November 2019 Torrevieja

Mit frisch gefüllten bzw. geleerten Tanks fahren wir zum Naturpark El Fondo. Es hat die ganze Nacht geregnet und die letzten Meter auf der Schlaglochpiste sind entsprechend matschig.

Der geschotterte Parkplatz ist aber trocken. Hier haben wir im letzten Jahr Alva und Ihre Eltern getroffen. Liebe Grüße, falls Ihr das hier lest! 🙂

Im Naturpark gibt es diverse Wanderwege, ein Rundweg ist komplett barrierefrei.

Diverse Beobachtungsstationen sollen einen Blick auf die Vogelwelt ermöglichen.

Die Vogelwelt spielt aber nur bedingt mit. Ausgerechnet an den Stationen machen sich die gefiederten Freunde sehr rar.

Wer aber in Ruhe und am bestens morgens durch die Landschaft streift findet jede Menge schöne Ausblicke – und auch Vögel.

Sehr praktisch: am kleinen Besucherzentrum gibt es Trinkwasser und öffentliche Toiletten. Der coole Landy musst auch mit aufs Bild.

Der Wind pfeift ordentlich, die Temperaturen können sich aber sehen lassen.

Im Hobbyt ist es angenehm warm. Nur gegen Morgen springt die Standheizung an. Die 6,7 Grad ‚Außentemperatur‘ betreffen den Kühlschrank. Der macht seinen Job sehr ordentlich bei einem überraschend geringen Gasverbrauch.

Wir freuen uns auf unser nächstes Ziel: in Torrevieja sind wir letztes Jahr eine ganze Zeit hängengeblieben – entgegen der Empfehlung unseres Reiseführers, der die Stadt als ‚eher unattraktiv‘ beschreibt. Finden wir nicht, es ist doch idyllisch hier:

Naja, zugegeben: das ist alles eine Frage der Perspektive. Oder des Bildausschnitts.

Der Standplatz ein wenig außerhalb des Zentrums ist auf jeden Fall cool.

Allzu nah sollte man nicht an den Klippen parken, die sind brüchig.

An der nahen Bucht wird gerade mit schwerem Gerät und viel Personal das Treibgut eingesammelt.

Auf der Promenade das übliche Bild: Spanien läuft! Nirgends sehen wir so viele Jogger, Läufer, Geher wie in Spanien.

Am Abend füllt sich unser Klippenparkplatz. Die Nationalitäten sind bunt gemischt: Holländer, Skandinavier, Deutsche. Aber auch Spanier, Franzosen, Italiener, Schweizer etc. sind vertreten. Alleine steht man in Spanien an der Küste nirgends mehr.Um 7.30 beginnt die Morgendämmerung, kurz vor 8 ist dann die Sonne da.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es viele in Torrevieja. Unser Lieblingsmarkt Mercadonna ist mehrfach vertreten, aber für uns nur mit dem Fahrrad zu erreichen. Die Parkplätze sind für Wohnmobile viel zu klein. Es ist auch keine Option, in einer Seitenstraße zu parken, weil die Einkaufswagen elektronisch gesichert sind. Aldi und Lidl haben großzügigere Parkflächen. Den Einkaufswagen konnte man auch hier keinen Zentimeter weiter bewegen, weil Richtung Grundstückgrenze die Räder blockieren.

Irgendwann steht unser 100 Liter Frischwassertank wieder auf ‚Reserve‘. Als ‚eiserne Reserve‘ führen wir noch 10 Liter in einem Kanister mit, aber das Gas und der Diesel neigen sich auch dem Ende. Über die Apps ‚Gas All‘ und ‚MyLPG‘ finden wir eine günstige Tankstelle und über ‚Park4night‘ einen Stellplatz zur Ver- und Entsorgung. Der liegt etwas seltsam zwischen Wohnhäuser, tut aber seinen Zweck. Nagelneue und blitzsaubere Duschen sowie Waschmaschine und Wäschetrockner runden das Angebot ab (GPS: 37.958225, -0.705558).

Nachdem die Hausaufgaben gemacht sind, geht es nach einer ruhigen Nacht wieder auf dem Klippenplatz in Torrevieja.

