Januar 2019 Casablanca-Essaouira

Auf dem Weg nach Casablanca besuchen wir in Mohammedia den großen Marjane Supermarkt. Er ähnelt den Carrefour-Märkten, die man aus Frankreich und Spanien kennt.Die Preise sind unterschiedlich: französischer Käse ist teurer, Obst und Gemüse sind billiger als in Europa. Es gibt keinen Alkohol, dafür jede Menge offene Gewürze.Casablanca hat knapp 3,4 Millionen Einwohner. Viele raten davon ab, mit dem eigenen Auto in das Gewühl einer marokkanischen Großstadt zu fahren. Dem stimmen wir jetzt zu: wir brauchen über eine Stunde um zur Moschee am Hafen zu gelangen, fahren von einem Stau in den nächsten. Verkehrsregeln werden kaum eingehalten, wir passieren viele Unfälle, in einem Fall verteilte sich eine Ladung Nägel über die Fahrbahn. Dabei begann alles ganz entspannt:Schließlich erreichen wir die 210m hohe Hassan II. Moschee, das höchste religiöse Bauwerk der Welt. Danke an Heiner für dieses Foto, so gibt es wieder mal ein Bild von uns zusammen.Nach einer weiteren nervenaufreibenden Fahrt durch Casablanca landen wir nach 1,5 Stunden auf dem Campingplatz International in El Jadida (GPS: 33.240101, -8.48867). Die Sanitäranlagen sind uralt, defekt, verschmutzt und faktisch nicht nutzbar. Trotzdem ist der Platz gut gefüllt. Freies Stehen ist derzeit leider keine Alternative, da polizeilich aus Sicherheitgründen untersagt. So übernachten wir hier für 66 DH = 6€.Am nächsten Morgen lacht die Sonne und wir machen uns zeitig auf den Weg entlang der abwechslungsreichen Küstenstraße. Hier wird als roten Warnwimpel der rudimentär gesicherten Ladung ein Ziegelstein verwendet, der bedenklich an einer Schnur baumelt.Vorbei geht es an an Wiesen, Wäldern und Industrieanlagen…Immer wieder stehen kleine Herden mit Schafen und Ziegen am Straßenrand, Leute grüßen und winken. Der Fahrbahnrand ist oft scharfkantig und sollte besser nicht befahren werden.Nach einer guten Stunde erreichen wir den CP Laguna Park in Oualida (GPS: 32.7254, -9.04345) mit einer super Aussicht und Pool, alles top in Schuß und gepflegt für 95 DH = 8,80€ incl. Strom. Der sympathische Eigentümer Ibrahim spricht gut englisch. Bei bis zu 20 Grad und Sonnenschein lässt es sich relaxen und mit den Nachbarn Reiserouten austauschen, z.B. mit Sibylle und Hermann, die wie wir seit April 2018 unterwegs sind. Zur Strand und zur Lagune von Oualidia läuft man rund 1,5 km.

Wir bestellen bei Ibrahim zum Lunch eine hausgemachte Tajine, die direkt in den Bus geliefert wird.Für 2 Personen kostet das 85 DH = knapp 8€.Sehr lecker und empfehlenswert.

Wir wären noch länger bei Ibrahim geblieben, aber Nebel und Wolken ziehen auf, Richtung Süden soll es sonniger sein. So geht es wieder auf die Küstenstraße 301.

Wir fahren ein ganzes Stück, die 301 ist höchst unterschiedlich ausgebaut. Mal kommt man gut voran, mal hat es Schlaglöcher ohne Ende. Auf der engen Straße ist uns dieser Gegenverkehr der liebste:Wir überholen auch ab und zu….… und landen nach gut 2 Stunden auf einem einsamen Campingplatz im Nirgendwo (GPS: 31.787701, -9.58416). Für 100 DH = 9,20€ haben wir den hinteren Teil des Platzes einschließlich Sanitäranlagen für uns alleine und stehen windgeschützt vor den starken Böen.Auch vorne am Strand ist viel Platz.Und weiter geht es auf der 301. Mit schönem Blick auf die Küsten und einem wachsamen auf den Asphalt.Nach einer Stunde tanken wir in Essaouira Diesel für 80 Cent/Liter und fahren dann auf den bewachten Parkplatz direkt an der Altstadt. Für 220 DH darf man auch über Nacht bleiben. Äh… 20€? Nein danke, wir parken ein paar Straßen weiter, geben dem Parkwächter 5 DH und sind in wenigen Minuten in der Medina.Ein Blick über die Stadtmauer zum Atlantik:

