April 2018 Plitwitzer Seen + Seline

Heute sind wir im Nationalpark Plitwitzer Seen

Der frühe Vogel hat das Privileg, den Nationalpark ohne Menschenmassen genießen zu können und so sind wir um 8 Uhr morgens die ersten, die den Park nach Bezahlung von 150 Kuna pro Nase, das sind rund 20€, betreten.In  der Hauptsaison werden bis zu 20.000 Menschen pro Tag (!) durch den Park geschleust. Da wird es auf manchen Holzstegen wohl sehr eng. Wir sind jetzt aber (fast) alleine unterwegs und man muss sagen: der Park ist wirklich umwerfend schön, die Wege super angelegt. Manchmal auch ein wenig improvisiert.

Auf den Bildern kommt die Größe und Schönheit der Wasserfälle leider nicht mal ansatzweise raus. Und überall gluckert, rauscht und plätschert es.

Wir starten am Eingang 1 und wählen den Weg ‚C‘, der uns über gut 8km durch den Park führt, oft über Holzstege, die direkt an oder über die Wasserfälle führen.

Hier fehlt ein Stück des Weges und man muss Vertrauen in die lose Holzdielen haben, die temporär dort hingelegt wurden.  Wie man sieht, schreitet die Reparatur aber voran.

Nicht weniger als 16 türkisschimmernde Seen gibt es hier, verbunden durch unzählige Wasserläufe.

Der ober Teil ist dann ein wenig ruhiger, idyllischer.

Nach rund 8 km sind wir am Ende des Weges ‚C‘ angekommen und haben alle Wasserfälle bestaunen können. Das Vesper haben wir uns verdient. Und es empfiehlt sich, etwas mitzubringen. Die Verpflegungsmöglichkeiten in diesem Park sind erstaunlich gering. Und das wenige, was es gibt, spricht einen nicht wirklich an. Es sei denn, man steht auf Burger & Pommes.Wir könnten uns nun in einen Bus setzen und uns zum Ausgangspunkt zurückfahren lassen, fühlen uns aber noch fit, den Weg ‚H‘ nun in ungefähr umgekehrter Richtung zurück zu laufen.So sehen wir die Fälle noch einmal aus einer anderen Perspektive und mit neuen Lichtverhältnissen. Und jetzt auch mit jede Mengen anderer Menschen. Es wird eng auf den Stegen und wenn Fotos gemacht werden, gibt es oftmals einen Stau. Es war also eine wirklich gute Entscheidung, früh aufzustehen.Nach diesem Wandertag sind wir ein bißchen platt, zahlen rund 6€ Parkgebühr und freuen uns auf die gemütliche Fahrt in unserem Ducato zurück zur Küste. Dort finden wir einen absoluten Traumplatz 🙂

Hier schmeckt das Feierabendbier besonders gut.

Das ist dann der morgendliche Ausblick zum Kaffee:Eine wunderschöne Küste beim Örtchen Seline

Wir richten uns hier ein wenig ein. Ab und zu haben wir Nachbarschaft in Form von Camper, Zelter und auch mal Leute, die  -ganz minimalistisch- einfach die Nacht in der Hängematte verbringen.Dann sehen wir tatsächliche Delfine in der Bucht, die sind aber zu weit weg für Fotos. Ein Schmetterling schwirrt gerne bei uns herum, der ist zu schnell für eine Foto… Aber ein Video haben wir hier bei Youtube reingestellt . Täglich kommt eine Schafherde vorbei, die können wir fotografieren 🙂

Trotz dem vielen Besuch finden wir aber noch Zeit, unser nigelnagelneues SUP zu erste Mal aufzupumpen. Die Geschichte zum Board gibt es hier

Das Board entspricht dem Vorgängermodell, allerdings ohne Surf-Option. Der Vorteil: das Board lässt sich so noch ein wenig kompakter verstauen. Mit kommt es auch ein wenig leichter vor, ansonsten ist das Fahrverhalten nach wir vor super und wir können es auch sehr gut zu zweit benutzen.Entlang der Küste finden wir wieder einen Geocache

So vergehen die Tage… Nach 5 Übernachtungen wollen und müssen wir aber wieder mal los. Wir haben unseren Wasservorrat aufgebraucht und der Abwassertank ist voll. Neben unserem eingebauten 80 Liter – Wassertank führen wir noch 15 Liter Wasser in Kanister mit, als eiserne Reserven sozusagen. Wir trinken dieses Wasser allerdings nicht. Unser Trinkwasser führen wir ebenfalls in Flaschen und Kanister mit. Diese füllen wir unterwegs auf, wenn die Wasserqualität gut ist. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem auch Plastikmüll.

