir uns eine SIM-Karte kaufen. Die Verständigung auf englisch klappt gut. Für 8€ gibt es 15 GB, nicht schlecht.

In einer Parkanlage mitten in der Stadt grast Mutter Pferd mit Fohlen.

Wir finden einen kleinen Markt und decken uns mit frischen Oliven (eine ordentliche Tüte für rund 1€), Kirschen für 55 Cent und Olivenöl für 1,50€ ein. Alles sind ca. – Preise, gezahlt wird in LEK und 100 LEK sind 80 Cent. Die Verständigung erfolgt mit Händen uns Füßen – oder so ähnlich. Immerhin telefoniert die Verkäuferin nebenbei ganz locker.Zum Ankommen in Albanien steuern wir den überall empfohlenen Campingplatz Legjenda bei Shkoder an und werden megafreundlich von der hübschen Tochter des Hauses empfangen. Für 6€ pro Person und 3€ für das Mobil bekommt man einen Stellplatz mit Poolblick, saubere, großzügige Sanitäreinrichtungen und WLAN (allerdings sehr langsam). Der Platz ist mit sehr viel Liebe angelegt und die englischsprechenden Betreiber sind superfreundlich.

Man kann dort wohl auch gut in einem Restaurant speisen, bei uns gibt es heute aber leckere Spaghetti Carbonara nach Art des Hauses 🙂  und dazu Jana-Mineralwasser aus Kroatien. Hier liebe Grüße an meine Nichte :-*Am nächsten Tag fahren wir mit unseren Scootern nochmal in die Stadt und fallen dort nicht wenig auf.

Wir finden abseits des Straßentrubels ein lauschiges Café, der Cappuccino ist eher ein sehr starker Mokka mit aufgeschäumter Milch. Aber nicht unlecker und günstig: knapp 1€ inklusive Wasser.

Das Café liegt neben der alten, einspurigen Holzbrücke, über die bis 2011 noch der gesamte Verkehr von und nach Montenegro floss. Heute dient sie als Fußgängerbrücke und führt zum Romaviertel.

Dann erklimmen wir den Hügel zur Besichtigung der Rozafa-Festung.  Der Name beruht auf einer alten Legende: die Bautätigkeiten wollten damals kein Ende nehmen und die 3 verbrüderten Bauherren beschlossen, dass jene Frau, welche am nächsten Tag zuerst das Essen bringt, eingemauert werden soll, um die für das Bauwesen verantwortlichen Götter gnädig zu stimmen. Die beiden älteren Brüder weihten ihre Frauen ein und so traf es die junge Rozafa.

Es ist wohl nicht überliefert, ob das Opfer Erfolg hatte. Wenn ja, sollte man das für den hiesigen Straßenbau überdenken. Die Aussicht von der Rozafa-Festung ringsum ist jedenfalls toll.

Hier sieht man rechts unten von der Bildmitte unseren Bus auf dem Campingplatz.Und hier ein Blick auf die alte Holzbrücke und die City.

So arg viel ist von der Festung allerdings nicht erhalten.

Nach 2 Tagen fahren wir ein Stück weiter zur kleinen Stadt Shengjin, dort gibt es eine gute Möglichkeit, unter Pinien am Strand frei zu stehen.Der Sandstrand ist ganz nett. Das Wasser ist warm, ich schätze um die 25 Grad, aber ist durch herumschwimmende Wasserpflanzen und leider auch Müll nicht so einladend. Wir sind durch 4 Wochen Kristallwasser in Kroatien aber auch verwöhnt. Gut, dass ein leichter kühler Wind geht, da sparen wir uns das baden.Auf den Bilder kommt es gar nicht so raus, aber der Müll ist leider überall. Teils wird er vom Meer angeschwemmt, wir beobachten aber auch, dass die Leute ihr Zeug einfach liegen lassen, wenn sie den Strand verlassen. Manche packen noch alles in einen Plastiksack, legen den aber irgendwo am Strand ab. Dann kommen die hier überall freilaufenden Hunde und zerfledern den Sack auf der Suche nach Essbarem. Dabei stehen an der Straße alle paar hundert Meter große Müllcontainer, wir verstehen das nicht.Die freilaufenden Hunde haben hier einen netten Charakter, bleiben selbst immer auf Distanz, freuen sich aber, wenn man ihnen einen Happen zuwirft. Wir lernen Fatjon und Donika kennen, sie wohnen mit ihrer Familie in der Nähe und sprechen gut deutsch. Sie haben es wie viele andere als Flüchtlinge probiert und wir haben sehr interessante Gespräche. Sie schwärmen und träumen von Deutschland, versuchen aber in ihrer Heimat ein Business aufzubauen. Sie laden uns zu Kirschen ein und Fatjon gibt mir seine Handy-Nr., falls wir irgendwo in Albanien Probleme haben, sollen wir ihn unbedingt anrufen. Wir wünschen der netten Familie viel Glück!Nach einer ruhigen Nacht fahren wir ein Stück weiter südwärts nach Tale, in der Hoffnung, der Strand ist dort nicht so vermüllt. Es ist tatsächlich nicht ganz so schlimm, vermutlich, weil dort jetzt in der Vorsaison auch viel weniger Leute sind als am Stadtstrand von Shengjin. Im Hochsommer ist es hier voll, vor allem mit Urlaubern aus dem Kosovo.