Die gefahrenen Kilometer hielten sich in den letzten 10 Tagen sehr in Grenzen.

November 2019 Ab in den Süden!

Ende Oktober werden die letzten Termine zuhause abgearbeitet, dann geht es ab in den Süden. Naßkaltes Wetter veranlasst uns, die schnelle Autobahn zu nehmen und so sind wir am übernächsten Tag bereits kurz vor den Pyrenäen auf dem offiziellen Stellplatz von Leucate Plage (GPS: 42.899399, 3.05384).

Mittags  reicht es noch für ein erstes Sonnenbad, dann holen uns die Wolken aus dem Norden ein, es wird kühler und regnerisch. Immerhin mit nettem Regenbogen.

Tags darauf bleibt der Himmel bedeckt, wir kaufen Baguette, Käse, Salami, Kaffee und Hähnchen bei Carrefour, dann geht es über die Pyrenäen nach Spanien. In Cambrils waren wir schon öfters. Auch in diesem Jahr haben wir Glück und ergattern einen Platz in der ersten Reihe. Stellplatz bei CambrilsEinfach schön hier. Fühlt sich an, wie Freies Stehen, aber mit den Annehmlichkeiten eines Campingplatzes. Leider stürmt es nachts wie verrückt und das soll erstmal zu bleiben. Also bläst uns das Winterwetter weiter Richtung Süden.Aussicht Cambrils… bis nach Pucol an einem ebenfalls bewährten Platz am Strand. Viele Fotos haben wir in diesem Jahr nicht gemacht, es hat sich aber hierzu nicht viel verändert 😉 Pucol

Wir schauen unterwegs immer auch nach neuen Plätzen, landen aber meist bei Bewährtem, wie auch hier in Tavernes (GPS: 39.080907, -0.212505).Tavernes am StrandMit 11€ incl. Strom und blitzsauberen Sanitäranlagen sicher einer der günstigsten Möglichkeiten in Spanien auf einem offiziellen Stellplatz zu überwintern. Das machen auch viel Stammgäste, wer länger bleibt, zahlt noch weniger. Wir bleiben immerhin ein paar Tage.Tavernes StellplatzAuch Calpe steht in diesem Jahr wieder auf dem Programm.Calpe FelsenIm Ort ist das Parken mit dem Wohnmobil überall verboten.Calpe WohnmobilverbotDie Stellplätze sind gut gefüllt, auch hier bleiben viele über den Winter. Wir haben Glück und bekommen einen Platz, der normalerweise für einen Stammkunden reserviert ist. Der ist aber gerade nicht da.Calpe StellplatzDie anderen Plätze sind schon sehr eng. Immerhin mit Blick auf den Penyal d’Ifac. (GPS: 38.65199, 0.069313)Calpe Stellplatz AussichtDie Infrastruktur in Calpe ist toll, der Ort beliebt. Immer noch werden Hochhäuser gebaut. Manche sehen recht schick aus.Calpe HochhausVermutlich wird auch dieses Haus direkt an der Promenade mal einem Höheren weichen.Mitten in Calpe befindet sich ein Salzsee, der entstand, als sich rechts und links des Felsens Sedimente ablagerten. Der Penyal d’Ifac war früher mal eine Insel und die Häuser dort sind buchstäblich auf Sand gebaut.Calpe SalineEine Zeitlang wurde der vom Meer abgetrennt See zur Salzgewinnung genutzt, heute ist er ein Rückzugsgebiet für Zugvögel.Ein Wanderweg führt rundherum.Mitten in der 1a Promenadenlage liegt ein großes, naturbelassenes Grundstück.

Hier haben die Römer Ihre Spuren hinterlassen. Calpe bietet einiges, aber nach ein paar Tagen auf dem Stellplatz wollen wir wieder raus in die Natur. Am Cap von Santa Pola führt eine kleine Straße durch ein unbebautes Landschaftsschutzgebiet. Campen  ist dort nicht erlaubt, es wird aber toleriert, wenn man sein Wohnmobil in einer der vielzähligen Seitenbuchten parkt. Und den Klappstuhl darf man auch rausstellen 🙂Santa Pola

Wir sind immer wieder begeistert von diesem Platz.