Aber,  wie gesagt, unsere Wasservorräte sind jetzt leer – wir fahren los, um sie wieder aufzufüllen – und haben dafür einen kleinen Campingplatz im Visier.

Karte von Openstreetmap

April 2018 Kroatien: Rijeka – Senj

Während wir gemütlich über das mautfreie Sträßchen durch Slowenien und Kroatien kurven begegnen wir – niemanden. Die Straße ist vollkommen leer in beide Richtungen. Dann kommen wir an eine winzige Zollstation mit heruntergelassener Schranke und die beiden Zöllner sind sichtlich froh, mal etwas zu tun zu bekommen. So werden unsere Ausweise gründlich inspiziert, freundlich Fragen nach Grund der Reise und Beruf gestellt und sich dann nett verabschiedet. Dann wieder Leere auf der Straße, wenn doch mal ein Auto entgegenkommt, grüßt man sich. Wo sind hier bloß die Menschen?

Eine gute Viertelstunde später wissen wir es: die sind ALLE in Rijeka. Bereits der Stadtrand ist bis auf den letzten Flecken zugeparkt, die Innenstadt quillt über von Leuten. Wir stehen ein wenig im Stau, schauen auf die hübschen große Häuser rechts und links sowie auf das Markttreiben. Einen Parkplatz zu bekommen ist chancenlos.

Und so führt uns eine top ausgebaute Straße, die später zur top ausgebauten Autobahn wird, direkt zu unserem nächsten Ziel: die Insel Krk. Über eine 1,4 km lange, mautpflichtige (6,25€) Stahlbetonbrücke fahren wir zu unserem Stellplatz mit einer tollen Sicht auf die Bucht und Brücke.

Bei der Eröffnung 1980 war dies die am weitestens gespannte Betonbrücke der Welt, die Chinesen haben 1996 eine 420m längere Brücke gebaut. Für ein Betonbauwerk wirkt dieses Konstrukt recht filigran, finde ich. Die Dimensionen sind allerdings gigantisch, die winzigen Autos, die auf der Brücke fahren, sieht man auf dem Bild unten kaum. Leider korrodiert der Beton, so dass über einen Neubau nachgedacht wird. Dieser soll ungefähr dort entstehen, wo momentan unser Stellplatz ist. Man sieht bereits großflächige Rodungen an den Hängen. Wer also diesen tollen Platz auch mal genießen möchte, sollte sich evtl. beeilen.

Am nächsten Tag machen wir eine Rundfahrt über die Insel Krk. Da das Wetter nicht besonders gut ist und wir 2014 schon mal hier waren, verzichten wir auf Fotos. Viel hat sich nicht geändert 😉  Leider finden wir keinen passablen Stellplatz und so sind wir abends wieder an ‚unserer‘ Bucht bei der Brücke. Der leichte Nieselregen bringt jede Menge Saharastaub mit sich und sandet alles ein, auch unsere Solarpanels.

Durch die Dachluken kommt man aber gut an alle 4 Panele ran, so werden diese wieder sauber gewischt und danken es uns mit 50% mehr Ertrag.

Am nächsten Morgen lernen wir Ragnar aus Norwegen kennen, der seinem elektrischen Tesla Model S als Singlecamper nutzt und neben uns genächtigt hat. Er hat schon 300t km Teslaerfahrung und erläutert begeistert die Vorzüge des elektrischen Reisens, ein äußerst interessantes Gespräch. Ragnar findet auch unseren Camper gut und so träumen wir gemeinsam von einem künftigen elektrischen Van. Wir haben auf unsere Reise ähnliche Ziele und es würde uns sehr freuen, Ragnar noch einmal zu treffen.

Wir fahren über die Krk-Brücke, die in dieser Richtung mautfrei ist, wieder auf das Festland und sind nach knapp einer halben Stunden in Crikvenica, wo wir diesen tollen Parkplatz direkt am Hafen und der Promenade bekommen. Das Parken ist bis Mitte Juni kostenfrei und so steht einem zünftigen Stealth Camping nichts im Wege 🙂

Unser Camper ist aber auch ziemlich unauffällig, oder sieht ihn jemand auf der anderen Hafenseite unter den Bäumen? :

Auf der Promenade lässt es sich kilometerweit rollern und wir heben einige Geocaches

Crkvenica hat als altes Seebad viele tolle Villen, diese ist renovierungsbedürftig, aber trotzdem irgendwie schön:

Das Wetter ist super und so können wir uns an den Strand flaxen. Mit den Füßen kann man auch schon ins Wasser.