Bei Tale stehen einige Großbunker. Die kleinen Bunker sieht man in Albanien überall. Nachdem 1968 alle Beziehungen zu anderen Länder abgebrochen waren, befürchtete man eine Invasion und plante den Bau von 750.000 Bunker für je 4 Personen sowie diverse Großbunker. Letztlich umsonst, kein anderes Land hatte Interesse an Albanien. Insbesondere die 4-Personenbunker erinnern an Loriots Bunker K2000.Bei dem ganzen Rumfahren wird unser Bus ordentlich schmutzig. Ich würde den ja gerne selbst waschen, dass ist in Albanien aber nicht möglich. Dafür gibt es überall Lavazahs mit Service.Man kann sich dran gewöhnen: der Bus wird im Hintergrund für 5€ gewaschen und gewienert, vorne trinkt man für 80 Cent einen Mokka-Milchschaum-Cappuccino.Die nächste Stadt, die wir uns anschauen, ist Lezha. Dort sind auch am Sonntag aller Geschäfte auf, mit Ausnahme der Post. Sorry, liebe Leute, auf die Postkarten aus Albanien müsst ihr noch ein wenig warten.Wir machen ein paar Einkäufe, ein großes Brot kostet 80 LEK, also rund 60 Cent. Importierte Ware hat allerdings den gleichen Preis wie in Deutschland.In Lezha gibt es auf einem Hügel ein restauriertes Franziskanerkloster aus dem 13. Jahrhundert und ein Mausoleum nebst Ruinen der St.Nikolaus-Kirche anzuschauen, als Gedenkstätte für Skanderbeg, der im 15.Jahrhundert jahrzehntelang die Einnahme des Landes durch die Osmanen verhindert hat.Nach einem ausgiebigen Stadtbummel gehen wir wieder zu unserem Bus. Es empfiehlt sich, gut auf den Weg zu achten.Was wir bisher nicht einkaufen konnten, war Wurst und Fleisch, wie wir es mögen. Und der Vorrat aus Kroatien wird weniger. Es gibt zwar überall kleine Läden, die Wurst schaut dort aber nicht gut aus und Fleisch gibt es, wenn überhaupt, nur aus Tiefkühltruhen. Oftmals nicht eingepackt oder abgelaufen. Große Supermärkte gibt es kaum. Wir finden in Durres einen Conad-Supermarkt in einem Einkaufzentrum aus der 60er Jahren. Wir wundern uns zunächst, dass der kleine Parkplatz davor leer ist und wir trotzdem von einem eigenen Wachmann eingewiesen werden. Später wissen wir warum: der italienische Supermarkt hat zwar die gewohnte Auswahl, alles kostet aber 2 bis 4 Mal soviel wie in Italien. Etwas weiter südlich versuchen wir unser Glück im nagelneuen VIVA – Einkaufszentrum. Dort gibt es einen SPAR mit breiter Auswahl und günstigen Preisen, super – der Kühlschrank kann gefüllt werden.Unterwegs ist die Landschaft eher langweilig. Und die Straßen sind meistens eine Katastrophe. Auf Bilder sieht man das nicht gut, drum gibt es hier und hier und hier einige Videos auf Youtube.

Das Gerüttel tut auch dem Innenausbau nicht gut. Die Hängeschränke auf einer Seite lösen sich in der Mitte, wir hatten damit schon einmal Probleme. Man sieht zwar, dass die Schrauben innen nicht greifen, wir können da aber momentan nichts ändern, auch nicht mit größeren Schrauben – und hoffen, dass der Schrank trotzdem hält, bis wir den professionell reparieren lassen können.Wir versuchen einige Abstecher zum Strand, aber die Gegenden sind eher düster, es hat Müll, Schrott, hässliche Häuser und Ruinen.