Durch die Altstadt lässt es sich entspannt bummeln. Es gibt viel zu sehen, zu riechen und zu essen. Wir lassen uns treiben, kaufen Brot, Nüsse, Fisch. Das leckere marokkanische Lunch kostet einschließlich Minztee und Trinkgeld nicht mal 10€:

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Alles wunderbar, die Stadt gefällt uns ausgesprochen gut. Der einzige Campingplatz allerdings nicht. Freies Stehen ist auch hier leider überall verboten. In nur 20km Entfernung soll es in Sidi Kaoki einen besseren Stellplatz geben – wir werden berichten!

 

Januar 2019 Málaga-El Mansouria

Zwei Tage bleiben wir in Málaga, zum Frühstück mit einem Sonnenaufgang, der immer wieder fasziniert.

Dann geht es weiter nach Tarifa, mit einem Auflug nach Baleo Claudia, schließlich kennt Uschi die Ausgrabungsstätte noch nicht.In Tarifa stehen wir am Kiter-Strand und buchen die Fähre nach Marokko/Tanger für 250€ hin und zurück. Von Algeciras wäre die Überfahrt preisgünstiger, dafür passen uns die Abfahrtszeiten in Tarifa besser, die Fahrt ist kürzer und der kleine Hafen fast schon familiär. Ziemlich pünktlich legt die Schnellfähre um kurz nach 9 Uhr ab.

Es ist wenig Betrieb an Bord, eine Gruppe von Asiaten durchstöbert den Duty Free-Shop, wir nehmen an der Bar zwei Cafe au Lait – nicht Cafe con Leche denn FRS ist eine marokkanische Fährgesellschaft und daher französisch ausgerichtet.Nach knapp einer Stunde legen wir in Tanger Ville an. Es sind nicht viele Fahrzeuge abzufertigen, aber der vor uns fahrende LKW mit seinem Oldtimer auf der Pritsche bereitet den Zöllnern Probleme und beschert uns fast eine Stunde Wartezeit.

Dann wird unser Ducato oberflächlich kontrolliert, in ein paar Schränke geschaut und ich werde freundlich nach Drohnen und Waffen gefragt. Da wir beides nicht dabei haben, steht der Einreise nichts entgegen. Am Hafen werden noch Euros gegen Dirhams getauscht, dann geht es auf die Straßen Marokkos.

Wir sind zur Mittagszeit in Asilah auf dem sehr einfachen Campingplatz ‚As Saad‘ (GPS: 35.471699, -6.02849). 65 Dirham, rund 5,50€, kostet die Übernachtung. Die Duschen sind rustikal aber warm, WLAN ist inklusive. Für 20 Dirham gäbe es Strom, doch den erzeugen unser Solarpanels. Der Platz ist abends proppevoll.