Wie immer verlassen wir unsere Umgebung sauberer, als wir sie vorgefunden haben und sammeln mit Handschuhen den Müll in der Umgebung. Nach einer knappen Viertelstunde ist die Tüte gefüllt 😦  Einiges davon wurde vom Meer angespült, das meiste stammt aber von Tagesausflügler. Die Leute werfen ihren Müll in die wunderschöne Landschaft, obwohl alle paar hundert Meter Abfallcontainer vorhanden sind. Das werden wir nie verstehen…Von unserem Platz aus führen kilometerlange Wanderwege entlang der Küste, für längere Touren haben wir in diesem Jahr unsere Räder dabei.

Hier bleiben wir erstmal 🙂

Aber irgendwann sind die Tanks leer bzw. voll und die Vorräte werden weniger. Da trifft es sich gut, wenn auch das Wetter zur Weiterfahrt einlädt. Wir gehen shoppen und buchen uns auf dem Campingplatz Las Palmeras ein (GPS: 38.240341, -0.812141).Frischwasser gibt es direkt am Platz, Strom ist auch inklusive. Und falls die Sonne rauskommt steht schon der Pool bereit.

In den letzten knapp 3 Wochen haben wir rund 1800km zurückgelegt, bei einer Fahrtzeit von 24 Stunden.

 

September 2019 BaWü+Bayern

Anfang September wird unser neues Fahrzeug bzw. Zuhause geliefert, wir können wieder auf Tour gehen. Das erste Ziel ist Donaueschingen, hier waren wir schon öfters, es ist aber immer wieder nett. Ein Blick auf die Donauquelle:

Von dort sind es 2840 Kilometer bis zum Meer. Das wäre eigentlich auch mal eine Tour…

Unsere erste Übernachtung auf dem Donaueschinger Stellplatz mit unserem…. ja, wie nennen wir ihn denn? Beim ersten Fahzeug, einem James Cook, lag der Name auf der Hand. Der Weinsberg Carabus, war ‚der Bus‘. Das ist der Hobby Optima definitiv nicht mehr. Und ‚Wohn-mo-bil‘ ist uns zu lang. Uschi kam darauf, dem Hobby ein ‚t‘ hinzuzufügen, und so ist es jetzt unser Hobbyt 🙂DonaueschingenAuf dem Stellplatz in Bad Dürrheim wird der Hobbyt eingehend getestet. In der Stellplatzgebühr ist übrigens täglich der kostenlose Eintritt in die Therme enthalten. Ein Schnäppchen.Bad Dürrheim

Weiter geht es an einen kleinen Stausee in Oberdigisheim.

Unterhalb der Staumauer befindet sich der kostenlose Stellplatz..Für ein kurzes Bad reicht die Wassertemperatur gerade noch aus.

Ringsum gibt es tolle Wanderwege. Steil, aber schön. Mit Wald…

… und Aussicht.

Das nächste Ziel ist der Altmühlsee.

Die Seenlandschaft ist erst in den 80er Jahren entstanden, das sieht man ihr nicht an. Zwischenzeitlich haben sich hier viele Vögel eingenistet.

Und auch Biber sind aktiv.

Im Sommer ist hier sicher viel los. Die Infrastruktur mit Stellplätzen, Badestränden, Bootsverleih, Rad- und Wanderwegen ist perfekt.

Das trifft auch auf den nahegelegenen Brombacher See zu. Die Stellplätze sind beliebt, man sollte vormittags ankommen. Mit 13,50€ nicht billig, man hat aber Seeblick und am Yachthafen gibt es gute Sanitäreinrichtungen mit warmen Duschen.

Und dann sind wir wieder einmal in Amberg 🙂  Uschi hat dort familiäre Wurzeln, uns zieht es immer wieder in diese Wohlfühlstadt.

Einer der Gründe ist die Gaststätte Rußwurmhaus, mit dem vermutlich leckersten Krustelbraten Bayerns 😉

Amberg hat einen superschönen Stadtkern mit intakter Stadtmauer und vielen mittelalterlichen Toren.Und ein kleines, aber feines Theater für die Abendkultur.