Wir fahren an einige der neuen Hotelstrände, hier gefällt es uns aber auch nicht und es hat keine schöne Übernachtungsmöglichkeiten.Und so haben wir das erste Mal einen richtig langen Fahr-Tag. Am späten Nachmittag wollen wir nicht mehr weiter und steuern südlich von Vlore einen Campingplatz an, wo wir eine ruhige Nacht verbringen wollen. Der Campingplatz für 15€ ist mäßig schön, aber es sitzt sich gut bei einem mitgebrachten Schlummerdrunk auf einer Terrasse direkt am Bus mit Blick auf ein spektakulär heraufziehendes Gewitter.

Wir sind nach der ganztägigen Durchfahrt durch den Mittelteil von Albanien jetzt schon relativ weit im Süden. Die Freundlichkeit der Menschen hier ist manchmal beeindruckend: wir werden oft unterwegs gegrüßt und es wird gewunken. Vor uns liegt die albanische Rivera, mal schauen, wie es dort aussieht. Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid!  🙂  Vielen Dank auch für die netten Kommentare und Mails von Euch!

Mai 2018 Montenegro

Der Grenzübergang von Kroatien nach Montenegro ist oft mit langen Wartenzeiten verbunden, das haben wir von anderen Reisenden gehört.  Wir brauchen trotz einem cholerischen kroatischen Zöllner immerhin nur eine halbe Stunde. Bei der Einreise in Montenegro wird man direkt von einem Schild begrüßt, dass freies Campen überall verboten ist. Die Anzahl der möglichen Plätze ist in park4night deshalb relativ gering. Die Straßen hier sind winzig und teilweise in einem unglaublich schlechten Zustand. Wir fahren auf einen Platz bei Ulcinj und benötigen für rund 80km gut 2 Stunden.

Der Parkplatz kostet laut Preistafeln tagsüber 2€ und nachts 2€. Ja, Euro! Montenegro ist zwar noch kein EU-Mitglied, verwendet aber mangels eigener Währung den Euro. Vom Parkplatz hat man einen tollen Blick auf die Stadt und es kommt niemand vorbei, um die Gebühr zu kassieren.  Statt Glockengeläut ertönt der Gesang des Muezzins.

Unten gibt es eine nette Altstadt, die allerdings fast ausschließlich aus Restaurants besteht, eine kleine Flaniermeile, einen Hafen und einen Strand. Die Kugel Eis kostet 50 Cent, ein großes Brot, von dem wir sicher viele Tage essen, 60 Cent. Die Spritpreise sind dagegen wie in Kroatien: rund 1,20€ für den Liter Diesel.

Der tagsüber ruhige Parkplatz wird gegen abend von jungen Männer bevölkert, die mit ihren Auto wilde Runden drehen und die überall herumstreunenden Katzen übel behandeln. Hier wollen wir dann doch nicht übernachten. Wir fahren ein paar Kilometer aus der Stadt raus und finden diesen lauschigen Platz am Meer. Es ist hier nichts los, aber die WC-Anlagen und Strandduschen sind in Betrieb – prima!Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Albanien, dort ist das freie Stehen und Campen wohl kein Pronblem. Die Straßen sind abenteuerlich eng, die Baustellen oft ungesichert. Es hat Gräben und Schlaglöcher. Außerdem ist die Straße nach Albanien gerade wegen Bauarbeiten komplett gesperrt. Durch die freundliche Unterstützung von Einheimischen finden wir die ‚Umleitung‘, wir müssen wieder 20km an der Küste zurück und dann über kilometerlange Schleichwege durch das Gebirge.

Nach 50km und gut 1,5 Stunden Fahrt sind wir an der Grenze zu Albanien

Die Kennzeichen schauen in Montenegro sehr ähnlich aus, wie in Deutschland, nur der TÜV-Stempel fehlt 🙂  Den würden hier etliche Fahrzeuge auch sicher nicht bekommen. Unsere Stippvisite in Montenegro war kurz, nicht zuletzt durch das Campingverbot und der abendlichen Situation bei Ulcinj. Außerdem hat das Wetter zur Weiterfahrt eingeladen. Die Leute in Montenegro, die wir bei unserem kurzen Besuch trafen, waren freundlich, die Preise günstig. Wir sind jetzt aber sehr gespannt auf Albanien – und werden berichten!