Nur 200m weiter erstehen wir bei Maroc Telekom nach 1-stündiger Wartezeit eine SIM Karte. Der freundliche Verkäufer spricht englisch und schaltet die Karte für Telefon (20 Dirham = 1,80€) und 10 GB Internet (100 Dirham = 9,20€) frei. In der Nacht regnet es, am nächsten Morgen bummeln wir bei 14 Grad durch die Medina.Weil das Wetter nicht so toll ist, fahren wir auf der gut ausgebauten A5 rund 270km Richtung Süden und bezahlen dafür 14€ Maut. Die Landschaft ist grün, meist landwirtschaftlich genutzt. Auf den Weiden stehen Kühe, Schafe, Ziegen, Esel und Menschen.Dazwischen immer wieder Dörfer oder einfache Behausungen. Die Autobahn dient auch als Fußweg.Auf dem Campingplatz Ocean Bleu bei El Mansouria (GPS: 33.73758, -7.324433) werden wir von der jungen Mitarbeiterin herzlich begrüßt. 75 Dirham = 7€ kostet der gepflegte Stellplatz am Atlantik, holpriges WLAN inclusive. Bis zum Abend treffen viele Camper ein, darunter zu unserer Freude auch Alva mit ihren Eltern, die wir Anfang Dezember am Naturpark Del Fondo kennengelernt haben.

Das Wetter ist wechselhaft, der Atlantik rau. Rund um den Campingplatz stehen und entstehen mehrstöckige Häuser mit Ferienwohnungen, derzeit ohne Bewohner. Es bietet sich also an, weiter Richtung Süden zu fahren, morgen wollen wir einen Abstecher nach Casablanca machen.

Route von Tanger bis El Mansouria

Januar 2019 Caminito del Rey+El Torcal

Das Wichtigste zuerst, Uschi kommt vom Heimaturlaub zurück:Mit der App ‚Plane Finder‘ kann ich den Flug in Echtzeit verfolgen, z.B. kurz nach dem Start in Basel:

… und kurz vor der Landung. Sehr praktisch, denn dadurch bekomme ich mit, dass die Ankunft 20 Minuten früher ist, als geplant. Uschi ist bekannt dafür, dass sie ihre Termine mehr als pünktlich einhält. Wir hätten nicht gedacht, dass das auch bei Flugreisen funktioniert .:-)

Zur Ankunft gibt es zwei Cappuccini am Strand von Málaga (GPS: 36.6805, -4.44661).In vielen spanischen Städten kosten die Museen Sonntags keinen Eintritt, so auch das private Automobilmuseum in Málaga.Design-Ikonen werden hier nebst passender Vintage-Mode präsentiert.

Der Flower-Power Rolls-Royce von John Lennon, den die Beatles gerne benutzt und den Rolling Stones und Bob Dylan ausgeliehen haben:

Wir machen ein Ausflug zum Wandersteig Caminito del Rey. Der Zugang kostet 11,55€ und muss vorher online gebucht werden. Im Preis enthalten ist ein Shuttle-Bus, der einen nach der rund 4-stündigen Wanderung wieder an den Parkplatz zurückbringt.

Die Wege hangeln sich spektakulär an der Felswand entlang, Schwindelfreiheit ist von Vorteil.Ehemals als ‚gefährlichster Klettersteig der Welt‘ bekannt, ist der Weg jetzt bestens ausgebaut, Schutzhelme sind trotzdem Pflicht. Ein wunderbares Naturerlebnis, weit unten in der Schlucht rauscht das Wasser, über uns fliegen Gänsegeier. Hier eine kleine Diashow:

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Das nächste Highlight, El Torcal mit seinen Karstformationen liegt auf 1.200m Höhe, nachts fallen die Temperaturen auf 0 Grad. Wir übernachten deshalb etwas tiefer auf dem kostenlosen Womo-Parkplatz in Antequera incl. Ver- und Entsorgung (GPS: 37.0214, -4.57218). Morgens geht es über steile Straßen ins Gebirge. Die Anfahrt sieht vielversprechend aus:

Der Parkplatz (GPS: 36.952999, -4.54437) ist nicht sehr groß, man sollte also früh hier sein. Der Naturpark kostet keinen Eintritt, zwei Rundwanderwege führen durch das Gebiet. Es lässt sich aber auch abseits wandern und klettern, wie dieser Steinbock:Die Landschaft erinnert uns an die Nationalparks im Südwesten der USA.Gegen Mittag steigt die Temperatur auf bis zu 15 Grad, bestes Wanderwetter.