Ein steiler Wanderweg führt auf den Maria-Hilf-Berg zur Wallfahrtskirche….

… und der Wallfahrts-Gastwirtschaft nebenan mit Amberger Hellem vom Faß und gigantischen Windbeutel.

Nach einer knappen Woche trennen wir uns eigentlich ungern von Amberg, aber wir wollen wieder etwas Neues sehen und landen in Pottenstein.

Das Parken mit dem Wohnmobil ist dort überall verboten, etwas außerhalb gibt es einen Stellplatz.Direkt am Platz beginnen die Wanderwege. Sehr steil, aber nett.

Zwei Tage später gibt es wieder ein wenig Stadtkultur in Bayreuth. Der Besuch des Markgräflichen Opernhauses, ein Weltkulturerbe, ist ein Muss.

Ein paar Kilometer weiter lockt der vom Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth angelegte Felsengarten Sanspareil.

Ein Rundgang von 2 km führt durch die bizarre Felsenwelt des Landschaftgartens von 1746.

Dann sind wir in Rothenburg ob der Tauber:

Das bildschöne Städtchen mit dem mittelalterlichen Stadtbild zieht jede Menge Touristen an. Hier der Marktplatz:Die St.Jakobs-Kirche mit Riemenschneider-Altar:Man ist auf internationale Kundschaft eingestellt.

Die ehemalige Ratstrinkstube ist heute Touristinfo. Rechts und links der alten Stadtuhr von 1683 öffnen sich zu jeder vollen Stunde zwei Fenster. Zwei lebensgroße Figuren stellen dort den historischen ‚Meistertrunk‘ nach.

Der Sage nach bewahrte der Bürgermeister die Stadt 1631 vor Plünderung und Brandschatzung durch General Tilly, indem er -Tillys Zweifel zum Trotz- einen Pokal mit 3l Wein in einem Zug leerte. Wohl bekomms!

Das ‚Spektakel‘ wurde nicht nur von uns bildlich festgehalten…

Es gibt auch ruhige Gassen in Rothenburg.

Über steile Stufen geht es auf die Stadtmauer

Auf einem 4km langen Weg kann man die Stadt umrunden. Dieses Vergnügen hatten wir das letzte Mal in Dubrovnic

Knapp 4 Wochen und 1000km sind wir schon mit dem Hobbyt unterwegs und freunden uns zunehmend mit ihm an. Wenn es Euch interessiert, werden wir das Fahrzeug mal genauer vorstellen.

Die Unfallabwicklung mit der gegnerischen Allianz-Versicherung gestaltet sich leider zäh, wir werden wohl Klage erheben müssen – und über den Ausgang berichten.

 

August 2019 Fahrzeugsuche

Die Suche nach einem adäquaten Ersatz für unseren schönen Bus gestaltet sich schwierig. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Kombination Automatikgetriebe / Dieselstandheizung / Kompressorkühlschrank / Maxifahrwerk nicht zu finden. Bei einer Neubestellung müssten wir 6-8 Monate warten, weil das neu entwickelte Automatikgetriebe von Fiat vorher nicht lieferbar ist. Von Knaus steht ein schicker Kastenwagen auf VW Crafter-Basis auf dem Hof:Leider fällt er wegen des ‚Raumsparbades‘ durch: die Idee, den Flurbereich abwechselnd für Küche und WC zu nutzen gefällt uns überhaupt nicht. Außerdem stellen wir fest, dass der VW mit seiner Außenlänge von 6,98m innen nicht mehr Platz bietet als der Ducato mit seinen 6,36m, eher weniger. Das trifft auch auf unsere nächste Besichtigung zu: dem VW Grand California:Der bietet innen nochmal deutlich weniger Stauraum als der Knaus. Wo beim Ducato zwei große Hängeschränke verbaut waren, gibt es hier nur 2 offene Fächer mit viel Plastik ringsum:

Noch krasser geht es im Küchentrakt zu. Sowohl bei der 6m als auch bei der 6,98m Variante des Grand California vermissen wir den gewohnten Stauraum.

Das Bad mit dem Klappwaschbecken gefällt uns auch nicht.