Nach einer ruhigen Nacht am Hafen machen wir uns am nächsten Tag wieder auf die Suche nach Geocaches und werden fündig:

Der Cappuccino schmeckt hier übrigens genau so toll wie in Italien und für 10 Kuna, rund 1,35€, bekommt man auch ungefragt ein Glas Wasser dazu. Top!

Uschi zieht ja Kinder in allen Lebenslagen immer magisch an. So auch in diesem Café: weit uns breit ist nix los, aber diese laute Schulklasse setzt sich zielsicher rund um uns herum:

Dann steuern wir einen Campingplatz an. Große Wäsche ist angesagt und hier gibt es Waschmaschinen und Trockner. Außerdem werden Mensch & Maschine mal generalüberholt 🙂

Für die 3 Übernachtungen nutzen wir unsere ACSI-Mitgliedschaft und zahlen damit vergleichsweise günstige 17€ pro Übernachtung + 2€ Kurtaxe. Der terrassierte Platz liegt direkt an einer schönen Bucht:

Zum großen Hausputz gehört natürlich auch das Fensterputzen und bei dieser Gelegenheit bekommen die Scheibengummis eine Pflegebehandlung. Das mache ich so 2x im Jahr, trotzdem kleben die Scheiben beim Öffnen oftmals an den Gummis. Das Nigrin-Produkt kann ich daher nur bedingt empfehlen. Falls hier jemand eine Alternative weiss, her damit! 🙂

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch ein sehr nützliches Hilfsmittel vorstellen: diesen Schutz für eine Anhängerkupplung verwenden wir, um die Schiebetüre zu arretieren, wenn wir diese nur teilweise geöffnet haben wollen. Sehr praktisch! Und weil wir den Bömmel dort ab und zu vergessen und die Türe mitsamt dem Teil zuknallen, hat er eine kleine Schlaufe spendiert bekommen. Mit dieser kann er dann wieder geborgen werden.

Ich war 1978 schon einmal auf dem Campingplatz in Selce. Ein wenig hat es sich verändert:

 

Nach 3 Tagen Campingplatz zieht es uns wieder hinaus in die Freiheit. Wir finden bei Novi Vinodolski eine hübsche Bucht. Tagsüber gesellt sich ein Angler zu uns, abend kommt ein Paar mit einem Camper zur Übernachtung.

Und der Tag verabschiedet sich mit einem schönen Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter entlang der super ausgebauten Küstenstraße mit herrlichen Ausblicken.

Und machen Rast in Senj. Stadt und Burg sind Schauplatz des Jugendbuchklassikers ‚Die rote Zora und ihre Bande‘

Wir blieben bei unserem Besuch der Stadt und der Burg aber unbehelligt.

Es wird mittags nun ganz ordentlich warm und wir finden unweit von Senj eine kleine Bucht. Bei 18 Grad Wassertemparatur kann man sich gut abkühlen.

Zur Übernachtung fahren wir ins Landesinnere zu einem netten ‚Free Camp‘ auf einer privaten Wiese. Den Tipp haben wir wieder einmal von park4night.

‚Wildes Campen‘ ist in Kroatien offiziell verboten, auch auf privatem Grundstück. Deshalb sind solchen Angebote rar – wir nutzen es gerne, und das nette Hundchen unserer Gastgeber freut sich über unseren Besuch und die mitgebrachte Wurst.

Das Camp ist eine knappe Autostunden vom legendären Nationalpark ‚Plitwitzer Seen‘ entfernt – dorthin fahren wir morgen und sind schon sehr gespannt. Wir werden berichten!

Karte von Openstreetmap

April 2018 Italien

Und los geht die Fahrt Anfang April! Als erstes Ziel wählen wir etwas Bewährtes aus: in Maccagno am Lago Maggiore waren wir zuletzt vor einem Jahr

Es ist immer wieder schön hier und der Stellplatz mit See- und Bergblick gratis.Wir kennen Maccagno und seine Wanderwege schon recht gut, diesmal heben wir unseren ersten Geocache

Ich bin dabei mehr für die technische Seite bzw. Nutzung der App zuständig, Uschi ist – wie erwartet –  im Finden extrem gut.Maccagno ist schön, das Wetter auch und so bleiben wir erstmal 4 Tage bzw. Nächte. Dann geht es weiter an den Lago di Iseo. Mit park4night finden wir einen schönen, im April kostenlosen Parkplatz in der Nähe von Sarnico. Direkt gegenüber ist das hübsche, ebenfalls kostenlose Lido Nettuno:

In Sarnico ist bei gutem Wetter an diesem Sonntagabend anscheinend die gesamte Bevölkerung auf der Seepromenade unterwegsWir finden aber noch einen sonnigen Platz in einer Bar. Die Zugabe zu den bestellten Aperol Spritz ist beeindruckendNach dem Gewusel in Sarnico tut die abendliche Ruhe im Lido Nettuno gutAuf dem Parkplatz / Stellplatz waren wir nachts alleine.100m davon entfernt gibt es übrigens sogar noch eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstation am Yachthafen. Oder man holt sich das Trinkwasser aus einem Brunnen im Lido:Und weiter geht es an den Gardasee nach Sirmione   Der dortige Stellplatz ist nicht besonders hübsch, aber kostenlos:  das ist selten am Gardasee. Die Wasserburg im historischen Zentrum von Sirmione:

An einem Tag haben wir alles soweit erkundet und fahren weiter Richtung Padua, einer der Partnerstädte unseres schönen Freiburg.  Auf dem Weg dorthin schauen wir uns noch Vicenza an. Mit unseren beiden Scootern geht das ruckzuck, wie ihr hier seht.

In der Nähe von Padua finden wir einen Parkplatz in Vigedazere zum Übernachten

Und am nächsten Tag finden wir mit unserem schlanken Bus einen Tagesparkplatz mitten in PaduaLeider ist das Wetter nicht besonders, das ist schlecht für gute Fotos. Wir erkunden aber ausgiebig die wirklich hübsche Altstadt.

Obwohl Padua ziemlich touristisch ist, gibt es immer wieder kleine Cafés, die von den Einheimischen frequentiert werden – und von uns 🙂

Und hier ist eine der Zaubermaschinen, die diesen unglaublich leckeren Espresso fabrizieren – um dann vom Personal mit Milchschaum in einen grandiosen Cappuccino verwandelt zu werden.

Wie gesagt, das Wetter ist nicht besonders gut. Drum gibt es nicht viele Fotos und wir fahren weiter zur letzten Etappe in Bella Italia: Triest.Dort gibt es den Piazza dell‘ Unita d‘ Italia zu bestaunen, ein römisches Theater…

… und den Canale Grande. Ok, der in Venedig ist größer 😉

Mit park4night finden wir einen prima Tagesparkplatz in Triest und einen Übernachtungsplatz im nahem Muggia.  Dann verlassen wir Italien Richtung Kroatien. Für das kurze Stück durch Slowenien wollen wir keine Autobahnvignette kaufen und geben ‚Mautfrei‘ ins Navi ein. Die rund 1 Stunde Fahrt durch Slowenien ist dann durchaus beschaulich auf dieser Straße:

Karte von Openstreetmap

Forsetzung folgt… in Kroatien!

März 2018

Ab April geht es los, zunächst Richtung Südosten: über Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien wollen wir nach Griechenland und dort die Peloponnes-Halbinsel erkunden:

Karte von Openstreetmap

Im März gibt es leider eine unschöne Überraschung: unser Bus wurde an verschiedenen Stellen mit Matsch und Dreck eingeschmiert:

Nach dem Abwaschen sieht man ordentliche Kratzer und Beulen:

Wer macht denn sowas? 😦  So müssen wir erstmal zur Polizei und zum Lackierer…

Ansonsten sind zwischenzeitlich die letzten Vorbereitungen getroffen. Die Bordbatterien wurden erneuert und die Solaranlage aufgepimpt. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es hier.

Außerdem haben wir die 11kg – Gasflasche erneuert.  Um den Füllstand zu ermitteln haben wir den ‚LevelCheck‘ von Truma:

Damit kann man den Füllstand einfach und ziemlich genau bestimmen: einfach das Gerät an die Gasflasche halten – bei ‚Grün‘ ist Flüssiggas in der Flasche, bei ‚Rot‘ nicht.

Dann gibt es noch viele, viele tolle Abschiedsfeste mit Kollegen, Freunde und Familie. An alle nochmal ganz herzlichen, lieben Dank für Eure Zeit, Eure guten Wünsche, Eure tollen Geschenke. Eines davon ziert nun unseren Blog, unser brandneues Logo, 😘 an Patric:

Jetzt werden noch die Betten frisch überzogen, einige Vorräte eingepackt, der Wasser- und Dieseltank gefüllt und dann kann es losgehen !  🙂