Wir machen unzählige Fotos, hier ein paar per Diashow:

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So schön das hier oben auch ist, am Meer ist es wärmer. Deshalb fahren wir wieder an den bewährten Strandplatz in Málaga, die Hundis kennen und begrüßen uns.Es lässt sich hier aushalten. In der Nähe werden Churros angeboten.Ein leckerer, nicht ganz kalorienarmer Snack. Serviert mit einer Art heißem Schokoladenpudding zum Eintauchen des warmen Fettgebäcks.Die elektrischen Leih-Scooter von Lime S werden genutzt.Und immer wieder sind wir an der hübschen Promenade von Málaga.

An den Strandbars Kachelbilder mit historischen Ansichten.Route: A: Málaga, 1:Caminito del Rey, B: El Torcal de Antequera

 

Januar 2019 Baelo Claudia+Tanger

Tarifa = nette Vanlifer, Kiter, Surfer. Fast immer windig, tagsüber rund 18 Grad, nachts immerhin zweistellig, während es, egal ob in Richtung Süden, Osten oder Westen, auf 5-8 Grad abkühlt. Keine Ahnung, warum das so ist. Falls jemand ein Erklärung hat, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen. Also bleibe ich erstmal in Tarifa. Die grüne Umgebung mit saftigen Wiesen erinnert an die Heimat. Nur, dass die kleinen Büsche Zwergpalmen sind und sich die Kühe Anfang Januar sonnen können.Eine Gegend, in der man sich niederlassen könnte. Das dachten schon die alten Römer. Das 17 km entfernte Baelo Claudia kostet EU-Bürger keinen Eintritt, da die Ausgrabungen subventioniert wurden. Was für eine tolle Lage:Der Rundweg führt eine gute Stunde durch die alte Stadt mit Tempeln, Plätzen, Badehäuser, Schulen, Fischfabriken usw. Man bekommt einen Flyer zur Orientierung, zusätzlich ist alles auf Tafeln in spanisch und  englisch beschrieben.So lässt es sich in die Zeit vor rund 2000 Jahren eintauchen.Das schicke Museum bietet Zusatzinformationen und Exponate.Auf dem Rückweg nach Tarifa bietet sich ein Abstecher zur Duna de Valdevaqueros an.

Zwischen Spanien und Marokko verkehren mehrmals täglich Fähren von FRS, außerdem gibt es für 66€ eine geführte Tagestour nach Tanger, incl. Überfahrt und Mittagessen. Sascha, den ich am Strand von Tarifa kennengelernt habe, und ich sind pünktlich morgens am Hafen, die Schnellfähre soll um 9.00 ablegen und in nur 35 Minuten in Tanger ankommen. Die Abfahrt verspätet sich allerdings um 1 Stunde und die Überfahrt dauert auch eine knappe Stunde. So lässt sich Sprit sparen, auch gut. Wir haben ja Zeit.

Die Einreiseformalitäten werden auf dem Schiff erledigt, am Hafen von Tanger wartet ein Minibus und unsere kleine Reisegruppe von 15 Leuten bekommt eine Stadtrundfahrt. Dann geht es weiter durch das Villenviertel an das Cap Espartel mit Blick auf die Straße von Gibraltar.Der Tourguide versorgt unsere internationale Kleingruppe mit reichlich Informationen auf spanisch, französisch, englisch und deutsch.Optional gibt es einen Kamelritt um einen Parkplatz für 2€. Kann man machen, muss man aber nicht.Dann wird die Herkulesgrotte besichtigt. Es gibt darüber viele Legenden und Geschichten, die Höhle selbst sieht sehr bearbeitet und unnatürlich aus. Der Höhlenausgang Richtung Meer wird als ‚Karte Afrikas‘ bezeichnet. Schon ganz nett und es wird kein Eintritt verlangt.Zurück in Tanger tauchen wir ab in die Medina und besuchen einen Laden mit Stoffen und einen Kräuterladen.