 

Fazit Kroatien

Kroatien hat uns gut gefallen!

Die Straßen sind zu 95% absolut top, im Schnitt besser ausgebaut und gepflegt als in Deutschland. Lediglich in machen Kommunen gibt es schlechte Straßen und Schlaglöcher. Die Küstenstraße zu fahren ist ein Traum: der Straßenzustand ist fast durchweg super, die Aussichten grandios, es hat relativ wenig Verkehr. Man sollte oder muss sich allerdings Zeit nehmen: sehr oft ist das Tempolimit 50, 60 oder 70 km/h – das passt aber auch sehr gut zum entspannten Cruisen und man sieht viel von der Umgebung. Auf der mautpflichtigen Autobahn waren wir nur kurz unterwegs, auch die war top ausgebaut.

Einkaufen ist an 7 Tagen die Woche möglich, oft bis 21 Uhr. Neben vielen kleinen Geschäften gibt es die großen Supermärkte von Konzum, Plodine, Thommy, Kaufland, Spar und Lidl. Letzterer hat auch viele kroatische Produkte und Spezialitäten zum gewohnt günstigen Lidl-Preis. Bei den großen Konzumfilialen gibt es eine Grilltheke, dort kann man günstig lecker gegrilltes Spanferkelfleisch und anderes kaufen. Kroaten lieben offensichtlich Spanferkel, überall an den Straßenrestaurants werden diese gegrillt und mehr oder weniger dekorativ angeboten. Bei Konzum schmecken die aber, wie gesagt, auch sehr lecker. Cevapcici ist an jeder Ecke und bei jedem Fleischer zu bekommen. Wie haben davon etliche mit Ayvar vertilgt, das gehört zu Kroatien einfach dazu! Die Drogeriekette DM ist in Kroatien gut vertreten, auf den Vorrat unserer liebsten DM-Produkten hätten wir also verzichten können. Den Heimwerkermarkt Bauhaus gibt es auch hier. Wir waren in einer Filiae bei Zadar, um einen neuen Sonnenschirm und ein paar Kleiderhaken für den Bus zu kaufen. Der Baumarkt war vom Feinsten und größer als alles, was wir bisher in Deutschland gesehen haben. Die Preise sind beim Einkaufen ungefährt die gleichen wie in Deutschland. Manches ist einen Tick teurer, manches etwas günstiger.

Internet hatten wir über unsere deutschen Mobilfunkverträge bei O2 und Klarmobil (dort im Telekom-Netz) immer, bei O2 zu 95% mit LTE, bei Klarmobil ab und zu mal nur 3G oder Edge. In allen Cafés und Bars sowie auf den Campingplätzen gibt es Internet, dort machten wir manchmal unsere Updates oder laden Fotos für den Blog hoch etc. Das WLAN ist allerdings oftmals sehr langsam. Drum nutzen wir in erster Linie meinen O2-Vertrag, da habe ich 10 GB pro Monat frei mit LTE und anschließend Flat mit bis zum 1 MBit. Das gilt Dank EU-Roaming auch in Kroatien. Im April kamen wir mit den 10 GB knapp hin.

Die Verständigung ist immer in Englisch und oft in Deutsch möglich. Ich versuche immer, ein paar Worte der Landessprache zu lernen, mit kroatisch tue ich mich aber schwer, ich kann mir einfach nichts merken. Mehr als Dobar dan! (Guten Tag) und Hvala (bitte) blieben nicht in meinem Kopf. Da man aber überall mit Englisch oder Deutsch hinkommt, wird man auch ein wenig bequem.. 😉

Freies Stehen bzw. Übernachten im Fahrzeug ist in Kroatien offziell verboten. Wird aber wohl toleriert, wir haben die meiste Zeit ‚frei‘ übernachtet, dabei schauen wir aber wie immer, dass wir niemanden stören: eine Markise zum Ausfahren haben wir sowieso nicht, die Campingstühle stellen wir gegebenfalls an den Strand und nicht direkt neben das Fahrzeug – es sei denn, wir sind wirklich in der Pampa, wo es niemanden stört. So machen es auch viele andere. Für uns ist es auch immer erste Pflicht, den Platz mindestens genauso sauber zu verlassen, wie wir in angetroffen haben. Oft räumen wir Müll in der Umgebung weg.

Was fällt mir sonst noch ein? Der Cappuccino in Kroatien hat absolute Italien-Qualität – also 1a mit Sternchen – und kostet meist 10 oder 12 Kuna, das sind 1,35€ – 1,60€. Außerdem bekommt man in der Regel ungefragt ein Glas Wasser dazu, top!