Fassen wir zusammen: ein Ducato nach unserem Wunsch hat laaange Lieferfristen. Und dann einen neu entwickelten Motor sowie ein neu entwickeltes Getriebe, was im ersten Jahr gerne mal zu Rückrufaktionen führt. Einen passenden Crafter gibt es nicht. Auch bei Mercedes, Renault oder Opel werden wir nicht fündig. Die Idee ist jetzt, eine günstige Alternative als Übergang zu kaufen. Das einzige Fahrzeug, das bei unserem Händler auf dem Hof steht ist dieses Wohnmobil:

Es hat allerdings Mängel und ist nur für den Export vorgesehen, soll aber trotzdem noch rund 20t € kosten. Im Internet finden wir einen interessanten Oldie: 29 Jahre alt, 1.Hand, macht einen gepflegten Eindruck, steht aber leider in Nürnberg. Trotzdem fahren wir hin. Die Realität sind allerdings übel aus: der vordere Teil ist neu überlackiert, keine Ahnung was sich darunter versteckt.

Der Rest der Karosse ist total abgerockt, wie auch die anderen Fahrzeuge, welche der Händler auf dem Hof stehen hat.

Auf der Heimfahrt machen wir Halt bei diversen Wohnmobilhändlern. Leider ist das Angebot von Fahrzeugen mit Automatikgetriebe gleich Null. Aber siehe da: ganz zum Schluß werden wir in Ettenheim bei Ernst-Caravan fündig: ein schwarz-weißer Hobby springt uns ins Auge. Ein Ausstellungsstück von 2018 mit schicker Ausstattung, einem interessanten Preis – und Automatik 🙂   Nach einer kurzen Überlegung schlagen wir zu und können Anfang September zur ersten Tour starten. Wir werden berichten 😀

 

Juli 2019 Ausgebremst :-(

Eigentlich wollten wir Anfang August wieder auf Tour gehen und dann das:Aus diesem Feldweg rechts rollt ein Touran auf die B 3, wir sehen ihn durch das Maisfeld erst im letzten Augenblick.

Er knallt uns vorne rechts rein, dreht sich und landet im Graben. Der Fahrer kommt mit einer kleinen Platzwunde am Kopf davon.

Wir schaben auf der rechten Vorderachse noch ein paar Meter weiter.

Uschi hat einen Schock und wird vom Saniwagen in die Klinik gebracht, sonst ist uns glücklicherweise nichts weiter passiert.

Der Ducato sieht aber übel aus, vorne rechts ist alles kaputt, Getriebeöl läuft aus, das Fahrgestell ist an mehreren Stellen geknickt.

Wir übergeben die Angelegenheit einem Anwalt. Laut Gutachten betragen die Reparaturkosten mindestens 60t €, der Restwert beträgt 40t €. Das ist bitter, denn für eine Ersatzbeschaffung müssten wir rund 18t € drauflegen.

Wir hoffen, dass unser Anwalt da noch etwas machen kann.

Und überlegen, wie es nun mit unserer Reise weitergeht. Für die nächsten Monate werden wir wohl ohne Camper sein…. :-/

 

 

April 2019 Sagres-Ciudad Real

Der Faro do Cabo de Sao Vicente bei Sagres in Portugal ist der südwestlichste Punkt von Festland-Europa. Es zieht wie Hechtsuppe, aber es gibt einen netten Platz an der Sonne.

Auch nordwärts entlang der portugiesischen Atlantikküste bleibt es sehr windig.Plätze mit Ausblick sind reichlich vorhanden, auch über Nacht.

Überall locken Wege entlang den Steilküsten.

Die Straßen sind gut ausgebaut. Manchmal steil, manchmal naß, für den Ducato kein Problem.

Es geht nach Lissabon bei Schmuddelwetter. Wir werfen einen Blick auf die Ponte 25 de Abril und fühlen uns sehr an die Golden Gate Bridge in San Francisco erinnert: beide Brücken wurden von der American Bridge Company errichtet und beide erlebten wir im Nebel.