Das sind im Prinzip Verkaufsveranstaltungen. Der supernette Berber, der Sascha und mir auf bestem deutsch die Vorzüge der Salben und Öle erklärt, wird leider am Schluß von seinem Chef übel zusammengeschissen, weil er uns nichts verkauft hat.Weiter geht es durch die Medina zum ehemaligen Sultanspalast, der jetzt ein kleines Museum beherbergt.Das ‚typisch marokkanischen Restaurant‘ in dem wir unser Mittagessen bekommen sieht aus, als wäre es für Bustouristen eingerichtet. Es sind auch keine anderen Gäste da. Das Essen ist aber ok und dann geht es nochmal durch die Altstadt und wir bekommen ‚Freigang‘ für eine gute Stunde.

So tauchen wir auf eigene Faust in das Gewimmel der Medina ab. Wir lehnen diverse Angebote an Touri-Kitsch und Drogen ab, dafür kaufe ich 2kg Mandarinen für 1€ und wir schauen uns schöne und nicht so schöne Ecken in Tanger an. Ein wenig verirren wir uns im Labyrinth der Altstadt, sind aber trotzdem wieder pünktlich an vereinbarten Treffpunkt.

Dann geht es mit dem Minibus zurück zum Hafen, wo die Schnellfähre wieder eine Stunde verspätet ablegt und doppelt so lange für die Überfahrt braucht. Damit ist man bestens auf Marokko vorbereitet, der Tagestrip hat sich rundweg gelohnt.

Route: 1: Tarifa 2:Baelo Claudia. Und nach Tanger mit der Fähre.

 

Januar 2019 Malaga-Tarifa

Wir wünschen allen Bloglesern ein gesundes und wunderschönes 2019! Mal sehen, was das neue Jahr so bringt 🙂 Zum Jahresbeginn fliegt Uschi in die Heimat um Family / Freunde zu besuchen und ein paar Dinge zu regeln. Die Flugtickets ab Málaga sind geradezu unverschämt billig. Umweltpolitisch fragwürdig, aber das nutzen wir jetzt aus. Dafür nehme ich den emmisionsfreien Tretroller ins 6km entfernte Zentrum von Málaga. Alternativ könnte man Räder ausleihen.

Auch E-Scooter zum Verleih stehen rum. Ich habe allerdings nicht herausgefunden, wie das Ausleihen funktioniert und wie die an Strom kommen. Ich möchte mich aber sowieso ein wenig bewegen und bleibe bei meinem Hudora-Roller.

Über Fahrrad- und Gehwege geht es in die quirlige Innenstadt. Auf vielen Plätzen stehen Weihnachtsbäume, die Geschmackssache sind.Das Flair in den Fußgängerzonen ist super, manche Shops werden ohne weibliche Begleitung etwas vernachlässigt 😉Die Kathedrale, die aus finanziellen Gründen nur über 1 Turm statt der geplanten 2 verfügt, ist das wuchtige Herzstück im Zentrum Málagas.…aktuell  verschönt durch einen Weihnachtsbaum. Von allen Seiten ein Hingucker. Für den Eintritt müsste man aber Schlange stehen und 8€ bezahlen.

Nicht weit entfernt das römische Theater. Mit Weihnachtsbaum.Das Castillo, die maurische Festung etc. kenne ich schon von früheren Besuchen und so geht es nach einem ausgiebigen Altstadtbummel mit dem Scooter wieder zum Parkplatz am Meer mit relaxten  Nachbarn und keinerlei Verbotsschildern. Die Guardia Civil grüßt freundlich, es gibt Strandduschen an denen Frischwasser gebunkert werden kann. Málaga: top!