 

 

 

 

Mai 2018 Kroatien Süd

Das Wetter ist mittelmäßig und wir wollen wieder einen großen Waschtag einlegen. Der nächste ACSI-Platz mit Waschmaschinen und Trockner befindet sich in Zaostrog, den steuern wir an. Das Örtchen gibt sonst nicht viel her, immerhin hat es einen kleinen, aber sehr gut sortierten Supermarkt.

Aber wir sind ja sowieso zum Arbeiten hier 😉  Der Campingplatz Viter kostet uns mit der ACSI-Karte 17€, dazu kommen, wie auf jedem Campingplatz, immer noch irgendwelche Gebühren. Für Anmeldung, Kurtaxe, was auch immer. Hier sind es 3€. Für eine Waschmaschinenladung werden 6€ verlangt, das Trocknen macht 4€. Die Stellplätze auf dem Camping sind etwas schräg, aber gut mit Keilen auszugleichen. Die Sanitäranlagen sind supersauber, die Ver- und Entsorgungsstation auch, allles prima also.Wir haben übrigens unseren Kühlschrank ein wenig optimiert: den unteren Plastikboden haben wir entfernt, das darunter liegende Gemüsefach was so superschmal, dass man es nicht gut nutzen konnte. Statt dessen haben wir unten und oben jetzt 2 Kunststoffboxen, die lassen sich schnell aus dem Kühlschrank nehmen, machen das Ganze übersichtlich und sind wahre Platzwunder. Top!

Nachts regnet es heftig, was gut für den Bus ist, denn Sand und Staub werden abgespült. Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne und wir fahren weiter zu einem netten Platz bei Ploce. Man steht dort auf einer schmalen Landzunge, auf der einen Seite fliesst ein Fluss, auf der anderen Seite liegt das Meer. Sehr schön. Eine Kitebasis ist in der Nähe und einige Angler kommen vorbei. Die Nacht ist ruhig…

Und am nächsten Tag fahren wir weiter auf der wunderschönen Küstenstraße bis Majkovi. Die Taverne am dortigen Kiesstrand ist verlassen und auch hier lässt es sich gut frei stehen. Man sieht die Bucht von der Küstenstraße aus und so gesellen sich noch einige Gleichgesinnte dazu.

Wir haben uns Majkovi auch deshalb ausgesucht, weil es von dort aus nur rund 20 Minuten bis Dubrovnik sind. Eine Stadt, die man sich auf einer Kroatientour nicht entgehen lassen darf – dementsprechen gut besucht ist sie allerdings auch. Wir starten deshalb unsere Besichtigung früh: um 8 Uhr morgens sind wir schon mitten auf der Hauptstraße der Altstadt.

Die Stadt ist wirklich schön, aber auch teuer: für den ersten Parkplatz wollte man 10€ / Stunde, wir haben dann noch etwas Günstigeres gefunden 😉 Für den Cappuccino werden hier nicht die üblichen 10 – 12 Kuna verlangt, sondern satte 45, also 6 Euro statt 1,40. Der Blick auf den alten Hafen ist immerhin kostenlos:

Und wir finden ein wenig abseits noch ein nettes Café mit einem 17 Kuna – Cappuccino. Da nehmen wir doch gleich 2! 🙂Der Stadtbummel ist schön, aber für die richtige Aussicht muss man auf die Stadtmauer gehen. 150 Kuna, also 20€ werden einem pro Nase dafür abgeknöpft. Aber wenn wir schon mal hier sind….Und der Rundgang ringsum die Stadt ist wirklich klasse und bietet viele Aussichten und Perspektiven. Das Ganze ist in einem ‚Einbahnstraßensystem‘ geregelt, damit sich die Besuchermassen nicht übermäßig in die Quere kommen.

Da wir immer noch relativ früh dran sind, haben wir genügend Platz auf der Mauer.

Dubrovnik von oben … mit den interessanten Aus- und Einblicke 🙂

Um die Mittagszeit sind wir mit der Stadtbesichtigung durch, was gut ist. Es wird voll und es wird heiß. Gut, dass wir ein nahes Ziel haben: bei Kupari gibt es einen schönen Strand und früher gab es dort auch einmal schöne, luxeriöse Hotels in bester Lage. Leider wurden diese im letzten Krieg ausgebombt.Der Strand ist nach wie vor klasse und es ist nicht viel los.

Über das Schicksal von Kupari gibt es hier einen äußerst interessanten Bericht.