Eine Cristo-Rei Statue schaut in die gleiche Richtung. Das erinnert an Rio de Janeiro. Hm, da könnten wir doch auch mal hin…

Wir übernachten am Hafen von Seixal (GPS: 38.645243, -9.094172) und nehmen frühmorgens die Fähre nach Lissabon.

Nach einer 20minütigen Fahrt über den Fluß Tajo ist man in Lissabon. Und schon rumpelt die erste Straßenbahn an.

Dann geht es quer durch Portugals Hauptstadt, die Gebäude sind imposant…… hübsch…

… morbide …

…klassisch…

… legendär…

… und alle Sehenswürdigkeiten gut besucht. Und das an einem Werktag im April. Wie es hier wohl in der Hochsaison aussieht?Wir kaufen Tickets für die Hop-On/Hop-Off Bustour und schauen uns das Ganze mit Audioguide aus der oberen Bus-Cabrioetage an. So erhält man eine super Übersicht.

Am späten Nachmittag haben wir genug vom Großstadtrummel und fahren mit der Fähre und einem schönen Blick auf Lissabon zurück zum Hafenparkplatz in Seixal.

Es bleibt sehr windig an der Küste und im Norden Portugals soll es die nächste Zeit regnen bei 6-15 Grad. Wir fahren ins Landesinnere und folgen der N4 bis Badajoz. Und schon sind wir wieder in Spanien.

Vom schön angelegten Wohnmobilstellplatz (GPS: 38.884658, -6.978074) am Rio Guadiana gelangt man über eine mittelalterliche Brücke in die Altstadt, deren Festung man den maurischen Ursprung ansieht. Eine kleine Universität mittendrin bringt junges Leben in die Stadt.Badajoz FestungsmauerVon der frei begehbaren Festungsmauer hat man einen guten Blick auf die alte Alcazaba.

Wir folgen dem Rio Guadiana Richtung Osten und überqueren den Fluß über eine holperige Brücke römischen Ursprungs bei Medellin zum dortigen Stellplatz (GPS: 38.9655, -5.96311) .Medellin Stellplatz

Medellin hat nur knapp über 2.000 Einwohner, aber beachtliche historische Bauten aus allen Epochen.

Von der Burg hat man einen weiten Blick in die Extremadura.

Nach 2 Tagen fahren wir weiter bis nach Embalse de Garcia Sola. Hier wurde der Rio Guadiana aufgestaut und damit zum See.

Am unteren Teil in felsiger Umgebung…

… der obere Teil ist gesäumt von Wiesen und Weiden.Wir finden wieder einen idyllischen Übernachtungsplatz (GPS: 39.190601, -5.13506).

Es gibt so tolle Plätze entlang des Rio Guadiana. Hier beim Dörfchen Luciana (GPS: 38.980801, -4.29058).

Die große Picknickanlage nebenan ist am Wochenende tagsüber gut besucht. Abends wird es kühl und ruhig.Am Tag darauf ist es bewölkt, gut für eine kleine Wanderung.

Am Parque Nacional de Las Tablas gibt es 6 Plätze für Wohnmobile (GPS: 39.137798, -3.69542), die einzige Möglichkeit am Nationalpark zu übernachten. Am besten kommt man frühzeitig und reserviert im Besuchercenter einen der kostenlosen Plätze.

Vom Parkplatz aus führen drei verschiedene Wege durch das Naturschutzgebiet. Auch hier begegnet uns der Rio Guadiana indirekt wieder, er ist einer von zwei Flüssen, die das Feuchtgebiet speisen.

Allerdings leidet die Gegend immer wieder unter großer Trockenheit.Hier gibt es genug Wasser: der Stausee Emblase de Penarroya ist gut gefüllt.

Direkt nebenan darf man offiziell mit dem Wohnmobil unter Bäumen parken (GPS: 39.063329, -3.008272). Tagsüber sind wir hier noch alleine, abends kommen 5-6 andere Camper dazu.

Über der Staumauer thront eine alte Festung.

Bänkchen mit Aussicht…

Und wir verabschieden uns erstmal von Euch mit diesem Stausee-Blick. Familie, Freunde und Termine rufen, wir werden Richtung Heimat fahren und eine Blogpause einlegen. Vielen Dank für Euer Interesse!