Der nächste Spot ist über die kostenfreie A7 in rund 2 Stunden zu erreichen: der legendäre Strand von Tarifa. Bei der Zufahrt müssen diverse Hürden genommen werden. Länge max. 6m: ja 6,36m passt da schon noch. No Acampar, No camping: hmm….Höhe 2,20m ist 40 cm zu wenig, aber es gibt keinen Balken.Die Zufahrt steht unter Wasser, die Schlaglöcher sind heftig.Aber dann ist das gelobte Land, bzw. Ziel erreicht. Der Strand ist wirklich top, man ist hier am Atlantik.Es windet ordentlich, perfekt für Kiter.In Málaga gibt es Sonnenaufgang im Mittelmeer, in Tarifa Sonnenuntergang im Atlantik, links davon sieht man Marokko.

Ziemlich grün ist es hier. Und weitläufig. Die African Beach Bar ist geschlossen, die Aussicht nicht.Ein paar Kilometer Richtung Westen findet sich nicht die Bar am Rande des Universum, aber am Rande des 7km langen Strandes.Zum Cana gibt es kein Tappa, dafür diesen Blick.Neuer Tag, neue Richtung:  am Strand entlang in das 5km entfernte Tarifa.

Genau hier ist der südlichste Punkt von Festland-Europa. Links der Atlantik, rechts das Mittelmeer, das wirkt sich auf Wind und Wasser aus. Immerhin liegt das Niveau des Mittelmeers 1,40m unter dem des Atlantik, das sorgt für eine ordentliche Strömung.Am Scheitelpunkt thront dieses dominante Gebäude umgeben von Bunkeranlagen.Seranoschinken auf frisch gerösteten Brötchen und ein Cana am Hafen für 4,50€.

Auf dem Rückweg gibt es nasse Füße, denn der Rio de la Jara mündet in den Atlantik, da muss man durch.

Kein Problem, das Wasser ist mit 17 Grad nicht sehr kalt. ‚Zuhause‘ angekommen treffe ich auf neue Vanlifer.

Auch über den 7km langen Playa de Lances hinaus kann man weiter am Strand entlang wandern bzw. ab und zu klettern.

Marokko ist 14 km entfernt. Man kann erahnen, woher dieses Schlauchboot kommt und nur hoffen, die Besatzung ist wohlauf.

Das Delta des Rio de la Jara ist teilweise Naturschutzgebiet, das über markierte Wege und Stege erwandert werden kann.Mittendrin eine halbherzige Absperrung, die besagt: ‚die Balken über den Fluß sind morsch, bitte aufpassen, wo Du hintrittst‘.  😉

Route Malaga – Tarifa:

Dezember 2018 Carboneras-Malaga

Vom Strandplatz bei Carboneras (GPS: 36.961944, -1.900384) hatten wir mehr erwartet: die Zufahrt ist lehmig und man schaut auf dicke Industrieanlagen. Das Wetter ist auch nicht so toll, also geht es noch ein Stück weiter…… über das Cabo de Gata bis nach Almeria auf einen Parkplatz (GPS: 36.815201, -2.42448), dort stehen bereits rund 10 Wohmobile. Es hat einen Brunnen mit Trinkwasser, prima! Ein paar Meter weiter und man ist am Strand.

Dort könnte man sogar parken, es gibt kein Verbot. Leider aber viel Müll, so etwas haben wir seit Albanien nicht mehr gesehen. Autospuren und jede Menge Tempos, Feuchttücher und mehr lassen auf viel ‚Verkehr‘ in der Nacht schließen. Wir bleiben lieber auf dem Parkplatz.

Von dort führt eine blitzsaubere, kilometerweite Promenade am Meer entlang. Alle 50 Meter stehen Müllbehälter und Bänke. Ein krasser Gegensatz zum Strand.

Die Nacht ist recht ruhig, aber am nächsten Morgen zeigen sich Hinterlassenschaften nächtlicher PKW-Besucher. Leute, die Abfallbehälter sind nur ein paar Meter entfernt!Bei unserem nächsten Zwischenstopp bei Roquetas de Mar stehen wir an der Promenade (GPS: 36.778099, -2.59879). Es gibt Strandduschen, WCs und Wege durch ein Naturschutzgebiet.Der Sonnenaufgang ist fast schon kitschig.