Wir verbringen hier 3 Tage und Nächte ohne Probleme.

Dann geht es weiter Richtung Süden mit Carwash, Wasser tanken, einkaufen. Mittags wird es wieder gut warm und wir kommen an diese nette Bucht:Oberhalb davon gibt es einen Mini-Stellplatz. Später gesellt sich leider noch ein dickes Wohnmobil dazu und denen wird dann gesagt, dass man hier nicht übernachten darf.

Wir fahren vorsichtshalber auch weiter und finden Dank park4night diesen Übernachtungsplatz in den Bergen mit Aussicht….

…. und schönem Sonnenuntergang.

Ein würdiger Abschluß für Kroatien, denn die Grenze nach Montenegro ist nicht mehr weit – und wir sind schon gespannt auf das nächste Land!

Mai 2018: Zadar – Split

Zum Auffüllen der Wasservorräte entscheiden wir uns, einen einfachen Campingplatz bei Nin anzusteuern. Die Übernachtung kostet dort mit der ACSI-Card 13€. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Großeinkauf, denn auch der Kühlschrank und unser Lebensmittelvorrat wurde ordentlich geleert. Wie beim letzten Campingplatzaufenthalt in Selce nutzen wir die Möglichkeit zum großen Hausputz und zum Wäschewaschen.Außerdem verarbeitet Uschi diverse Einkäufe in fertige Gerichte und friert diese ein. Apropos Einkaufen: in Kroatien sind neben den Supermarktketten ‚Konzum‘ und ‚Plodine‘ die deutschen Firmen Lidl, Spar und Kaufland gut vertreten. Außerdem gibt es jede Menge Filialen von DM und und Bauhaus. Die Produkte werden dort meist so angeboten, wie sie aus Deutschland kommen: auf deutsch, ohne Übersetzung ins kroatische. Alle Märkte sind mindestens so gut ausgestattet wie in Deutschland, die Preise sind ungefährt gleich, vielleicht einen Tick teurer.

Zurück zum Campingplatz: dieser liegt an einem Sandstrand – den ersten, den wir bisher in Kroatien treffen:

Nach einer Nacht auf dem Campingplatz checken wir wieder aus und legen einen Strandtag einDas SUP darf hier natürlich nicht fehlen. Wir sind wieder mal recht früh dran und haben freie Platzwahl. In der Saison kostet es hier rund 5€ Parkgebühr, jetzt ist alles frei. Auch der Schattenplatz unter dem Bambusschirm.

Geparkt und später genächtigt wird etwas oberhalb vom Sandstrand auf einer netten Wiese. Die Idylle wird abends lediglich durch Unmengen von Moskitos gestört. Trotz Fliegengitter an aller Fenstern zählen wir 15 Moskitos, die wir mit unserem Insektenschröder killen.

Das Teil ist ein wahrer Segen: die Viecher werden durch einen Stromschlag verbruzzelt. So verbringen wir eine ruhige Nacht. Es regnet morgens ein klein wenig – das reicht allerdings aus, um den Bus total einzusanden, ein wenig staubig war er sowieso schon.

Drum wird als erstes eine Waschanlage aufgesucht und dann geht es weiter nach Zadar. So wie in Rijeka sind auch hier die Straßen knallvoll, zudem eng und voller Staus. Wie bekommen aber immerhin einen Parkplatz direkt an der Stadtmauer, zahlen rund 1,50€ Parkgebühr, stürzen uns ins Getümmel – und fliehen erstmal in ein noch locker besuchtes Café und genießen wieder mal ausgezeichnete Cappuccini.

Es ist nicht so einfach Fotos ohne die Massen von Menschen zu machen, die sich hier durch die Straßen schieben, aber hin und wieder gelingt es

Und die Stadt ist wirklich schön, das muss man schon sagen.

Es gibt auch einen interessanten Markt für jeden kulinarischen Geschmack, wir haben uns allerdings nicht für Schafsköpfe, sondern für Erdbeeren entschieden

An der langen Strandpromenade gibt es ein großes Solarfeld, dessen Sinn sich uns nicht erschlossen hat und eine tolle  Meeresorgel zu bestaunen. Je nach Wellengang und Windrichtung erzeugt diese 35 Töne in sieben Sequenzen und hört sich wirklich gut an.

Alles schön, aber nach 2 Stunden reicht uns der Trubel und wir fahren weiter, um uns einen Übernachtungsplatz zu suchen. Den finden wir nicht weit von Zadar entfernt bei einem alten Kastell aus dem 16. Jahrhundert in der Nähe von Sibenik.