Route: Sagres – Stausee in der Provinz Ciudad Real.

 

 

April 2019 Ein Jahr unterwegs

Als Erstes wollen wir einen treuen Mitreisenden vorstellen, der uns seit einem Jahr durch die Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko und Portugal begleitet: der gute Ratsherrentopf:Wir hatten ihn im April 2018 eingepackt, falls uns mal die frischen Lebensmittel ausgehen. Allerdings waren seither Keller, Kühlschrank und Tiefkühlfach stets gefüllt mit Leckereien. Uns blieb besonders in Erinnerung – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Italien: Focaccia (ligurisches Fladenbrot aus Hefeteig mit Olivenöl, Salz und Kräutern), superdünn geschnittener Schinken – und der beste Cappuccino der Welt
  • Kroatien: frischer Thunfisch, Cevapcici mit Ajvar
  • Griechenland: Kalamon-Oliven, Zaziki, Greek-Salad
  • Frankreich: Baguette, Nuß-Salami, Hähnchen
  • Marokko: Msemmen, Svenje, Tajine mit Lemonchicken, Tchicolata, Granatapfelsaft
  • Spanien: Seranoschinken, Fartons, Thunfisch, Alhambra-Bier
  • Portugal: Pastel de Natta (Blätterteig-Pudding-Törtchen), Brioche-Croissant

Demnächst muss der Doseneintopf aber dran glauben….  😉

Ein paar Daten zum letzten Jahr: knapp 20.000 Kilometer sind wir durch 12 Länder gefahren. Mit dem Weinsberg Carabus sind wir sehr zufrieden, das Fahrzeugkonzept und die -größe ist für uns optimal. Wir hatten nur 2 Defekte:  1. die Hängeschränke im Schlafbereich haben sich auf den albanischen Straßen von der Decke gelöst, aber bis Deutschland durchgehalten. Unser Fahrzeughaus WVD hat das repariert.    2. die Frischwassertankanzeige zeigt seit einem halben Jahr meistens ‚leer‘ an. Die Anzeige war allerdings nie genau und wir wissen, dass uns das Wasser mindestens 4 Tage reicht. Wahrscheinlich verzichten wir auf eine Reparatur.

Der Durchschnittsverbrauch von ~ 9,5 Liter Diesel / 100km geht beim Fahrzeuggewicht von 3,5 Tonnen in Ordnung. Den billigsten Diesel haben wir für 80 Cent in Marokko getankt, den teuersten in Italien für knapp 1,50€.  Weitere Details zum Fahrzeug gibt es hier.

Wir führen über alle Übernachtungen Buch und waren selbst überrascht von den durchschnittlichen Kosten: gerade mal 2,68€ / pro Nacht. Das hängt natürlich mit unserer Vorliebe für das Freie Stehen zusammen.

Bei den Lebensmittel fanden wir europaweit keine großen Unterschiede, manches kostet etwas mehr, einiges ist günstiger als in Deutschland.  Vom Gefühl her war es in Frankreich am Teuersten, gefolgt von Griechenland. Sehr preisgünstig kauft man in Marokko ein, mit Ausnahme europäischer Waren wie Wurst und Käse sowie Alkohol.

Neben unserer agenda2018.de – Webseite über die Vorbereitungen und Urlaubsreisen bis 2018 haben wir im letzten Jahr die Seite agenda2018.blog begonnen, als Reisetagebuch für unsere Familie und Freunde – und uns selbst.

Wir freuen uns aber über alle Besucher, schon über 20.000x wurde der Blog angeschaut, vielen Dank für Euer Interesse.

Wir sind selbst gespannt, wie es weitergeht und haben schon einen groben Plan. Es wird weiterhin berichtet, allerdings in reduzierter Form, damit das Internet nicht überläuft 🙂

Für heute verabschieden wir uns aus Portugal

Liebe Grüße! Uschi & Jürgen

Und zum Schluss eine kleine Diashow von der Steilküste bei Lagos/Portugal. Ein Hinweis an unsere Mail-Abonnenten: viele Mailprogramme können keine Diashows abspielen. Falls ihr sie sehen wollt, klickt in der Mail unten auf den Link mit der URL.

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