Bei Roquetas de Mar fährt man durch ein Meer von Plastik-Treibhäuser, aus rechtlichen Gründen darf ich hier kein Satelittenbild einbauen, ihr müsst das mal googeln. Kilometerweit rechts und links Plastik.Auf der kostenlosen A7 kommen wir schnell voran zum nächsten Ziel: der alte Stadtkern von Salobrena schmiegt sich an einen Felsen, obenauf thront eine alte Burganlage.

Auf der anderen Seite fällt der Berg steil ab und dort befindet sich auch unser Platz für die nächsten beiden Nächte (GPS: 36.741001, -3.5956), mit Blick auf die Burg.Wie immer stehen auch ein paar andere Camper hier.Der Weg zur Burg führt durch die Gassen der ehemaligen maurischen Medina.

Oben angekommen, stehen wir vor verschlossenen Türen. Es ist Siestazeit, das vergessen wir immer wieder mal.Aber die Aussicht lässt sich genießen: auf die Ebene, das Meer und unseren Ducato.Erfreulicherweise macht die Bar Laroka keine Siesta und wir können das eingesparte Eintrittsgeld in zwei Canas anlegen. Tappas gibt es kostenlos dazu, wie so oft in Spanien. Dieses ist aber extrem lecker.Dann ein Mißverständnis: wir möchten die dos Cervezas bezahlen, der Wirt bringt uns noch zwei. Aber alles ’no problema‘, ‚ it’s for free‘ und wieder gibt es ein Tappa dazu. Uns gefällt es in Salobrena, in der Ferne sieht man die über 3000 Meter hohen Gipfel der Sierra Nevada.

Auf großen Plakaten wird aufgeklärt, dass Müll nicht in in die Natur gehört. Und tatsächlich ist es hier sehr sauber.Die caña sind kleine Biere vom Faß, kosten zwischen 1,50€ und 2,50€ und werden in der Regel mit einer Tappa, einem Appetithäppchen serviert.

In den Touristenkneipen gibt es oft nur eine Schale mit Erdnüssen, in Tappa-Bars kann man davon auch satt werden. Je nach Bierkonsum versteht sich. Alternativ kann man auch Wein trinken 🙂

Es geht weiter nach Málaga. Warum ausgerechnet hier so viele Camper stehen (GPS: 36.647543, -4.475304)? Zwischen dem Parkplatz und dem Strand verläuft die Straße von Torremolinos nach Málaga, er liegt in der Einflugschneise des Flughafens und das Verbotssschild ist kaum zu übersehen. Wir parken tagsüber hier um uns Torremolinos anzuschauen, zum Übernachten finden wir etwas Ruhigeres (GPS: 36.6394, -4.48559).

Noch besser ist allerdings dieser Platz am Strand von Málaga (GPS: 36.6805, – 4.44661) mit viel Platz, Strandduschen und ohne Verbot.

Über Promenadenwegen ist man nach 5-6 Kilometer im Zentrum. Vor rund 10 Jahren standen hier noch Fabriken, jetzt hat sich Málaga schick gemacht, ein paar Schornsteine blieben als Deko stehen.So neigt sich unser Agenda2018-Jahr dem Ende zu. Vielen Dank für Euer Interesse an unserem Blog! Seit Oktober haben wir bis Ende des Jahres 3600km zurückgelegt, bei knapp 76 Stunden reiner Fahrzeit. Die Durchschnittgeschwindigkeit liegt bei 47 km/h, der Verbrauch bei 9,9l Diesel/100 km.

Was kommt 2019? Wir werden uns überraschen lassen. Die Sonne startet am 1.1. auf jeden Fall vielversprechend:

Route von Pulpi nach Málaga:

Dezember 2018 Cartagena-Pulpi

Den besten Überblick auf Cartagena hat man vom Castillo de la Conception, praktischerweise gibt es einen Aufzug auf den Hügel.

4,25€ kostet der Eintritt in das Castillo einschließlich Lift. Oben angekommen, blickt man auf die alte Stierkampfarena, welche gerade zum Museum umgebaut wird, rechts daneben die Uni.