Dort wurde ein schönes Nacherholungsgebiet geschaffen und wir finden nebenbei 3 Geocaches.

Am nächsten Morgen lotst uns das Navi auf eine Maut-Autobahn, obwohl ich diese in den Optionen deaktiviert habe *grummel*. Vielleicht sollte das aber so sein, denn so können wir zwei nette Tramper mitnehmen.  Urszula (Ulla) und Szymon (Simon) aus Polen befinden sich auf einer offiziellen Hitchhiking-Rallye: von Sopot in Polen nach Ulcinj in Montenegro.

Wir können die beiden immerhin ein Stück bis Split mitnehmen, dort wollen wir bleiben und die beiden müssen weiter. Wir wünschen ihnen viel Glück! Infos zur International Hitch-hiking Championship gibt es unter www.mistrzostwaAutostopowe.pl

In Split finden wir diesen großzügigen Strandparkplatz. Mit dieser Leere haben wir nach unseren kroatischen Großstadterfahrungen in Rijeka und Zadar gar nicht gerechnet. In der Hautpsaison stehen dort wohl viele Strandbars, aber jetzt ist massenhaft Platz zum Parken. Prima!Und so schaut der Strand aus. Wieder mit glasklarem Wasser. Hier bleiben wir erstmal, es ist bewölkt, hat aber trotzdem 28 Grad.

Am späten Nachmittag packen wir unsere Scooter und rollern 4km in die Altstadt von Split.Die zweitgrößte kroatische Stadt hat nicht nur einen gewaltigen Hafen, in dem mehrere Kreuzfahrtschiffe wie Hochhäuser stehen, sondern hält laut Reiseführer auch ‚architektonisch und kulturell einige Perlen bereit‘.

Ja, stimmt. Das sieht schon alles sehr schmuck aus, hier siedelten bereits die alten Griechen und die Altstadt in vom Feinsten.

Immerhin verteilen sich die Menschenmassen aus dem Kreuzfahrtschiffen ganz gut. Trotzdem ist es schön, am abend wieder aus der vollen Stadt rauszukommen. Der Abend am Strandparkplatz beginnt ganz ruhig, ein paar Leute promenieren, führen die Hundchen Gassi, sitzen auf den Bänken und quatschen.Das geht allerdings bis 2 Uhr morgens so: Autos kommen, knirschknirschknirsch über den Schotter, Leute quatschen, es gibt ein kleines Feuerwerk, Motorräder knattern und um 1.30 Uhr morgens fahren Schwachköpfe mit voller Geschwindigkeit über den Platz und lassen schlitternd den Schotter spritzen. 😦  Sowas hatten wir schon mal in Spanien erlebt. Gut, dass ich unseren Bus vorsichtshalber ganz am Rand geparkt habe.

Am nächsten Morgen haben wir den Strand wieder fast für uns alleine – als wäre nichts gewesen. Und das Wasser ist wirklich soooo toll.Zwei Mädels machen stundenlang Selfies und Posing – Fotos.Wir wollen keine weitere Nacht auf diesem Platz verbringen und fahren nachmittags ein paar Kilometer weiter zu einem anderen Strand mit einer  netten, ruhigen Parkbucht. Dort gesellen sich später noch 2 VW-Busse dazu. In der Nacht fängt es an zu regnen und die Wetterprognosen sind für die nächsten Tage gemischt. Vielleicht nutzen wir dies, um mal wieder einen Wäschetag auf einem Campingplatz einzulegen – und außerdem haben wir noch einige Staffeln von ‚Game of Thrones‘ dabei, die gesehen werden wollen. Also, schaun mer mal!

Karte von Openstreetmap

Wir sind jetzt 4 Wochen unterwegs und haben 1765km zurückgelegt. Das sind rund 59 km pro Tag – soviel sind Uschi und ich zuhause mit unsern beiden PKWs ungefähr auch gefahren 🙂  Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 9,7l Diesel, die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 52 km/h und wir hatten eine Fahrzeit von 33:34 Stunden.

 

April 2018 Plitwitzer Seen + Seline

Heute sind wir im Nationalpark Plitwitzer Seen

Der frühe Vogel hat das Privileg, den Nationalpark ohne Menschenmassen genießen zu können und so sind wir um 8 Uhr morgens die ersten, die den Park nach Bezahlung von 150 Kuna pro Nase, das sind rund 20€, betreten.In  der Hauptsaison werden bis zu 20.000 Menschen pro Tag (!) durch den Park geschleust. Da wird es auf manchen Holzstegen wohl sehr eng. Wir sind jetzt aber (fast) alleine unterwegs und man muss sagen: der Park ist wirklich umwerfend schön, die Wege super angelegt. Manchmal auch ein wenig improvisiert.