Hier geht der Blick Richtung Hafen…… und da zur Altstadt samt römischen Theater, zwischen 5 und 1 vor Christus gebaut und 7.000 Zuschauer fassend.Das Castillo selbst gibt innen nicht viel her. Dafür ist es von unten bis oben barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Diese Barrierefreiheit ist überall in Spanien auffallend: sehr viele Strände haben Zugänge für Rollstuhlfahrer, die meisten WCs sind barrierefrei – sehr gut!

Die Altstadt ist schick gefliest und hat die üblichen Cafés, Bars und Geschäfte. Und hübsche Gebäude, hier das Grand Hotel….… und das Palacio Consistorial, was für ein schickes Rathaus.

Zum Übernachten fahren wir in das beschauliche La Azohia, finden einen Platz auf Schotter mit Meerblick (GPS: 37.553699, -1.17035), vermutlich ein trockenes Flußbett.  Ein Blick auf die Wettervorhersage: keine Regen in Sicht, also bleiben wir.

Nachts schauen wir auf den Torre de Santa Elena – oder der Torre auf uns? Irgendwie sieht er niedlich aus….

… und wird tagsüber besucht. Der Aufstieg erfolgt über Wendeltreppen, innen supereng, aber wir passen durch 🙂

Und so sieht Santa Elena und die Bucht von La Azohia von oben aus, man kann ewig in den Bergen rumkraxeln.Der Platz ist schön, die Leute entspannt, die Sonnenuntergänge wunderbar.

Wir bleiben wieder mal ein paar Tage hängen.Dann geht es weiter nach Bolnuevo, danke Tom, für diesen Tipp. Die Felsengebilde sind spektakulär und erinnern an die USA.Auf dem großen Parkplatz (GPS: 37.5634, -1.31012) sind Wohnmobile nicht erlaubt, es stehen aber 30-40 dort. Die allermeisten sind so vernünftig und stellen ihren Klappstuhl nicht vor das Mobil, sondern an den Strand, so wie wir natürlich auch. Abends wird noch ein wenig geklettert.

Nach einer ruhigen Nacht steuern wir Aguilas an, eines der Highlights unserer Wintertour 2015/16: tolle Strandplätze, Ver- und Entsorgung an der Anibal-Tankstelle, alle Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt – super! Aber nun: die Zufahrt ist durch Erosion unpassierbar.Außerdem: an allen Stränden der Gemeinde Aguilas ist das Campen untersagt, mit einer Bußgeldandrohung bis zu 3.000€. Warum nicht gleich 30.000€ oder man wird geteert und gefedert? 😉Leider wurde keine schöne legale Alternative geschaffen. Der einzige neu angelegte Wohnmobilstellplatz befindet sich hinter der Anibal-Tankstelle mit Blick auf diese, einen Kreisverkehr und die Landstraße. Wir werden das Gebiet künftig meiden, auch beim Einkaufen, Einkehren und Tanken. Kaum verlässt man Aguilas, gibt es wieder jede Menge schöne Plätze ohne Verbotsschilder. Wie bleiben am Playa la Carolina bei Pulpi (GPS: 37.369999, -1.6463) und sind in Andalusien.Vom Parkplatz aus führen spannende Wanderpfade an der Küste entlang, die manchmal recht steil abfallen kann. Auch hier hat vermutlich der heftigen Regen vor einem Monat zu Erosionen geführt, die Sicherheitvorkehrungen sind mininalistisch, man sollte also gut aufpassen.Route: A: Cartagena, 1: La Azohia, B: Playa la CarolinaSeit unserem Start vor 2 Monaten wurden 3.064km zurückgelegt, im Schnitt rund 50km am Tag mit einer Fahrtzeit von 64 Stunden. Im letzten Monat waren es 900km, rund 30km pro Tag und 22 Stunden Fahrzeit. Spanien entschleunigt 🙂