Auf den Bildern kommt die Größe und Schönheit der Wasserfälle leider nicht mal ansatzweise raus. Und überall gluckert, rauscht und plätschert es.

Wir starten am Eingang 1 und wählen den Weg ‚C‘, der uns über gut 8km durch den Park führt, oft über Holzstege, die direkt an oder über die Wasserfälle führen.

Hier fehlt ein Stück des Weges und man muss Vertrauen in die lose Holzdielen haben, die temporär dort hingelegt wurden.  Wie man sieht, schreitet die Reparatur aber voran.

Nicht weniger als 16 türkisschimmernde Seen gibt es hier, verbunden durch unzählige Wasserläufe.

Der ober Teil ist dann ein wenig ruhiger, idyllischer.

Nach rund 8 km sind wir am Ende des Weges ‚C‘ angekommen und haben alle Wasserfälle bestaunen können. Das Vesper haben wir uns verdient. Und es empfiehlt sich, etwas mitzubringen. Die Verpflegungsmöglichkeiten in diesem Park sind erstaunlich gering. Und das wenige, was es gibt, spricht einen nicht wirklich an. Es sei denn, man steht auf Burger & Pommes.Wir könnten uns nun in einen Bus setzen und uns zum Ausgangspunkt zurückfahren lassen, fühlen uns aber noch fit, den Weg ‚H‘ nun in ungefähr umgekehrter Richtung zurück zu laufen.So sehen wir die Fälle noch einmal aus einer anderen Perspektive und mit neuen Lichtverhältnissen. Und jetzt auch mit jede Mengen anderer Menschen. Es wird eng auf den Stegen und wenn Fotos gemacht werden, gibt es oftmals einen Stau. Es war also eine wirklich gute Entscheidung, früh aufzustehen.Nach diesem Wandertag sind wir ein bißchen platt, zahlen rund 6€ Parkgebühr und freuen uns auf die gemütliche Fahrt in unserem Ducato zurück zur Küste. Dort finden wir einen absoluten Traumplatz 🙂

Hier schmeckt das Feierabendbier besonders gut.

Das ist dann der morgendliche Ausblick zum Kaffee:Eine wunderschöne Küste beim Örtchen Seline

Wir richten uns hier ein wenig ein. Ab und zu haben wir Nachbarschaft in Form von Camper, Zelter und auch mal Leute, die  -ganz minimalistisch- einfach die Nacht in der Hängematte verbringen.Dann sehen wir tatsächliche Delfine in der Bucht, die sind aber zu weit weg für Fotos. Ein Schmetterling schwirrt gerne bei uns herum, der ist zu schnell für eine Foto… Aber ein Video haben wir hier bei Youtube reingestellt . Täglich kommt eine Schafherde vorbei, die können wir fotografieren 🙂

Trotz dem vielen Besuch finden wir aber noch Zeit, unser nigelnagelneues SUP zu erste Mal aufzupumpen. Die Geschichte zum Board gibt es hier

Das Board entspricht dem Vorgängermodell, allerdings ohne Surf-Option. Der Vorteil: das Board lässt sich so noch ein wenig kompakter verstauen. Mit kommt es auch ein wenig leichter vor, ansonsten ist das Fahrverhalten nach wir vor super und wir können es auch sehr gut zu zweit benutzen.Entlang der Küste finden wir wieder einen Geocache

So vergehen die Tage… Nach 5 Übernachtungen wollen und müssen wir aber wieder mal los. Wir haben unseren Wasservorrat aufgebraucht und der Abwassertank ist voll. Neben unserem eingebauten 80 Liter – Wassertank führen wir noch 15 Liter Wasser in Kanister mit, als eiserne Reserven sozusagen. Wir trinken dieses Wasser allerdings nicht. Unser Trinkwasser führen wir ebenfalls in Flaschen und Kanister mit. Diese füllen wir unterwegs auf, wenn die Wasserqualität gut ist. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem auch Plastikmüll.

Aber,  wie gesagt, unsere Wasservorräte sind jetzt leer – wir fahren los, um sie wieder aufzufüllen – und haben dafür einen kleinen Campingplatz im Visier.

Karte von Openstreetmap